DJ Ifo-Institut: Autoindustrie erwartet bessere Geschäfte
Von Andreas Kißler
MÜNCHEN/BERLIN (Dow Jones)--Die Geschäfte der deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer laufen derzeit nach einer Umfrage des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung "eher durchschnittlich bis schlecht". Im Januar stieg die Beurteilung der aktuellen Lage nur etwas auf minus 7,5 Punkte, nach minus 8,5 Punkten im Dezember, habe die neueste Erhebung des Instituts ergeben. Die Erwartungen stiegen demnach geringfügig auf plus 11,6 Punkte, nach plus 11,2 Punkten im Dezember.
"Die Autobauer sind vorsichtig optimistisch, dass die Nachfrage nach dem Lockdown wieder anziehen wird. Auch dafür werden gegenwärtig die Lager wieder gefüllt", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Die Produktion sei zuletzt leicht rückläufig gewesen und solle in den kommenden drei Monaten tendenziell konstant gehalten werden. Vom Auslandsgeschäft erwarten die Unternehmen laut den Angaben im Moment keine weiteren Impulse. Die Branche werde weiter Arbeitsplätze abbauen. Der Job-Indikator stieg deshalb nur leicht auf minus 33,0 Punkte. "Der zweite Lockdown hat die Nachfragedynamik deutlich abgebremst", erklärte das Institut. Dennoch habe der Auftragsbestand zugenommen. Der Indikator stieg auf 13,0 Punkte, nach 7,2 im Dezember. Der Bestand im Fertigwarenlager sei etwas größer als saisonüblich. Der Indikator stieg deutlich auf plus 6,6 Punkte, nach minus 5,2 im Dezember.
Auf die Frage, warum sie ihre Produktion einschränkten, gaben nur 16 Prozent an, zu wenig Aufträge zu haben. Im Januar 2020 waren es noch 26 Prozent und im April 61 Prozent. Die Kapazitäten sind laut der Umfrage zu 84 Prozent ausgelastet. Im April 2020 mit dem ersten Lockdown war die Auslastung auf 46 Prozent gefallen, so das Institut.
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February 02, 2021 02:52 ET (07:52 GMT)
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