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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester bei ruhigem Geschäft

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester bei ruhigem Geschäft

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen halten am Montagmittag an den kleinen Aufschlägen fest. Von dünnen Umsätzen und fehlenden Anschlusskäufen ist im Handel die Rede. Die Liquidität habe deutlich nachgelassen. Weiter im Fokus steht die Zinsentwicklung und liefert aktuell einen leicht positiven Impuls für Aktien: Die zehnjährige US-Rendite gibt leicht nach, liegt mit 1,63 Prozent aber weiter am Jahreshoch, und auch die zehnjährige deutsche Rendite sinkt leicht.

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz mit historisch schlechten Ergebnissen der CDU spielen zunächst keine Rolle. Wie die Berenberg anmerkt, habe bei dem Wahlausgang die derzeitige Unzufriedenheit über den Pandemieverlauf in Deutschland eine Rolle gespielt. Allerdings scheine die Sehnsucht der Wähler nach einem grundsätzlichen politischen Wandel begrenzt. Der DAX gewinnt 0,1 Prozent auf 14.514 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent auf 3.844 Punkte nach oben.

Wichtige Konjunkturdaten stehen nicht an, am Nachmittag wird in den USA der Empire State Manufacturing Index vorgelegt. Im Wochenverlauf stehen dann die Ergebnisse der Sitzung der US-Notenbank am Mittwoch im Fokus mit der Frage, ob und wie die Notenbanker auf den Anstieg der Renditen reagieren.

Reiseaktien weiter hoch 

Kräftig nach oben geht es mit Aktien der Reisebranche. Der Sektorindex gewinnt 2,6 Prozent und ist Tagessieger. Tui legen 0,6 und On the Beach 1,8 Prozent zu. Lufthansa gewinnen 1,6 Prozent. Die Branchenwerte profitieren davon, dass Mallorca trotz steigender Infektionszahlen von Deutschland von der Liste der Risikogebiete gestrichen wurde. Die Lufthansa-Tochter Eurowings plant zu Ostern deswegen 300 Zusatzflüge nach Mallorca.

Gesucht sind auch Auto- und Einzelhandelsaktien, die von der Aussicht auf eine Konjunkturbelebung profitieren. Continental, Daimler, VW und BMW legen bis zu 2,6 Prozent zu.

In Paris springen Danone um 4,3 Prozent. Hier kommt der Rücktritt von Unternehmenschef Emmanuel Faber gut an. Faber hatte bereits Anfang des Monats auf Forderungen von Aktionären nach Veränderungen in Unternehmensführung und Strategie erklärt, er werde sich als CEO zurückziehen. Nun gibt er aber sämtliche Ämter ab, auch den Posten als Chairman.

Flutter gewinnen 7,1 Prozent. Kurstreiber sind Pläne des Glücksspielbetreibers mit den Marken Paddy Power und Betfair, einen kleinen Anteil an seinem US-Geschäft Fanduel an die Börse zu bringen.

Hypoport stark unter Druck 

Die Ergebnisse 2020 von Grand City Properties lägen leicht unter den Erwartungen, so die Analysten von Jefferies. Das Wohnimmobilienunternehmen übertreffe mit der Prognose für 2021 geringfügig ihre Schätzung, liege aber unter dem Konsens. Grand City verlieren 1,4 Prozent.

Astrazeneca (+0,4%) zeigen sich unbeeindruckt davon, dass es weitere Stopps bei den Impfkapmagnen mit dem Impfstoff von Astrazeneca gibt. Nach Dänemark, Norwegen und Bulgarien haben nun auch Irland und zuletzt die Niederlande den Impfstoff erst einmal ausgesetzt.

Abwärts geht es für Hypoport (-11,6%). Der Finanzdienstleister rechnet nach deutlichen Zuwächsen im abgelaufenen Jahr gleichwohl auch in diesem Jahr und darüber hinaus mit erheblichem Wachstum. "Der Ausblick ist solide, aber das Unternehmen geht nach einer Phase sehr starken Wachstums nun in eine Phase normaleren Wachstums über", so ein Händler. "Für die ersten Anleger ist die Story nun erst einmal zur Genüge gespielt, sie nehmen Geld vom Tisch", sagt er.

=== 
Aktienindex              zuletzt      +/- %     absolut  +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50           3.844,12       0,28       10,76       8,20 
Stoxx-50                3.270,36       0,29        9,54       5,21 
DAX                    14.513,84       0,08       11,45       5,80 
MDAX                   31.807,24       0,09       27,96       3,28 
TecDAX                  3.339,03       0,29        9,59       3,93 
SDAX                   15.325,72      -0,47      -72,12       3,80 
FTSE                    6.779,41       0,27       17,94       4,66 
CAC                     6.063,45       0,28       16,90       9,22 
 
Rentenmarkt              zuletzt                absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite      -0,31                   0,00      -0,55 
US-Zehnjahresrendite        1,63                   0,00      -1,05 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %    Mo, 8:10  Fr, 17:52   % YTD 
EUR/USD                   1,1930     -0,15%      1,1933     1,1954   -2,3% 
EUR/JPY                   130,19     -0,10%      130,35     130,10   +3,2% 
EUR/CHF                   1,1080     -0,23%      1,1104     1,1093   +2,5% 
EUR/GBP                   0,8569     -0,13%      0,8573     0,8586   -4,1% 
USD/JPY                   109,13     +0,04%      109,24     108,83   +5,7% 
GBP/USD                   1,3922     -0,01%      1,3919     1,3923   +1,9% 
USD/CNH (Offshore)        6,5058     +0,09%      6,5084     6,4950   +0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD                56.338,86     -6,37%   58.150,30  57.402,00  +93,9% 
 
ROHÖL                    zuletzt  VT-Settl.       +/- %    +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex                  65,50      65,61       -0,2%      -0,11  +34,5% 
Brent/ICE                  69,18      69,22       -0,1%      -0,04  +33,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag       +/- %    +/- USD   % YTD 
Gold (Spot)             1.731,20   1.728,01       +0,2%      +3,20   -8,8% 
Silber (Spot)              26,11      26,06       +0,2%      +0,05   -1,1% 
Platin (Spot)           1.219,10   1.205,70       +1,1%     +13,40  +13,9% 
Kupfer-Future               4,13       4,15       -0,4%      -0,02  +17,3% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2021 07:55 ET (11:55 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
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