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MÄRKTE USA/Verluste mit Taiwan- und Zinssorgen - Nasdaq sehr schwach

DJ MÄRKTE USA/Verluste mit Taiwan- und Zinssorgen - Nasdaq sehr schwach

NEW YORK (Dow Jones)--Geopolitische Spannungen und Zinserhöhungssorgen belasten am Dienstag die Wall Street. Am Markt machen Meldungen die Runde, wonach die chinesische Luftwaffe den Luftraum Taiwans verletzt habe. Doch noch schwerer wiegt die immer lauter geführte Diskussion um geldpolitische Straffungen. Nun brachte sogar US-Finanzministerin Janet Yellen Zinserhöhungen ins Spiel, sollte die US-Konjunktur überhitzen. Und sollten in den USA tatsächlich über eine Million neuer Stellen geschaffen worden sein, würde dies die Debatte noch mehr befeuern, heißt es mit Blick auf den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag.

Doch nachdem der erste Schrecken verdaut ist, erholen sich die Indizes wieder von ihren Tagestiefs. Gegen Mittag US-Ostküstenzeit verliert der Dow-Jones-Index 0,4 Prozent auf 33.975 Punkte, S&P-500 und Nasdaq-Composite sinken um 1,2 bzw. 2,5 Prozent. Die technologielastige Nasdaq gerät mit der Zinsdebatte besonders unter Druck, denn Technologiewerte weisen einen hohen Fremdmittelanteil auf und reagieren daher besonders sensibel auf Zinserhöhungsspekulationen. "Der Markt zeigt sich vorsichtig", urteilt Marktstrategin Kristina Hooper von Invesco.

Reihenweise höhere Prognosen 

Mit den Zinssorgen verliert der Technologiesektor 3,6 Prozent und bildet damit das Schlusslicht. Apple büßen 4 Prozent ein, Microsoft 2,2 Prozent. Alphabet und Facebook sinken um 3,4 bzw. 2,7 Prozent.

Dass geldpolitische Straffungen letztlich Zeichen einer starken Konjunkturerholung sind, beweisen die Auftragseingänge der US-Industrie, die sich im März erhöht haben. Volkswirte hatten sogar auf noch etwas mehr gehofft. Aber auch auf Unternehmensseite läuft es rund. Eine Reihe von Unternehmen - Dupont, CVS Health, KKR, Pfizer und Under Armour - bestätigen die positive Entwicklung der Wirtschaft eindrucksvoll.

DuPont de Nemours lag im ersten Quartal bei Umsatz und Gewinn über den Prognosen und zeigt sich mit höheren Zielen nun optimistischer für 2021. Allerdings rechnet der Konzern mit steigenden Kosten für Rohstoffe und Transport. Die Aktie verliert 1,7 Prozent.

Ähnlich das Bild bei CVS Health, die mit höheren Prognosen auf unerwartet starke Umsatz- und Ergebniszahlen reagiert. Die Aktie der Drogeriekette und Anbieters von Gesundheitsdienstleistungen legt 4 Prozent auf ein Mehrjahreshoch zu. Die Titel von Pfizer verteuern sich um 0,2 Prozent. Der Pharmariese erwartet einen Umsatzsprung für den Corona-Impfstoff um 73 Prozent. Auch Pfizer übertraf die Ergebnisprognosen.

Und schließlich hat auch Under Armour nach Zahlenausweis die Jahresprognosen angehoben. Die Aktie dreht aber 3,9 Prozent nach unten ab, nachdem sie vorbörslich im Plus gelegen hatte. Sie hat in diesem Jahr bereits um ein Drittel zugelegt - deutlich mehr als der Gesamtmarkt. Um 0,4 Prozent geben KKR nach. Die Beteiligungsgesellschaft ist in die Gewinnzone vorgeprescht.

Der Düngemittelkonzern Mosaic hat im ersten Quartal besser abgeschnitten als erwartet. Anleger nutzen diese guten Nachrichten zu Gewinnmitnahmen: Mosaic fallen um 4,3 Prozent. Nicht so schlecht wie befürchtet hat der Autoverleiher Avis Budget im ersten Quartal abgeschnitten. Wegen des Mangels an Computer-Chips sieht Avis die Erneuerung ihrer Fahrzeugflotte mit Unsicherheiten behaftet. Die Aktie verliert 3,1 Prozent. Positiv werden die Geschäftszahlen des Halbleiterunternehmens Rambus aufgenommen, dessen Aktie um 1,9 Prozent steigt. Das Unternehmen erreichte im ersten Quartal mit Umsatz und Ergebnis das obere Ende der eigenen Ziele.

Am Devisenmarkt erholt sich der Dollar von seinen jüngsten Verlusten. Der Dollarindex legt 0,4 Prozent zu - auch gestützt von Zinserhöhungsfantasien. Am Markt rechnet man mit starken Daten in dieser Woche, vor allem zum Arbeitsmarkt im April. Die Renditen der Staatsanleihen haben ins Minus abgedreht, die zehnjährigen Titel rentieren 2,4 Basispunkte niedriger mit 1,58 Prozent. Die Notierungen werden von den geopolitischen Spannungen in China gestützt.

Die Aussicht auf bald steigende Zinsen setzt dem Goldpreis zu. Auch der feste Greenback drückt. Am Erdölmarkt überwiegt die Konzentration auf die Wirtschaftserholung, die Preise steigen daher.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        33.975,15   -0,40    -138,08     11,01 
S&P-500       4.144,24   -1,15    -48,42     10,33 
Nasdaq-Comp.    13.542,11   -2,54    -353,01      5,07 
Nasdaq-100     13.446,24   -2,56    -353,48      4,33 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,16    0,0    0,16    4,3 
5 Jahre     0,81   -1,1    0,82    45,2 
7 Jahre     1,26   -2,1    1,28    61,4 
10 Jahre    1,58   -2,4    1,60    66,3 
30 Jahre    2,27   -1,6    2,28    61,8 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Di, 8:33 Uhr Mo, 18:21 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,2016   -0,39%    1,2039     1,2055  -1,6% 
EUR/JPY        131,38   -0,14%    131,60     131,51  +4,2% 
EUR/CHF        1,0979   -0,09%    1,1006     1,0995  +1,6% 
EUR/GBP        0,8659   -0,15%    0,8673     0,8669  -3,0% 
USD/JPY        109,33   +0,25%    109,35     109,10  +5,9% 
GBP/USD        1,3879   -0,24%    1,3876     1,3907  +1,6% 
USD/CNH (Offshore)   6,4846   +0,22%    6,4792     6,4742  -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD       53.924,13   -5,57%   56.065,26   57.581,76 +85,6% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        65,73   64,49     +1,9%      1,24 +35,2% 
Brent/ICE        68,90   67,56     +2,0%      1,34 +34,0% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.775,91  1.792,20     -0,9%     -16,29  -6,4% 
Silber (Spot)      26,37   26,88     -1,9%     -0,51  -0,1% 
Platin (Spot)    1.229,10  1.236,03     -0,6%     -6,93 +14,8% 
Kupfer-Future      4,53    4,54     -0,3%     -0,02 +28,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/flf/raz

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May 04, 2021 12:39 ET (16:39 GMT)

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