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Inflation: Marktbestimmendes Thema 2021

Mit einem Plus von 1,0 Prozent im Vorjahresvergleich fiel der Januar-Anstieg der Verbraucherpreise in Deutschland überraschend hoch aus. Hintergrund waren unter anderem die Wiederanpassung der zeitweise reduzierten Mehrwertsteuersätze und die Einführung einer CO2-Abgabe per 1. Januar. Doch auch im Februar legte die Inflationsrate zu, voraussichtlich um 0,7 Prozent gegenüber dem Vormonat bzw. um 1,3 Prozent im Vergleich zum Februar 2020.

Steigende Zinsen

Die direkte Reaktion an den Kapitalmärkten waren relativ deutlich steigende Zinsen bei längeren Laufzeiten. So zog die Rendite einer Bundesanleihe mit zehn Jahren Restlaufzeit von -0,64 Prozent p.a. Mitte Dezember bis auf -0,21 Prozent p.a. Ende Februar an. Auch in anderen Eurostaaten sowie in den USA waren steigende Zinsen zu verzeichnen mit der Folge von Kursverlusten bei Aktien, vor allem in den zuvor besonders stark gestiegenen Technologie- und Wachstumssegmenten. Damit wurde offensichtlich, was alle schon lange wussten: die Kapitalmärkte - und nicht nur sie - sind abhängig von den historisch niedrigen Zinsen. Sollten die Zinsen im weiteren Jahresverlauf noch stärker steigen, dürfte sich die volatile Phase mit wiederkehrenden Rücksetzern bei Aktien fortsetzen. Selbst der sichere Anlagehafen Gold würde im Falle substanziell höherer Zinsen eine Neubewertung erfahren müssen.

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KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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