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MÄRKTE EUROPA/Erholt - Euro-Stoxx-50 steigt wieder auf 4.000 Punkte

DJ MÄRKTE EUROPA/Erholt - Euro-Stoxx-50 steigt wieder auf 4.000 Punkte

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Ausverkauf am Vortag haben sich Europas Börsen am Donnerstag erholt. Eine Erholungsrally des Bitcoin nach dem Einbruch der Kryptowährung am Vortag habe auch den Aktienmarkt beflügelt, hieß es im Handel. Ein deutlich unter den Erwartungen ausgefallener Philadelphia-Fed-Index setzte dagegen keine Akzente. Die Themen Inflation bzw ein mögliches Rückführen der Wertpapierkäufe (Tapering) durch die Notenbanken bleiben hochaktuell. Der DAX gewann 1,7 Prozent auf 15.370 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legte um 1,6 Prozent zu auf 4.000 Punkte.

Es dürfte aber weiter volatil bleiben an den Börsen. "Das Protokoll der letzten Fed-Sitzung unterstreicht eindrucksvoll, dass die Diskussionen über erste Reduzierungen der Anleihekäufe lauter und lebendiger werden. Die Gruppe derer, die geldpolitisch auf die Bremse treten wollen, wächst", so QC Partners. Allerdings gelte es für die Börsianer zu beachten, dass die erste Zinserhöhung damit immer noch ein weites Stück in der Ferne liege.

Zerschlagungsfantasie bei Fresenius 

Fresenius zogen um 3,9 Prozent an. Am Markt hieß es, ein Magazin-Bericht beschäftige sich mit der Möglichkeit einer Entflechtung durch das Management. In einer Sum-of-the-Parts-Betrachtung sei das Unternehmen mehr wert. Südzucker verloren nach endgültigen Geschäftszahlen 6,4 Prozent. "Vom Ausblick und vor allem von Aussagen zur künftigen Strategie hat man sich etwas mehr versprochen", meinte ein Händler.

Bei Bayer ist noch kein abschließendes Urteil bei der mit Spannung erwarteten Entscheidung des US-Gerichts zum Themenkomplex Glyphosat gefallen. Die Aktien blieben mit plus 0,1 Prozent hinter der Entwicklung am Gesamtmarkt zurück. Marktteilnehmer gehen überwiegend davon aus, dass es positiv für Bayer ausgeht, da sich Fragen zu Nachbesserungen hauptsächlich auf die Durchführung von Zahlungen bei künftigen Krebserkrankungen beziehen.

Deutsche Telekom legten an ihrem Kapitalmarkttag um 2,5 Prozent zu. Die neuen Unternehmensziele bis 2024 wurden vom Markt positiv aufgenommen. Das Gewinnwachstum soll bis dahin bei 3 bis 5 Prozent liegen. Als kurzfristig drängender werden jedoch Aussagen zu T-Mobile US gesehen. Hier kursierten weiter Berichte, die Telekom wolle ihre Anteile auf eine Mehrheit aufstocken. Wie Bloomberg berichtete, könnte dazu der Softbank-Anteil von gut 8 Prozent für 12 Milliarden Dollar gekauft werden.

Gut im Markt lag auch der Autosektor. So ging es für Daimler nach positiv aufgenommenen Aussagen am Truck-Day um 3,7 Prozent nach oben. Bei VW hat die Citigroup ein Kursziel von 300 Euro aufgerufen - VW gewannen 1,9 Prozent auf 215,55 Euro. Hella machten gleich einen Sprung von 9,4 Prozent. Laut Angaben aus dem Handel sollen verschiedene Private-Equity-Unternehmen Interesse haben, eine Beteiligung in dem Autozulieferer aufzubauen. Die Gerüchte sind aber nicht neu.

Bouygues in Europa im Blick 

In Frankreich wurde der Geschäftsausweis des Mischkonzerns Bouygues positiv bewertet. Der Ausblick sei bullisch, sowohl Umsatz als auch Gewinn sollen 2021 deutlich über dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Vor-Corona-Niveau von 2019 dürfte allerdings noch nicht wieder erreicht werden. Die Aktien stiegen um 0,3 Prozent.

Easyjet gaben nach Zahlenvorlage um 2,1 Prozent nach. Der Verlust im ersten Halbjahr fiel mit 701 Millionen Pfund etwas geringer als befürchtet aus. Der Ausblick ist aber trotz allem Optimismus weiter mit Unsicherheiten behaftet.

=== 
Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.             stand   absolut     in %     seit 
.                             Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50     3.999,91    +63,17    +1,6%    +12,6% 
Stoxx-50        3.425,34    +45,20    +1,3%    +10,2% 
Stoxx-600        441,90    +5,56    +1,3%    +10,7% 
XETRA-DAX       15.370,26   +256,70    +1,7%    +12,0% 
FTSE-100 London    7.015,05    +64,85    +0,9%     +7,6% 
CAC-40 Paris      6.343,58    +81,03    +1,3%    +14,3% 
AEX Amsterdam      704,09    +10,37    +1,5%    +12,7% 
ATHEX-20 Athen     2.151,31    +17,04    +0,8%    +11,2% 
BEL-20 Brüssel     4.046,89    +25,62    +0,6%    +11,8% 
BUX Budapest     46.261,37   +1132,81    +2,5%     +9,9% 
OMXH-25 Helsinki    5.152,50    +12,90    +0,3%    +12,4% 
ISE NAT. 30 Istanbul  1.519,05    -12,54    -0,8%     -7,2% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.573,25    +27,92    +1,8%     +7,4% 
PSI 20 Lissabon    5.220,05    +60,09    +1,2%     +7,8% 
IBEX-35 Madrid     9.124,30    +53,60    +0,6%    +13,0% 
FTSE-MIB Mailand   24.660,51   +173,82    +0,7%    +10,1% 
RTS Moskau       1.558,72    +5,81    +0,4%    +12,3% 
OBX Oslo         954,13    +14,18    +1,5%    +11,1% 
PX Prag        1.149,96    +14,72    +1,3%    +12,0% 
OMXS-30 Stockholm   2.240,34    +38,77    +1,8%    +19,5% 
WIG-20 Warschau    2.131,18    +16,03    +0,8%     +7,4% 
ATX Wien        3.416,15    +18,16    +0,5%    +22,3% 
SMI Zürich      11.152,08   +106,88    +1,0%     +4,2% 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Do, 8:38h Mi, 17:16 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,2219   +0,35%   1,2195     1,2215  +0,0% 
EUR/JPY        132,94   -0,01%   132,99     132,76  +5,4% 
EUR/CHF        1,0982   -0,18%   1,1018     1,1003  +1,6% 
EUR/GBP        0,8619   -0,08%   0,8630     0,8632  -3,5% 
USD/JPY        108,80   -0,36%   109,07     108,70  +5,3% 
GBP/USD        1,4177   +0,43%   1,4129     1,4149  +3,7% 
USD/CNH (Offshore)   6,4358   -0,06%   6,4387     6,4349  -1,0% 
Bitcoin 
BTC/USD       39.563,38   +1,69% 40.056,01   37.226,51 +36,2% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        63,09   63,36   -0,4%     -0,27 +29,7% 
Brent/ICE        66,34   66,66   -0,5%     -0,32 +29,0% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.880,14  1.869,50   +0,6%     +10,64  -0,9% 
Silber (Spot)      27,96   27,78   +0,7%     +0,19  +6,0% 
Platin (Spot)    1.206,85  1.194,50   +1,0%     +12,35 +12,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/ros

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2021 12:21 ET (16:21 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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