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MÄRKTE USA/Robuste Konjunkturdaten helfen bei Erholung

DJ MÄRKTE USA/Robuste Konjunkturdaten helfen bei Erholung

Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Mit Unterstützung ermutigender US-Konjunkturzahlen zeigen sich die Anleger an der Wall Street zum Wochenausklang von dem reflexartigen Schrecken erholt, den ihnen am Donnerstag ein Bericht über Pläne der US-Regierung zur Erhöhung der Kapitalertragssteuer eingejagt hatte.

Die Aktivität in der US-Wirtschaft hat sich im April beschleunigt, sowohl im Industriebereich wie auch im Dienstleistungsgewerbe. Auch vom Immobilienmarkt kamen erneut sehr starke Zahlen mit Neubauverkäufen, die so schnell zulegten wie zuletzt 2006.

Zur Mittagszeit in New York liegt der Dow-Jones-Index 0,5 Prozent höher bei 33.985 Punkten und hinkt damit den anderen Indizes deutlich hinterher. Grund ist das kräftige Minus der Intel-Aktie, aber auch die Verluste von Honeywell und American Express bremsen spürbar. Die anderen Indizes ziehen dagegen kräftiger an, die Nasdaq-Indizes sogar um 1,3 Prozent.

Zu den Steuerplänen heißt es unterdessen beschwichtigend, dass US-Präsident Joe Biden das in der Corona-Krise beschlossene, billionenschwere Konjunkturprogramm über Steuererhöhungen gegenfinanzieren wolle, sei bekannt gewesen; auch das Ausmaß der kolportierten Erhöhung überrasche nicht.

Bei Intel und Honeywell ist gut nicht gut genug 

Die Geschäftszahlen von Intel zum ersten Quartal sind zwar über den Erwartungen ausgefallen und der Chipriese hat auch den Ausblick etwas angehoben. Allerdings stößt Börsianern offenbar extrem negativ auf, dass das wettbewerbsintensive Servergeschäft eingebrochen ist. Als Konkurrenten gelten hier besonders AMD und Nvidia. Die Analysten der Credit Suisse warnen zudem vor höheren gewinnbelastenden Investitionen. Der Kurs sackt um rund 6 Prozent ab. Das Papier des großen Wettbewerbers AMD gewinnt 4,7 Prozent, für Nvidia geht es um 2,7 Prozent nach oben.

Honeywell hat zwar nicht so schlecht abgeschnitten wie befürchtet und zudem die Umsatzprognose angehoben. Allerdings sollen ausgerechnet margenschwache Geschäftsbereiche am stärksten zur Umsatzsteigerung beitragen. Das kommt nicht gut an; die Aktie gibt um 2,4 Prozent nach.

Mit Enttäuschung werden auch die Zahlen von American Express (-2,2%) aufgenommen. Die Kreditkartengesellschaft hat im ersten Quartal einen überraschend deutlichen Umsatzrückgang verzeichnet. Der Gewinn stieg zwar im Vergleich zum Vorjahr deutlich, doch war dies hauptsächlich der Auflösung von Rückstellungen zu verdanken.

Snap beeindruckt mit Nutzerzahlen 

Das Social-Media-Unternehmen Snap (+2,6%) beeindruckte derweil mit einer überraschend kräftig gestiegenen Nutzerzahl. Umsatz und Ergebnis fielen besser aus als erwartet.

Bei Skyworks Solutions (+4,0%) und Silicon Laboratories (+7,5%) sorgt für Bewegung, dass Skyworks das Infrastruktur- und Automobilgeschäft von Silicon Laboratories kaufen will - die Transaktion hat einen Umfang von 2,75 Milliarden Dollar.

Dollar fällt 

Am Devisenmarkt geht es für den Dollar nach unten, der Dollarindex gibt um 0,4 Prozent nach. Höhere Kapitalertragssteuern in den USA würden den Greenback schwächen, meinen die Analysten der ING. Denn höhere Steuern könnten die US-Notenbank dazu veranlassen, an ihrer ultralockeren Geldpolitik noch länger festzuhalten, um die Wirtschaft zu stützen.

Das dürfte dann auch Sorgen vor einem Ausverkauf am US-Anleihemarkt lindern, mithin die Renditen niedrig halten, was ungünstig für den Dollar ist. Aktuell tut sich bei den Renditen wenig, sie verharren auf dem zuletzt gedrückten Niveau, im Zehnjahresbereich um 1,56 Prozent.

Moderat aufwärts geht es mit den starken Konjunktursignalen mit den Ölpreisen. Der Goldpreis gibt etwas nach.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        33.982,37    0,49    166,47     11,03 
S&P-500       4.176,39    1,00     41,41     11,19 
Nasdaq-Comp.    14.007,51    1,37    189,09      8,68 
Nasdaq-100     13.940,95    1,30    178,60      8,17 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,15    0,8    0,14    3,2 
5 Jahre     0,81    1,8    0,79    44,9 
7 Jahre     1,24    2,1    1,22    59,4 
10 Jahre    1,56    1,5    1,54    64,1 
30 Jahre    2,25    2,3    2,22    59,8 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Fr, 8:13 Uhr Do, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,2070   +0,44%    1,2027     1,2015  -1,2% 
EUR/JPY        130,29   +0,43%    129,79     129,86  +3,3% 
EUR/CHF        1,1044   +0,22%    1,1027     1,1027  +2,2% 
EUR/GBP        0,8717   +0,40%    0,8678     0,8680  -2,4% 
USD/JPY        107,94   -0,02%    107,93     108,08  +4,5% 
GBP/USD        1,3847   +0,04%    1,3856     1,3845  +1,3% 
USD/CNH (Offshore)   6,4916   -0,07%    6,4961     6,4876  -0,2% 
Bitcoin 
BTC/USD       50.125,87   -3,03%   49.432,03   54.466,11 +72,6% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        61,86   61,43     +0,7%      0,43 +27,2% 
Brent/ICE        65,89   65,40     +0,7%      0,49 +27,7% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.777,15  1.784,20     -0,4%     -7,06  -6,4% 
Silber (Spot)      26,02   26,18     -0,6%     -0,16  -1,4% 
Platin (Spot)    1.232,00  1.207,43     +2,0%     +24,58 +15,1% 
Kupfer-Future      4,33    4,27     +1,4%     +0,06 +23,0% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cln

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April 23, 2021 12:15 ET (16:15 GMT)

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