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XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Rekordjagd - Adidas nach Zahlen gesucht

DJ XETRA-SCHLUSS/DAX bleibt auf Rekordjagd - Adidas nach Zahlen gesucht

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt war auch am Mittwoch in Rallylaune. Der DAX gewann 0,7 Prozent auf 14.540 Punkte, bei 14.561 wurde ein neues Allzeithoch markiert. Die Anleger gehen fest davon aus, dass das US-Konjunkturprogramm durchgewunken wird. Für Erleichterung sorgte auch die Bekanntgabe der jüngsten US-Verbraucherpreise. Diese sind zwar wie im Konsens erwartet ausgefallen, allerdings hatten einige Beobachter befürchtet, dass die Preise überschießen könnten, was wiederum zur Belastung für die Anleihemärkte und Aktienmärkte hätte werden können.

Adidas-Dividende erfreut 

Nach Vorlage der Zahlen ging es für die Aktie von Adidas um 2,8 Prozent nach oben. Positiv stellten die Analysten von Baader den Dividendenvorschlag heraus, mit 3 Euro übertreffe er die Prognose der Analysten von 1 Euro sowie die Konsenserwartungen von 1,94 Euro erheblich. Der Sportartikel-Hersteller hat im Schlussquartal 2020 zwar deutlich weniger verdient aber den währungsbereinigten Umsatz leicht gesteigert. Unter anderem spürte der Konzern die erneute Verschärfung coronabedingter Ladenschließungen im November und Dezember.

Gut kamen die neuen Mittelfristziele von Bayer an. Bernstein sieht nun Aufwärtsrevisionbedarf bei den Marktschätzungen für Umsatz sowie Margen. Allerdings dürfte auch die Nettoverschuldung höher ausfallen als bislang erwartet. Bayer gewannen 2,7 Prozent. Nach einer Kaufempfehlung der Citigroup gewannen Deutsche Telekom 5,1 Prozent.

Infineon verloren dagegen 3,9 Prozent. Grundsätzlich sei Infineon ein Profiteur der Elektrifizierung des Automobilsektors, hieß es im Handel, allerdings leide das Unternehmen aktuell unter dem akuten Chipmangel.

Der Stahlhändler Klöckner & Co (+1,5%) hat vergangenes Jahr wegen Belastungen aus der Corona-Pandemie und Restrukturierungskosten erneut einen Millionenverlust verzeichnet. Gegenüber dem Vorjahr verdoppelte sich der Nettoverlust. Für das laufende Jahr zeigte sich der Konzern jedoch optimistisch. Die anziehende Nachfrage und das aktuell hohe Preisniveau sollen 2021 zu einem sehr deutlich verbesserten operativen Ergebnis führen.

Brenntag hat sich laut DZ Bank im Umfeld der Covid-19-Krise überraschend gut geschlagen. Mit dem robusten Geschäftsmodell habe das Unternehmen 2020 ein organisches EBITDA-Wachstum von 6 Prozent, im vierten Quartal sogar von 14 Prozent erreicht. Die kräftigen Cashflows spiegelten sich in einem überraschend hohen Dividendenvorschlag von 1,35 Euro wider. Brenntag gewannen 4,6 Prozent.

LPKF-CEO geht bereits Ende April - Aktie fällt 

"Diese Nachricht kommt überraschend", so ein Marktteilnehmer zu der Meldung, dass der LPKF-CEO Bendele das Unternehmen bereits Ende April 2021 verlässt. Bendele habe LPKF neu aufgestellt und die Investoren mit seiner Strategie in den Bann gezogen. Die Bewertung der Aktie sei hoch und vor allem auf die Hoffnung für zukünftiges Geschäft gegründet. LPKF verloren 4,1 Prozent.

=== 
INDEX          zuletzt   +/- %  +/- % YTD 
DAX          14.540,25  +0,71%     +5,99% 
DAX-Future   14.526,00  +0,46%     +6,36% 
XDAX         14.529,15  +0,57%     +6,29% 
MDAX         31.571,28  -0,17%     +2,52% 
TecDAX        3.305,79  -0,05%     +2,90% 
SDAX         15.201,10  +0,00%     +2,95% 
zuletzt              +/- Ticks 
Bund-Future     171,30       5 
 
Index   Gewinner  Verlierer  unv.  Umsatz Mio Euro  Mio Aktien  Vortag 
DAX           20         10     0          4.526,9        95,7   107,9 
MDAX          27         33     0          1.113,3        49,5    57,8 
TecDAX         9         21     0          1.299,2        54,8    48,0 
SDAX          35         33     2            238,4        10,9    12,4 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mpt/err

(END) Dow Jones Newswires

March 10, 2021 11:54 ET (16:54 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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