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MÄRKTE EUROPA/Freundlicher Start in das Börsenjahr 2021

DJ MÄRKTE EUROPA/Freundlicher Start in das Börsenjahr 2021

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind im Plus in das neue Börsenjahr gestartet. Während der DAX sein Allzeithoch in den ersten Handelsminuten knapp verfehlte, notierten MDAX sowie SDAX bereits auf einem Rekordhoch. Der DAX notiert im frühen Handel 0,7 Prozent höher bei 13.809 Zählern, der Euro-Stoxx-50 gewinnt 1,0 Punkte auf 3.587 Punkte. Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partner, verweist darauf, dass zum Jahresbeginn traditionell besonders viele Käufer an den Aktienmarkt kommen. Viele Investoren starteten mit neuen Risikobudgets ins neue Kalenderjahr und stellten diese jetzt ins Risiko. Er rechnet für die ersten Handelstage 2021 mit einem Tauziehen zwischen vorsichtigen und risikofreudigen Anlegern.

Weiterhin überrascht der noch amtierende US-Präsident Donald Trump mit seinen Aktionen die Welt. Die kommenden gut zwei Wochen dürften noch spannend werden. Morgen entscheidet sich zunächst im US-Bundesstaat Georgia, ob der neue US-Präsident Joe Biden in seinen ersten beiden Amtsjahren durchregieren kann. Gewinnen die Demokraten die beiden in Georgia zu vergebenden Sitze, kann Joe Biden seine Politik vollumfänglich durchsetzen. Andernfalls behalten die Republikaner die Mehrheit im Senat und können Joe Biden blockieren. Ein Sieg der Demokraten bei den Stichwahlen würde Altmann zufolge weitere Corona-Hilfen wahrscheinlicher machen, neue Konjunkturhilfen seien an der Wall Street immer willkommen.

Bitcoin notiert über 33.000 Dollar 

Die Hausse bei der Kunstwährung Bitcoin setzt sich zum Jahresbeginn fort. Zeitweise wurde sie bei rund 33.500 Dollar gehandelt, aktuell kommt sie wieder zurück. Investoren zieht es zu der Kryptowährung, da sich der Dollar abgeschwächt hat und die US-Notenbank die Zinsen voraussichtlich mehrere Jahre nahe Null belassen wird. Zudem tragen bekannte Namen zur Attraktivität von Bitcoin bei. Für den jüngsten Aufwärtsschub sorgte auch die Entscheidung des Bezahldienstes Paypal, sich für den Handel mit Kryptowährungen zu öffnen. Das Unternehmen kündigte an, ab Anfang 2021 werde es auch möglich sein, mit digitalem Geld zu zahlen.

Bereits am 1. Handelstag des Jahres wird ein Übernahmeversuch bekannt. Um 25 Prozent nach oben schießen in London die Aktien von Entain plc. Die Muttergesellschaft vom Wettanbieter Ladbrokes hat ein offizielles Übernahmeangebot von MGM Resorts International erhalten. MGM bietet 8,09 Milliarden britische Pfund oder 1.383 Pence je Aktie. Entain hat dieses Angebot aber als "signifikante Unterbewertung" zurückgewiesen. Entsprechend kommt nun Fantasie auf ein erhöhtes Angebot auf.

Für die Aktie der Deutschen Familienversicherung geht es dagegen um 28 Prozent nach unten. Kurz vor Jahresschluss hatte das Unternehmen den Kapitalmarkt darüber informiert, dass die DFV nicht mehr Erstversicherer und IT-Dienstleister im CareFlex-Konsortium ist, allerdings die Rolle des Rückversicherers übernimmt. "CareFlex war die große Wachstumsstory des Unternehmens", so ein Marktteilnehmer. Sie dürfte der Grund für einige Investoren gewesen sein, hier einzusteigen. Die Analysten von Hauck & Aufhäuser verweisen darauf, dass das EBIT des Versicherers aufgrund des Wegfalls der CareFlex-bezogenen Kickbacks und einer vorübergehend fehlenden Fixkostendeckung negativ bleiben wird. Hier hatten sie mit einem Dreh ins Plus gerechnet und ein positives EBIT von 10,8 Millionen Euro erwartet.

=== 
Aktienindex                 zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50              3.587,09   0,97    34,45       0,97 
Stoxx-50                   3.143,57   1,13    35,27       1,13 
DAX                       13.808,77   0,66    89,99       0,66 
MDAX                      31.054,86   0,84   258,60       0,84 
TecDAX                     3.248,53   1,11    35,76       1,11 
SDAX                      14.850,55   0,58    85,66       0,58 
FTSE                       6.608,11   2,28   147,59       0,00 
CAC                        5.622,21   1,28    70,80       1,28 
 
Rentenmarkt                 zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite         -0,61           -0,04      -0,85 
US-Zehnjahresrendite           0,92            0,01      -1,76 
 
DEVISEN          zuletzt      +/- %   0:00 Uhr  Mi, 17:31   % YTD 
EUR/USD           1,2283     +0,40%     1,2235     1,2288   +3,1% 
EUR/JPY           126,25     -0,01%     126,27     126,93   +2,5% 
EUR/CHF           1,0812     +0,01%     1,0811     1,0854   +2,5% 
EUR/GBP           0,8977     +0,24%     0,8955     0,9038   +2,8% 
USD/JPY           102,78     -0,42%     103,21     103,30   -0,5% 
GBP/USD           1,3685     +0,18%     1,3661     1,3596   +0,3% 
USD/CNH           6,4442     -0,79%     6,4957     6,5075   -0,9% 
Bitcoin 
BTC/USD        31.918,75     -3,837  33.192,25  28.135,00   +9,1% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.         +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex               49,54      48,52         +2,1%       1,02  +2,1% 
Brent/ICE               53,12      51,80         +2,5%       1,32  +2,7% 
 
METALLE          zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)     1.933,91   1.898,60      +1,9%     +35,31   +1,9% 
Silber (Spot)      27,28      26,40      +3,3%      +0,88   +3,3% 
Platin (Spot)   1.108,35   1.070,90      +3,5%     +37,45   +3,5% 
Kupfer-Future       3,58       3,51      +1,9%      +0,07   +1,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 04, 2021 04:14 ET (09:14 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Favoritenwechsel
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

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