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US-Großbanken schneiden im Stresstest gut ab - Deutsche Bank glänzt

DJ US-Großbanken schneiden im Stresstest gut ab - Deutsche Bank glänzt

Von Andrew Ackerman and David Benoit

WASHINGTON (Dow Jones)--Die US-Notenbank hat den großen Banken bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise ein gutes Zeugnis ausgestellt und die Beschränkungen für Dividenden und Aktienrückkäufe wieder aufgehoben. Alle 23 Banken haben bei den jährlichen Stresstests gut abgeschnitten, so die Federal Reserve. Ein besonders gutes Ergebnis erzielte die US-Tochter der Deutschen Bank - sie erreichte im Krisenszenario die höchste Kapitalquote aller getesteten Banken.

"Im vergangenen Jahr hat die Federal Reserve drei Stresstests mit verschiedenen hypothetischen Rezessionen durchgeführt, und alle haben bestätigt, dass das Bankensystem stark positioniert ist, um die laufende Erholung zu unterstützen", sagte Randal Quarles, den für die Aufsicht zuständigen Vize-Chairman der Fed.

Die Fed hatte im vergangenen Sommer die Dividenden gekappt und Rückkäufe mit der Begründung verboten, dass während des durch das Coronavirus verursachten Abschwungs Kapital einbehalten werden müsse. Nach einer zusätzlichen Runde von Stresstests lockerte die Notenbank einige dieser Beschränkungen, seitdem durften Dividenden und Rückkäufe die Gewinne der vorherigen Quartale zumindest nicht übersteigen.

Kapitalquote würde auf höchstens 10,6 Prozent sinken 

Die Stresstests messen die Fähigkeit der Banken, in einer schweren Rezession ein hohes Kapitalniveau zu halten und weiterhin Kredite an Unternehmen und Haushalte zu vergeben. In einem Worst-Case-Szenario mit einer schweren globalen Rezession, in der die USA eine zweistellige Arbeitslosigkeit erleben, würden die 23 großen Banken zusammen mehr als 470 Milliarden Dollar verlieren, so die Fed. Ihre Kapitalquoten würden auf 10,6 Prozent sinken, immer noch mehr als das Doppelte der Mindestanforderungen.

Besonders gut schnitt die US-Tochter der Deutschen Bank ab: Im Krisenszenario erreichte sie eine Kapitalquote von 23,2 Prozent, wie aus den Unterlagen der Fed weiter hervorgeht. Ebenfalls über 20 Prozent lag die US-Tochter der UBS.

Die Fed führt den Test normalerweise jährlich durch, fügte aber im vergangenen Herbst einen zweiten Test hinzu, um pandemiebedingte Belastungen zu berücksichtigen.

Analysten gehen davon aus, dass die Aufhebung von Dividenden-Beschränkungen zu einem Anstieg der Ausschüttungen führen wird, wenn die Banken demnächst ihre Pläne bekannt geben. Nach Schätzungen der Analysten von Barclays könnten sich die Kapitalrückzahlungen an die Investoren im kommenden Jahr auf 200 Milliarden Dollar belaufen.

Kontakt zum Autor: konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/kla/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 25, 2021 01:18 ET (05:18 GMT)

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