Anzeige
Mehr »
Sonntag, 15.02.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
FRIEDLANDS 10.000-JAHRE-SCHOCK: Der Kupfer-Engpass hat begonnen
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
817 Leser
Artikel bewerten:
(7)

MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Sieg der Demokraten sorgt für Sektorrotation

DJ MÄRKTE EUROPA/Sehr fest - Sieg der Demokraten sorgt für Sektorrotation

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Angesichts eines wahrscheinlich doppelten Wahlsieges im US-Bundesstaat Georgia und der damit verbundenen Stärkung der Demokraten im Senat kam es zu kräftigen Umschichtungen. Gesucht waren Konjunktur- und Value-Werte mit der Hoffnung auf Infrastrukturmaßnahmen, verkauft wurden die Aktien von Technologieunternehmen, denen Regulierungen drohen könnten. Das Risiko, dass die Demokraten auch höhere Steuern durchsetzen könnten, wurde derweil ignoriert.

Der DAX gewann 1,8 Prozent auf 13.892 Punkte, bei 13.919 wurde ein neues Allzeithoch markiert. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 1,8 Prozent auf 3.611 nach oben. In Georgia soll laut US-Medien der demokratische Herausforderer Raphael Warnock die Wahl gewonnen haben. Bei der zweiten Stichwahl zwischen dem republikanischen Senator David Perdue und seinem demokratischen Herausforderer Jon Ossoff stand zunächst kein offizieller Sieger fest. Ossoff hat sich aber bereits zum Sieger erklärt. Damit wäre der demokratische Siegeszug vollständig.

Risiko höherer Steuern in den USA überschaubar 

Ein sogenannter "Blue Sweep" mit einem Sieg der Demokraten in Georgia könnte nach Einschätzung von Holger Schmieding, Chefvolkswirt bei Berenberg, die Diskussion über kommende US-Steuererhöhungen wiederbeleben. Er hält es allerdings für unwahrscheinlich, dass die neue Finanzministerin Janet Yellen eine Politik verfolgen wird, die die Erholung der US-Wirtschaft abwürgen könnte. Angesichts ihrer "taubenhaften" Neigung dürfte ihr Fokus stattdessen eher auf mehr Stimulierung der Wirtschaft liegen.

Ein demokratischer Sieg hätte nach Einschätzung der Deutschen Bank positive Wachstumswirkungen. "Unsere US-Ökonomen glauben, dass ein demokratischer Senat wahrscheinlich zu einem weiteren großen fiskalischen Stimuluspaket führen würde, das wohl auch einige Prioritäten der neuen Administration wie Infrastrukturprojekte enthalten würde", hieß es. Das würde dann auch ein Aufwärtsrisiko für die BIP-Prognose bedeuten.

Zyklische Branchen waren gesucht. An der Spitze lag der Bankensektor mit einem Aufschlag von 5,5 Prozent. Hier stützten auch steigende Renditen an den Anleihemärkten. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen hat erstmals seit März wieder die Marke von 1,0 Prozent zurückerobert. Hintergrund ist die Erwartung zusätzlicher Konjunkturprogramme in den USA, falls Joe Biden "durchregieren" kann.

Sehr fest präsentierte sich auch der Ölsektor mit Aufschlägen von 3,8 Prozent. Neben den bereits beschriebenen Gründen stützte auch, dass sich die Opec+ auf eine nur leichte Erhöhung der Fördermengen geeinigt hat. Die Drosselung der gesamten Fördermenge um 7,2 Millionen Barrel im Januar soll auf 7,125 Millionen Barrel im Februar und 7,05 Millionen Barrel im März zurückgefahren werden. Für Rohstoffaktien ging es im Schnitt um 4,1 Prozent nach oben.

Greggs nach Zahlen fest 

Neben Techwerten (minus 0,6 Prozent) ging es für Autotitel um 0,9 Prozent nach unten. Auf Gesamtjahressicht deutet sich vor allem aufgrund der Corona-Krise eines der schwächsten Jahre seit fast einem Jahrzehnt auf dem US-Automarkt an. Auf Basis der bisher veröffentlichten Absatzzahlen der einzelnen Hersteller rechnen Analysten mit Gesamtjahresverkäufen von 14,4 bis 14,6 Millionen. Daimler verloren 0,8 Prozent, während es für VW nur um 0,2 Prozent nach oben ging. Continental gaben 1,1 Prozent nach.

Mit der Aktie von Greggs ging es in London um 7,9 Prozent nach oben. Für die Analysten der UBS sind die Umsätze höher als erwartet ausgefallen und der Vorsteuerverlust dagegen geringer. Die starke Gewinnentwicklung im zweiten Halbjahr spiegele die Unterstützung der Regierung durch Steuererleichterungen sowie die allgemein höhere Gewichtung der Profitabilität wider. Die deutlich oberhalb der Erwartung ausgefallene Netto-Cash-Position für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 37 Millionen Pfund zeige, dass Greggs weiterhin gut für eine Erholung positioniert sei.

=== 
Index                  Schluss-  Entwicklung   Entwicklung  Entwicklung 
                          stand      absolut         in %          seit 
                                                           Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50          3.611,08       +63,23         +1,8%        +1,6% 
Stoxx-50               3.166,78       +48,34         +1,6%        +1,9% 
Stoxx-600                406,41        +5,47         +1,4%        +1,9% 
XETRA-DAX             13.891,97      +240,75         +1,8%        +1,3% 
FTSE-100 London        6.841,86      +229,61         +3,5%        +2,3% 
CAC-40 Paris           5.630,60       +66,00         +1,2%        +1,4% 
AEX Amsterdam            639,16        +5,54         +0,9%        +2,3% 
BEL-20 Bruessel        3.719,01       +71,80         +2,0%        +2,7% 
BUX Budapest          43.085,06      +650,76         +1,5%        +2,3% 
ISE NAT. 30 Istanbul   1.657,67       +17,28         +1,1%        +1,3% 
OMXC-20 Kopenhagen     1.457,48        -8,54         -0,6%        -0,5% 
PSI 20 Lissabon        5.008,53      +159,79         +3,2%        +5,5% 
IBEX-35 Madrid         8.350,30      +258,80         +3,2%        +3,4% 
FTSE-MIB Mailand      22.734,32      +533,72         +2,4%        -0,1% 
RTS Moskau             1.436,71       +10,60         +0,7%        +3,6% 
OBX Oslo                 867,05       +14,98         +1,8%        +1,0% 
PX  Prag               1.037,52        +9,85         +1,0%        +1,0% 
ATX Wien               2.873,12       +73,42         +2,6%        +0,7% 
SMI Zuerich           10.747,08       +52,99         +0,5%        +0,4% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/raz

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2021 12:16 ET (17:16 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Favoritenwechsel - diese 5 Werte sollten Anleger im Depot haben!
Das Börsenjahr 2026 ist für viele Anleger ernüchternd gestartet. Tech-Werte straucheln, der Nasdaq 100 tritt auf der Stelle und ausgerechnet alte Favoriten wie Microsoft und SAP rutschen zweistellig ab. KI ist plötzlich kein Rückenwind mehr, sondern ein Belastungsfaktor, weil Investoren beginnen, die finanzielle Nachhaltigkeit zu hinterfragen.

Gleichzeitig vollzieht sich an der Wall Street ein lautloser Favoritenwechsel. Während viele auf Wachstum setzen, feiern Value-Titel mit verlässlichen Cashflows ihr Comeback: Telekommunikation, Industrie, Energie, Pharma – die „Cashmaschinen“ der Realwirtschaft verdrängen hoch bewertete Hoffnungsträger.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Aktien vor, die genau in dieses neue Marktbild passen: solide, günstig bewertet und mit attraktiver Dividende. Werte, die nicht nur laufende Erträge liefern, sondern auch bei Marktkorrekturen Sicherheit bieten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Value-Zug 2026 endgültig abfährt!

Dieses exklusive PDF ist nur für kurze Zeit gratis verfügbar.
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.