Anzeige
Mehr »
Samstag, 08.08.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Schwere Seltene Erden: Entsteht hier die nächste Milliardenstory?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
319 Leser
Artikel bewerten:
(1)

SPD-Fraktion stellt gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Zentrum

DJ SPD-Fraktion stellt gesellschaftlichen Zusammenhalt ins Zentrum

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)---Die SPD-Fraktion hat bei einer Klausurtagung Schwerpunkte für das Wahljahr 2021 benannt, zu denen ein Neustart der transatlantischen Beziehungen, ein öffentlicher Gesundheitsdienst und ein Bundesgesundheitsamt sowie eine "Investitionsallianz" gehören. "Eines können wir aus der Krise ganz bestimmt lernen: Wenn wir zusammenhalten, geht alles besser", heißt es in einem Positionspapier mit dem Titel "Zukunft entsteht aus Zusammenhalt", das die Fraktion bei ihrer virtuellen Tagung beschloss. "In diesem Sinne starten wir in das Jahr 2021."

Der Angriff von hunderten gewaltbereiten Trump-Anhängern auf das Kapitol in Washington sei "ein tiefer Einschnitt in der Geschichte der USA". Mit der Wahl Joe Bidens sei eine enge und auf Vertrauen bauende Zusammenarbeit wieder möglich. Mit der Biden-Administration bestehe die große Chance, den Multilateralismus, die regelbasierte internationale Ordnung wieder mit Leben zu erfüllen. "Nach vier Jahren Chaos unter Trump muss die Architektur der multilateralen Abrüstungspolitik wieder gestärkt werden", so die SPD. Nötig sei "eine abrüstungs- und rüstungskontrollpolitische Offensive".

Der nun wieder mögliche, enge Schulterschluss schaffe die Grundlagen für einen "transatlantischen New Deal". Zentral dabei sei neben der gemeinsamen Bekämpfung der akuten Pandemie-Krise auch die gemeinsame Bekämpfung der Klimakrise und die enge Partnerschaft in Schlüsselbereichen wie erneuerbaren Energien und nachhaltiger Mobilität. Gleichzeitig brauche man ein abgestimmtes multilaterales Vorgehen in der Handelspolitik.

Mehr Kompetenzen für den Bund 

Die Fraktion forderte auch einen öffentlichen Gesundheitsdienst als dritte Säule der Gesundheitsversorgung neben ambulanter und stationärer Versorgung. "Wir wollen, dass der Bund mehr Kompetenzen erhält und schlagen neben einer generellen Rahmenkompetenz die Neueinrichtung eines Bundesgesundheitsamtes vor", erklärten die Abgeordneten zudem.

Auch sollen die notwendigen Beschlüsse fallen, "damit Unternehmen nach der Krise schnell wieder Fuß fassen und Menschen in ihre Jobs zurückkehren können". Wer Investitionen wieder zurückdrehen oder den Sozialstaat abbauen wolle, müsse mit Widerstand rechnen. Um eine Investitionspolitik aus einem Guss von Bund, Ländern und Kommunen zu erreichen, sollen darüber hinaus in einer "Investitionsallianz" Leitlinien festgelegt werden. In Europa soll der Wiederaufbaufonds zudem eine "Blaupause" werden, um die EU-Wirtschafts- und Investitionspolitik dauerhaft zu stärken.

Verteilungsgerechtigkeit herzustellen, sei eine Aufgabe des Staates, betonten die Sozialdemokraten. "Sie kann aber nur gelingen, wenn wir unsere Wettbewerbsfähigkeit insbesondere in unseren Leitindustrien wie Automobil, Maschinenbau oder Chemie erhalten." Große Wachstumschancen lägen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Man setze auf Technologieoffenheit, wolle aber gleichzeitig gezielt fördern: Wasserstoff-, Brennstoff- und Batteriezellen-, aber auch Nanotechnologien.

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich betonte bei einer Pressekonferenz die Notwendigkeit, "Zukunftsinvestitionen" zu unterstützen. "Alles, was wir unternehmen können von Seiten eines starken Staates, wollen wir nutzen - auch nach der Pandemie", sagte er. Laut dem Papier will die SPD-Fraktion auch die Innovationsförderung erhöhen und die Start-up-Finanzierung ausbauen. Insgesamt soll demnach stärker das Motto "Faire Arbeit, faire Löhne" gelten. "Wir wollen Tariffähigkeit herstellen", kündigte Mützenich in dem Kontext an.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/sha

(END) Dow Jones Newswires

January 08, 2021 11:03 ET (16:03 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir fünf Aktien, bei denen die Abwärtsrisiken besonders hoch sind – und wo sich Gewinnmitnahmen oder sogar Short-Strategien anbieten könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor die Korrektur Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.