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MÄRKTE EUROPA/Schwach - DAX auf tiefstem Stand seit Ende März

DJ MÄRKTE EUROPA/Schwach - DAX auf tiefstem Stand seit Ende März

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Politische Spannungen in Ostasien haben an den europäischen Börsen am Dienstag im Handelsverlauf einen Schwächeanfall ausgelöst. Der DAX konnte die 15.000er Marke nicht mehr verteidigen, mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 14.856 Punkte schloss er auf dem tiefsten Stand seit Ende März. Der Euro-Stoxx-50 kam mit einem Minus von 1,9 Prozent auf 3.925 Punkte etwas besser davon. Am Markt hieß es, die chinesische Luftwaffe habe den Luftraum Taiwans verletzt. "Der DAX ist besonders stark von Exporten und auch von guten Wirtschaftsbeziehungen zu China abhängig", so ein Händler. In London notierte der FTSE-100 dagegen nur 0,7 Prozent leichter.

Allerdings trafen die Meldungen aus Ostasien auf einen bereits labilen Markt in Europa. Gute Unternehmensnachrichten konnten die Stimmung schon am Vormittag nicht mehr stützen, sondern wurden zu Gewinnmitnahmen genutzt. Begründet wurde die Nervosität am Markt vor allem mit der anhaltenden Tapering-Diskussion, also des möglichen Zurückschneidens der Anleihenkaufprogramme durch die Notenbanken. Die Anleger sind derzeit hin- und hergerissen zwischen der Aussicht auf weitreichende Lockerungen und der Sorge, dass die erwartete massive wirtschaftliche Erholung die Notenbanken zwingen wird, die geldpolitischen Zügel anzuziehen. Star-Investor Warren Buffett sieht die US-Wirtschaft in einem Kaufrausch, in dem die Konsumenten auch höhere Preise bezahlen. "Mit den zunehmenden Impfungen könnte das eine Blaupause auch für Europa sein", so ein Marktteilnehmer.

Am Nachmittag löste US-Finanzministerin Janet Yellen eine weitere Verkaufswelle aus: Sie meinte, Zinserhöhungen könnten notwendig sein, damit die US-Wirtschaft nicht überhitzt. Das drückte dann auch den Euro und den Goldpreis.

Aus technischer Sicht hat der DAX mit dem Fall auf das Tagestief von 14.846 Punkten punktgenau das Gap zwischen 14.890 und 14.845 geschlossen. Ein weiteres liegt noch bei 14.694 bis 14621 Punkten. "Das tiefere Gap sollte tunlichst offen bleiben, um nicht eine Umkehr der bis dato so positiven Börsensignallage in 2021 zu erhalten", so Holger Struck von hs-livetrading.

Rohstoff-Aktien statt Technologie 

Dem Abverkauf entziehen konnten sich die Stoxx-Branchenindizes der Rohstoff-Titel und der Ölwerte mit nahezu unveränderten Schlussständen. "Bei einer boomenden Wirtschaft mit steigenden Preisen schneiden Rohstoff-Titel fast immer überdurchschnittlich gut ab", so ein Marktteilnehmer. Zudem sei die Nachfrage nach Rohstoffen wie Kupfer ungebrochen hoch, auch wegen der Nachfrage durch die Infrastruktur-Programme. Die Marktanalysten der Commerzbank erwarten, dass zumindest auch die Preise für Nickel, Zink, Zinn und Aluminium noch weiter anziehen. Der Index der Technologie-Aktien fiel dagegen um 3,8 Prozent. "Die Branche war der Gewinner der Lockdowns, nun wird in andere Bereiche umgeschichtet, weil die Branche schon hoch bewertet ist", so der Marktteilnehmer.

Auch Internet-Handelsunternehmen wie Hellofresh oder Boohoo notierten sehr schwach. Der Kurs von Boohoo fiel um 4 Prozent. Zwar werden laut Marktteilnehmern am Mittwoch gute Geschäftszahlen zum Quartal erwartet. Auf die Stimmung drücke aber die Öffnung der Wirtschaft. Außerdem würden die ESG-Kriterien als unbefriedigend eingestuft.

Infineon und Teamviewer brechen ein - gute Zahlen stützen nicht 

Trotz guter Zahlen und einer höheren Prognose brachen Infineon um 5,9 Prozent ein. Bei Infineon hat sich die dynamische Auftragsentwicklung im zweiten Geschäftsquartal fortgesetzt. Der Chiphersteller bekam allerdings die Lieferschwierigkeiten der Branche bei den Halbleitern zu spüren, die er selbst von Auftragsfertigern bezieht. "In den meisten Anwendungsfeldern übersteigt der Bedarf das Angebot deutlich", sagte Vorstandschef Reinhard Ploss.

Der Softwarekonzern Teamviewer hat seine Prognose für das Gesamtjahr 2021 bekräftigt. So sollen die Billings in diesem Jahr auf 585 bis 605 Millionen Euro steigen. Der Umsatz soll im laufenden Jahr 525 bis 540 Millionen Euro erreichen nach 455,6 Millionen im vergangenen Jahr. Der Kurs brach um mehr als 12 Prozent ein.

Auf ein positives Echo stieß im Handel die Beilegung des jahrelangen Rechtsstreits zwischen Vivendi und Mediaset. Beide Seiten zogen alle Klagen zurück. Die Einigung erlaube es dem Management, sich wieder auf Unternehmensfragen zu konzentrieren, hieß es im Handel. Mediaset legten um 1,3 Prozent zu, Vivendi notierten 0,6 Prozent leichter.

Flugaktien weiter gefragt - Dassault Aviation hofft auf Ägypten-Auftrag 

IAG und Easyjet führten die Gewinnerliste bei den Fluggesellschaften an. Marktteilnehmer verwiesen auf die IATA. Der Luftfahrt-Verband erwartet, dass sich der Flugverkehr zwischen Großbritannien und den USA ab Ende Juni normalisiert. Easyjet stiegen um 0,3 Prozent und IAG um 0,4 Prozent. Lufthansa konnten sich knapp behaupten.

Die Aktien von Dassault Aviation gewannen in Paris 3,5 Prozent. Der Flugzeughersteller will 30 Exemplare seines beliebten Jagdflugzeugs Rafale nach Ägypten verkaufen. Das Auftragsvolumen inklusive Wartungsverträgen könnte sich auf 3,8 Milliarden bis über 4 Milliarden Euro belaufen. Frankreich soll dies über eine zehnjährige Kreditfinanzierung unterstützen.

Geberit reagierten mit Aufschlägen von 0,6 Prozent auf die Bekanntgabe besserer Erstquartalszahlen. Baader äußerte sich angetan und verwies vor allem auf das organische Wachstum von 13 Prozent sowie die EBITDA-Marge von 34,6 Prozent. Für etwas Zurückhaltung sorgte im Handel indes der vorsichtige Ausblick.

=== 
Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.             stand   absolut     in %     seit 
.                             Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50     3.924,80    -75,45    -1,9%    +10,5% 
Stoxx-50        3.357,93    -44,07    -1,3%     +8,0% 
Stoxx-600        433,65    -6,27    -1,4%     +8,7% 
XETRA-DAX       14.856,48   -379,99    -2,5%     +8,3% 
FTSE-100 London    6.923,17    -46,64    -0,7%     +7,9% 
CAC-40 Paris      6.251,75    -56,15    -0,9%    +12,6% 
AEX Amsterdam      696,98    -15,15    -2,1%    +11,6% 
BEL-20 Bruessel    3.955,01    -62,05    -1,5%     +9,2% 
BUX Budapest     44.036,18   +942,29    +2,2%     +4,6% 
OMXH-25 Helsinki    5.071,91    -67,50    -1,3%    +10,6% 
ISE NAT. 30 Istanbul  1.478,48    -4,91    -0,3%     -9,6% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.524,56    -27,72    -1,8%     +4,1% 
PSI 20 Lissabon    5.131,21    -85,89    -1,7%     +3,0% 
IBEX-35 Madrid     8.830,40    -63,30    -0,7%     +9,4% 
FTSE-MIB Mailand   23.977,53   -442,44    -1,8%     +8,6% 
RTS Moskau       1.502,58    +17,55    +1,2%     +8,3% 
OBX Oslo         950,74    -6,19    -0,6%    +10,7% 
PX Prag        1.098,74    -6,48    -0,6%     +7,0% 
OMXS-30 Stockholm   2.194,58    -37,01    -1,7%    +17,1% 
WIG-20 Warschau    2.004,04    -33,55    -1,6%     +1,0% 
ATX Wien        3.237,65    -14,10    -0,4%    +17,4% 
SMI Zuerich      10.970,93   -148,07    -1,3%     +2,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru

(END) Dow Jones Newswires

May 04, 2021 12:08 ET (16:08 GMT)

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