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MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - DAX mit neuem Allzeithoch

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen bauen Gewinne aus - DAX mit neuem Allzeithoch

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Gewinne bis Montagmittag noch aus. Thomas Altmann, Portfolio-Manager bei QC Partner, verweist darauf, dass zum Jahresbeginn traditionell besonders viele Käufer an den Aktienmarkt kommen. Viele Investoren starteten mit neuen Risikobudgets ins neue Kalenderjahr und stellten diese jetzt ins Risiko. Er rechnet für die ersten Handelstage 2021 mit einem Tauziehen zwischen vorsichtigen und risikofreudigen Anlegern.

Der DAX gewinnt 1,2 Prozent auf 13.889 Punkte. Bei 13.906 Punkten markierte er ein neues Allzeithoch. Für den Euro-Stoxx-50 geht es 1,4 Prozent auf 3.602 Punkte nach oben.

Europäische Einkaufsmanagerindizes deuten auf Wachstum 

Per Saldo positiv werden die zahlreichen finalen Einkaufsmanager-Indizes (PMIs) für die Industrie im Dezember aus den Ländern Europas gesehen. "Überall zeigt sich, dass die Manager Wachstum in einer Nach-Corona-Zeit erwarten und investieren", sagt ein Händler. In Deutschland lag der Einkaufsmanagerindex mit 58,3 leicht unter der Erstlesung der Daten, jedoch deutlich im expansiven Bereich. Ähnlich sieht es in anderen Ländern aus. Der Index für die Eurozone lag bei 55,2 Punkten.

Morgen entscheidet sich zunächst im US-Bundesstaat Georgia, ob der neue US-Präsident Joe Biden in seinen ersten beiden Amtsjahren durchregieren kann. Gewinnen die Demokraten die beiden in Georgia zu vergebenden Sitze, kann Biden seine Politik vollumfänglich durchsetzen. Andernfalls behalten die Republikaner die Mehrheit im Senat und können Biden blockieren. Ein Sieg der Demokraten bei den Stichwahlen würde Altmann zufolge weitere Corona-Hilfen wahrscheinlicher machen, neue Konjunkturhilfen seien an der Wall Street immer willkommen.

Banken hinken hinterher 

Der Bankensektor bleibt zurück und gewinnt nur 0,1 Prozent. Kursbremsend wirken besonders die britischen Banken und Finanzinstitute, die unter anderem unter dem nun vollzogenen Brexit leiden. Der Sektor startet ohne volle Äquivalenzregeln in die Zeit nach dem Brexit. Natwest Group fallen um 3,4 Prozent, Lloyds um 2,3 Prozent und Bank of Ireland 2,2 Prozent. In Mailand fallen Unicredit um 0,9 Prozent. Auch Deutsche Bank geben um 1 Prozent nach.

Bereits am ersten Handelstag des Jahres wird ein Übernahmeversuch bekannt. Um 26,8 Prozent auf 1.438 Pence nach oben schießen in London die Aktien von Entain plc. Die Muttergesellschaft vom Wettanbieter Ladbrokes hat ein offizielles Übernahmeangebot von MGM Resorts International erhalten. MGM bietet 8,09 Milliarden britische Pfund oder 1.383 Pence je Aktie. Entain hat dieses Angebot aber als "signifikante Unterbewertung" zurückgewiesen. Entsprechend kommt nun Fantasie auf ein erhöhtes Angebot auf.

Deutsche Familienversicherung brechen ein 

Für die Aktie der Deutschen Familienversicherung geht es dagegen um 35 Prozent nach unten. Kurz vor Jahresschluss hatte das Unternehmen den Kapitalmarkt darüber informiert, dass die DFV nicht mehr Erstversicherer und IT-Dienstleister im CareFlex-Konsortium ist, allerdings die Rolle des Rückversicherers übernimmt. "CareFlex war die große Wachstumsstory des Unternehmens", so ein Marktteilnehmer. Sie dürfte der Grund für einige Investoren gewesen sein, hier einzusteigen.

Die Kunstwährung Bitcoin startet volatil ins neue Jahr. Zeitweise wurde sie bei rund 33.500 Dollar gehandelt, in der Zwischenzeit ist sie unter 30.000 gefallen. Investoren zieht es zu der Kryptowährung, da sich der Dollar abgeschwächt hat und die US-Notenbank die Zinsen voraussichtlich mehrere Jahre nahe Null belassen wird. Zudem tragen bekannte Namen zur Attraktivität von Bitcoin bei. Für den jüngsten Aufwärtsschub sorgte auch die Entscheidung des Bezahldienstes Paypal, sich für den Handel mit Kryptowährungen zu öffnen.

=== 
Aktienindex                 zuletzt  +/- %  absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50              3.602,09   1,39    49,45       1,39 
Stoxx-50                   3.157,20   1,57    48,90       1,57 
DAX                       13.889,35   1,24   170,57       1,24 
MDAX                      31.169,61   1,21   373,35       1,21 
TecDAX                     3.259,37   1,45    46,60       1,45 
SDAX                      14.919,64   1,05   154,75       1,05 
FTSE                       6.632,98   2,67   172,46       0,00 
CAC                        5.643,20   1,65    91,79       1,65 
 
Rentenmarkt                 zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite         -0,61           -0,03      -0,85 
US-Zehnjahresrendite           0,93            0,01      -1,75 
 
DEVISEN               zuletzt      +/- %  Mo, 8:00 Uhr  Mi, 17:31  % YTD 
EUR/USD                1,2298     +0,52%        1,2255     1,2288  +3,2% 
EUR/JPY                126,45     +0,14%        126,23     126,93  +2,7% 
EUR/CHF                1,0811     -0,00%        1,0824     1,0854  +2,5% 
EUR/GBP                0,8985     +0,33%        0,8956     0,9038  +2,9% 
USD/JPY                102,82     -0,38%        103,02     103,30  -0,5% 
GBP/USD                1,3686     +0,19%        1,3679     1,3596  +0,3% 
USD/CNH (Offshore)     6,4479     -0,74%        6,4483     6,5075  -0,8% 
Bitcoin 
BTC/USD             30.206,25     -9,00%     33.348,75  28.135,00  +3,2% 
 
ROHOEL                zuletzt  VT-Settl.         +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex               48,88      48,52         +0,7%       0,36  +0,7% 
Brent/ICE               52,54      51,80         +1,4%       0,74  +1,6% 
 
METALLE               zuletzt     Vortag         +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)          1.935,13   1.898,60         +1,9%     +36,53  +1,9% 
Silber (Spot)           27,32      26,40         +3,5%      +0,92  +3,5% 
Platin (Spot)        1.108,35   1.070,90         +3,5%     +37,45  +3,5% 
Kupfer-Future            3,60       3,51         +2,5%      +0,09  +2,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

January 04, 2021 06:31 ET (11:31 GMT)

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