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MÄRKTE ASIEN/Fed-Aussagen machen Kauflaune - Sydney im Minus

DJ MÄRKTE ASIEN/Fed-Aussagen machen Kauflaune - Sydney im Minus

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Erneut im Bann der Wall Street stehen die Aktienmärkte in Ostasien am Donnerstag. Nach den "taubenhaften" Äußerungen von US-Notenbank-Chef Jerome Powell hatten sich die Anleger dort ermutigt gezeigt und Aktien gekauft, während der Dollar unter Druck geriet. Powell sicherte die Unterstützung der Wirtschaft zu, bis sie sich von den Corona-Folgen erholt habe. Zuvor gehegte Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet, denn die Währungshüter ließen sich von den höheren Anleiherenditen nicht zu einer Kursänderung ihrer extrem lockeren Geldpolitik mit sehr niedrigen Zinsen verleiten.

In Japan steigt der Nikkei-225 um 0,9 Prozent auf 30.176 Punkte, allerdings schmolzen deutlich höhere Gewinne am Gesamtmarkt im Tagesverlauf ab. Dabei könnte auch der mit der Dollarschwäche festere Yen etwas bremsend wirken. Hinzu kommt, dass laut einem Bericht die Bank of Japan auf ihrer Sitzung am morgigen Freitag eine Ausweitung ihrer Zielspanne für die Renditen diskutieren könnte - dies wird als denkbarer Auftakt für höhere Leitzinsen gedeutet. Während dies die Euphorie am Aktienmarkt dämpft, profitieren Bankentitel von der Spekulation. Mitsubishi UFJ Financial Group verteuern sich um 4,9 Prozent und Sumitomo Mitsui Financial Group um 3,7 Prozent.

Am südkoreanischen Markt (+0,7 Prozent) hat die Aktie des Impfstoffherstellers SK Bioscience ein überzeugendes Debüt hingelegt und das Tageslimit von plus 30 Prozent erreicht. Dies befördere die Stimmung auch am Gesamtmarkt, heißt es.

Angeführt werden die Börsen der Region vom Hongkonger Markt, wo der HSI um 1,5 Prozent vorrückt. Neben Seoul und Tokio gilt Hongkong als Börsenplatz, der besonders stark den Wall-Street-Vorgaben folgt. Der Schanghaier Markt reiht sich mit einem Plus von einem halben Prozent eher in den Gesamttrend in Ostasien ein.

Dagegen zeigte sich die Börse in Sydney (-0,7%) gegen die Tendenz leichter. Zwar gab es starke Daten vom Arbeitsmarkt, die bereits wieder das Vor-Corona-Niveau erreichten; doch forcierten diese zugleich den Anstieg der Anleiherenditen, und auch der Austral-Dollar verteuerte sich noch weiter nach dem Abwärtsschub des US-Dollar. Lediglich Konsumgüter-, Energie- und Rohstoffwerte konnten sich dem Abverkauf entziehen, wie Händler sagten.

=== 
Index (Börse)            zuletzt      +/- %      % YTD       Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)    6.745,90     -0,73%     +2,41%      06:00 
Nikkei-225 (Tokio)     30.175,55     +0,87%     +9,03%      07:00 
Kospi (Seoul)           3.070,19     +0,74%     +6,85%      07:00 
Schanghai-Comp.         3.068,53     +0,59%     -0,21%      08:00 
Hang-Seng (Hongk.)     29.468,90     +1,50%     +6,57%      09:00 
Straits-Times (Sing.)   3.143,56     +1,09%     +9,20%      10:00 
KLCI (Malaysia)         1.632,02     +0,43%     -0,20%      10:00 
 
DEVISEN                  zuletzt      +/- %      00:00   Mi, 8:12    % YTD 
EUR/USD                   1,1967      -0,1%     1,1979     1,1904    -2,0% 
EUR/JPY                   130,26      -0,1%     130,40     129,92    +3,3% 
EUR/GBP                   0,8574      -0,0%     0,8578     0,8557    -4,0% 
GBP/USD                   1,3957      -0,1%     1,3964     1,3912    +2,1% 
USD/JPY                   108,86      +0,0%     108,86     109,14    +5,4% 
USD/KRW                  1124,60      +0,2%    1121,80    1129,88    +3,6% 
USD/CNY                   6,4947      -0,1%     6,5041     6,5012    -0,5% 
USD/CNH                   6,4930      +0,1%     6,4869     6,5028    -0,2% 
USD/HKD                   7,7648      -0,0%     7,7656     7,7664    +0,2% 
AUD/USD                   0,7827      +0,3%     0,7801     0,7734    +1,6% 
NZD/USD                   0,7247      +0,1%     0,7241     0,7184    +0,9% 
Bitcoin 
BTC/USD                59.022,25      +1,1%  58.395,50  56.194,75  +103,2% 
 
ROHOEL                   zuletzt  VT-Settl.      +/- %    +/- USD    % YTD 
WTI/Nymex                  64,28      64,60      -0,5%      -0,32   +32,0% 
Brent/ICE                  67,63      68,00      -0,5%      -0,37   +30,8% 
 
METALLE                  zuletzt     Vortag      +/- %    +/- USD    % YTD 
Gold (Spot)             1.751,37   1.747,62      +0,2%      +3,75    -7,7% 
Silber (Spot)              26,52      26,36      +0,6%      +0,16    +0,5% 
Platin (Spot)           1.218,85   1.218,03      +0,1%      +0,83   +13,9% 
Kupfer-Future               4,11       4,12      -0,4%      -0,01   +16,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/raz/gos

(END) Dow Jones Newswires

March 18, 2021 01:48 ET (05:48 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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