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MÄRKTE ASIEN/Kräftige Verluste in Tokio und Sydney - Ölpreise fallen

DJ MÄRKTE ASIEN/Kräftige Verluste in Tokio und Sydney - Ölpreise fallen

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO (Dow Jones)--Die Aktienmärkte in Ostasien und Sydney folgen am Mittwoch der negativen Vorgabe der Wall Street. Dort hatten die Indizes nachgegeben, wobei sie mit dem Handelsende auf ihre Tagestiefs abgesackt waren. In Tokio verliert der Nikkei-Index nach dem kräftigen Anstieg am Dienstag mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 28.023 Punkte einen Großteil der Gewinne wieder, in Sydney geht es für das Marktbarometer sogar um 2 Prozent abwärts. In Schanghai, wo es am Vortag nur moderat nach oben gegangen war, geht es dagegen nun auch nur moderat nach unten. Nicht gehandelt wird anlässlich von des Feiertags "Buddhas Geburtstag" in Seoul und in Hongkong.

Als einen Bremser in Tokio führen Marktteilnehmer den Yen an. Er hat im Zuge der anhaltenden Dollarschwäche mit 108,91 je Dollar ein Sieben-Tages-Hoch erreicht, wodurch sich die japanischen Exporte verteuern. Daneben wird die sich hinziehende Corona-Pandemie als Belastungsfaktor genannt, bevor in der kommenden Woche in Japan massive Impfprogramme starteten.

In Schanghai verweist Central China Securities auf ein zuletzt deutlich gesunkenes Handelsvolumen, woraus sich eine abwartende Haltung vieler Akteure ablesen lasse.

Gegen den sehr schwachen Markt schnellt in Sydney der Kurs von Appen um 15 Prozent nach oben. Der Datenexperte hatte vor Handelsbeginn angekündigt, seine Organisationsstruktur komplett zu überholen. In Tokio geben Meiji Holdings um 0,9 Prozent nach, nachdem das Nahrungsmittelunternehmen nach Börsenschluss am Dienstag seine Geschäftsjahreszahlen präsentiert hatte.

Mögliches iranisches Ölangebot drückt Ölpreise 

Am Ölmarkt geht es mit den Preisen um rund 1 Prozent abwärts. Preisdrückend wirkt ein Bericht, wonach es Fortschritte geben soll bei den Verhandlungen mit dem Iran über eine Wiederbelebung des Atomabkommens mit den USA. Im Erfolgsfall dürfte Iran wieder mehr Öl auf dem internationalen Markt anbieten, so die Spekulation.

Index (Börse)      zuletzt   +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  6.922,90   -2,03%   +5,10%   08:00 
Nikkei-225 (Tokio)   28.023,18   -1,35%   +1,39%   08:00 
Kospi (Seoul)      Feiertag 
Schanghai-Comp.     3.514,38   -0,41%   +1,19%   09:00 
Hang-Seng (Hongk.)   Feiertag 
Straits-Times (Sing.)  3.123,15   -0,62%   +8,29%   11:00 
KLCI (Malaysia)     1.577,36   -0,88%   -2,69%   11:00 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- %   00:00  Di, 9:17  % YTD 
EUR/USD          1,2235   +0,1%   1,2225   1,2195  +0,2% 
EUR/JPY          133,26   +0,1%   133,12   132,94  +5,7% 
EUR/GBP          0,8619   +0,0%   0,8617   0,8594  -3,5% 
GBP/USD          1,4195   +0,1%   1,4186   1,4191  +3,8% 
USD/JPY          108,92   +0,0%   108,90   108,99  +5,5% 
USD/KRW         1126,20   -0,1%  1127,06  1127,46  +3,7% 
USD/CNY          6,4279   +0,0%   6,4257   6,4257  -1,5% 
USD/CNH          6,4258   +0,1%   6,4215   6,4240  -1,2% 
USD/HKD          7,7655   -0,0%   7,7655   7,7652  +0,2% 
AUD/USD          0,7793   -0,0%   0,7794   0,7809  +1,2% 
NZD/USD          0,7238   -0,1%   0,7243   0,7253  +0,8% 
Bitcoin 
BTC/USD        39.759,25   -7,6% 43.021,66 45.051,51 +36,9% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settl.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         64,82   65,49   -1,0%   -0,67 +33,3% 
Brent/ICE         68,04   68,71   -1,0%   -0,67 +32,4% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.869,27  1.869,80   -0,0%   -0,53  -1,5% 
Silber (Spot)       28,07   28,23   -0,5%   -0,15  +6,4% 
Platin (Spot)      1.222,50  1.221,50   +0,1%   +1,00 +14,2% 
Kupfer-Future        4,70    4,73   -0,7%   -0,03 +33,2% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/cbr

(END) Dow Jones Newswires

May 19, 2021 00:41 ET (04:41 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

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