Anzeige
Mehr »
Samstag, 14.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
20 Mio. € Bewertung. Zwei zugelassene Psychedelika-Produkte. NASDAQ-Uplist in Arbeit.
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
272 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Aktieninstitut kritisiert Reformpläne von Scholz für die Aufsicht

DJ Aktieninstitut kritisiert Reformpläne von Scholz für die Aufsicht

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Das Deutsche Aktieninstitut hat die Regelungen zur Stärkung der Finanzintegrität kritisiert, die Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) aufgrund des Wirecard-Skandals vorgeschlagen hat. Der entsprechende Gesetzentwurf könne dazu führen, "dass Unternehmen aufgrund der vorgeschlagenen Regelungen von der Aufsicht vorschnell an den Pranger gestellt" würden. Die Abschlussprüfung werde als Dienstleistung unattraktiver, und die Konzentration auf dem Abschlussprüfermarkt nehme weiter zu.

"Zum Fall Wirecard ist es nicht wegen unzureichender Regulierung oder eines mangelhaften institutionellen Systems gekommen, sondern trotz intensiver Prüfungs- und Kontrollmechanismen und umfangreicher Sanktionen", sagte die Geschäftsführende Vorständin des Deutschen Aktieninstituts, Christine Bortenlänger. "Wirecard war ein Ausnahmefall." Die nun geplanten Maßnahmen dürften keinesfalls "zu unverhältnismäßigen, negativen Belastungen bei Unternehmen führen".

Der Referentenentwurf genüge dem an einigen zentralen Stellen aber nicht. So entstehe der Eindruck, "dass der Gesetzgeber eine generelle Kontrolle der Unternehmen etablieren will". Damit Unternehmen nicht vorschnell an den Pranger gerieten, müssten die Hürden für ein Eingreifen der Finanzaufsicht Bafin aber höher gelegt werden. Nur in Fällen, in denen sich kriminelle Handlungen deutlich abzeichneten, solle es dazu kommen.

Konzentration im Prüfermarkt befürchtet 

Auch verliere das Gesamtsystem seine Ausgewogenheit. Zudem werde das Maßnahmenpaket den Markt für die Abschlussprüfung "spürbar zum Schlechteren verändern", und es werde im Prüfermarkt zu einer weiteren Marktkonzentration kommen. Das Deutsche Aktieninstitut sprach sich für die Beibehaltung der aktuellen Regelungen zur externen Rotation des Abschlussprüfers aus. Die geplante unbegrenzte Haftung des Abschlussprüfers im Fall grober Fahrlässigkeit bei Beweislastumkehr gehe zudem "deutlich zu weit".

Scholz hatte dem Kabinett Anfang Oktober kurz vor der ersten Sitzung des vom Bundestag eingesetzten Wirecard-Untersuchungsausschusses einen Aktionsplan vorgelegt, um Konsequenzen aus dem Skandal um den Zahlungsdienstleister zu ziehen. Nach dem entsprechenden Gesetzesvorhaben soll die Bafin künftig "direkt und unmittelbar mit hoheitlichen Befugnissen gegenüber Kapitalmarktunternehmen auftreten können" und ein Sonderprüfungsrecht gegenüber allen kapitalmarktorientierten Unternehmen sowie die Möglichkeit forensischer Prüfungen erhalten.

An die Stelle des bisherigen zweistufigen Systems bei der Bilanzkontrolle soll "ein stärker staatlich-hoheitlich geprägtes Bilanzkontrollverfahren" treten. Insgesamt soll die Bafin neu organisiert werden. Das soll mit einer Stärkung der Eingriffsrechte der Aufsicht im Anleger- und Verbraucherschutz einhergehen. Um Betriebsblindheit zu vermeiden, sollen nach den Plänen unter anderem Bilanzprüfer künftig alle zehn Jahre ausgetauscht werden. Bisher sind 20 Jahre vorgeschrieben. Beratung und Kontrolle sollen stärker getrennt und Haftungsregeln verschärft werden.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

November 11, 2020 05:27 ET (10:27 GMT)

Copyright (c) 2020 Dow Jones & Company, Inc.

© 2020 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.