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Wie geht es mit den Aktienmärkten im II. Quartal 2021 weiter?

Die Zutaten für weiter stabile Aktienmärkte sind vorhanden. Mit Impffortschritten verringern sich die Corona-Risiken und vergrößern sich die Wirtschaftschancen. Das dynamische Wachstum in Asien und Amerika kommt den Exportwerten Europas ohnehin zugute. Zwar wächst mit der Konjunktur auch die Inflation, der Angstgegner der Aktien. Und dennoch wird der Falke nicht die Taube als Wappentier der Notenbanken verdrängen.

Die Hegemone sind Stehaufmännchen

Die US-Regierung kleckert nicht, sie klotzt. Das neue Konjunkturprogramm über insgesamt bis zu vier Bio. US-Dollar ist de facto eine Kernsanierung Amerikas. In einer ersten von zwei Stufen sollen mit Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 2,25 Bio. Straßen, Brücken, Wasserwege und Dämme bis 2030 runderneuert sowie die Zukunftsthemen Netzausbau und Klimawandel beherzt vorangetrieben werden. Eine dann verbesserte Logistik und Infrastruktur sowie moderne Umweltstandards werden ein langfristig positives Investitionsklima schaffen und zukünftigen Wohlstand beflügeln. Da kann man in Deutschland nur neidisch werden.

Schätzungsweise eine Bio. sind in der zweiten Stufe für Investitionen in die "soziale Infrastruktur" vorgesehen. Diese konsumstimulierende Summe könnte zwar geringer ausfallen, da weder Republikaner noch mancher Demokrat glühende Anhänger von Sozialausgaben sind. Immerhin dürften dann aber auch die Steuererhöhungen für Unternehmen weniger stark - also nicht wie geplant von 21 auf 28 Prozent - ausfallen, die der Gegenfinanzierung dienen.

China setzt mit der Fokussierung auf Stärkung der Binnenkonjunktur klar auf eine nachhaltige und stabile Wachstumsstory. Davon werden ebenso die Anrainerstaaten profitieren.

Deutschland als Nabel der Weltwirtschaft

Selbst in der Eurozone nimmt die konjunkturelle Stimmung Fahrt auf. Vor allem Deutschland zeigt sich dynamisch.

Die voranschreitende Genesung der Weltwirtschaft stimmt deutsche Exporteure so optimistisch wie seit 10 Jahren nicht mehr. Vor allem Elektroindustrie, Maschinenbau und Automobilsektor rechnen mit einer starken Auslandsnachfrage.

So sendet die Lockdown-geplagte deutsche Wirtschaft laut ifo Geschäftsklimaindex klare Lebenzeichen. Setzt man ifo Geschäftslage und -erwartungen zueinander in Beziehung, hat sie sich aus der Zyklusphase "Abschwung" in den "Boom" vorgearbeitet. Allerdings könnte sich mit der vorerst reduzierten Verwendung des Impfstoffes von AstraZeneca die Wiedereröffnungen von Handel und Dienstleistungen etwas verschieben. Doch verschoben ist nicht aufgehoben.

Zinswende? Nominal ja, real nein

Auch markante Preisaufschläge bei Rohstoffen beweisen die Konjunkturdynamik. Flankiert von einer sich freisetzenden Kaufwelle sorgt das für viel Dampf im Inflations-Kessel. Im Trend steigen die Inflationserwartungen in den USA und der Eurozone weiter.

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© 2021 marktEINBLICKE
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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