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MÄRKTE USA/Wall Street im Bann von Konjunktursorgen

DJ MÄRKTE USA/Wall Street im Bann von Konjunktursorgen

NEW YORK (Dow Jones)--Wegen zunehmender Konjunktursorgen werden Aktien an der Wall Street am Donnerstag verkauft. Damit ist die jüngste Rekordjagd zunächst einmal beendet. Es breitet sich die Sorge aus, dass die konjunkturelle Erholung doch nicht so stark ausfallen könnte wie erwartet. Es gebe erste Anzeichen, dass Arbeitskräftemangel und Engpässe in den Lieferketten das Tempo der Erholung bremsen könnten, heißt es. Dazu komme die weltweit immer rasantere Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus.

Der Dow-Jones-Index fällt um 0,8 Prozent auf 34.407 Punkte. Für den S&P-500 geht es 0,9 Prozent abwärts und der Nasdaq-Composite büßt 1,1 Prozent ein.

"Es gibt Erkenntnisse, dass die Dinge wirtschaftlich nicht mehr so positiv aussehen wie noch Mitte Juni", sagt Edward Park, Chief Investment Officer bei Brooks Macdonald. "Delta oder das nächste Delta wird ein wiederkehrendes Risiko an den Märkten sein", ergänzt er. Die US-Daten seien zuletzt außerdem hinter den Erwartungen zurückgeblieben.

In dieses Bild passen die vorbörslich veröffentlichten wöchentlichen Erstanträge, die entgegen den Erwartungen leicht gestiegen sind.

Dollar fällt mit US-Renditen zurück 

Der Dollar zeigt Schwäche vor dem Hintergrund des ungebremst weitergehenden Rückgangs der US-Renditen. Der Dollar-Index reduziert sich um 0,3 Prozent, der Euro liegt wieder klar über der am Vortag unterschrittenen Marke von 1,18 Dollar. Die Zehnjahresrendite, die am Vortag erst auf den niedrigsten Stand seit Februar gefallen war, gibt um 1 weiteren Basispunkt nach auf 1,31 Prozent, kann sich damit aber von den Tagestiefs erholen. Händlern zufolge erfahren die Anleihen als sicherer Hafen Zulauf wegen der wieder zunehmenden Sorgen um die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus, die wiederum die Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen dürfte.

Dagegen hat die Strategieüberprüfung der Europäischen Zentralbank (EZB) keinen Einfluss auf die Gemeinschaftswährung, nachdem im Vorfeld bereits das Entscheidende durchgesickert war. Wichtigstes Element ist demnach ein Inflationsziel von glatt 2 Prozent. Ein Über- oder Unterschreiten sei gleichermaßen unwillkommen. Die EZB will jedoch in Zeiten, in denen sie an der Zinsuntergrenze operiert, besonders kraftvoll oder ausdauernd agieren und dabei auch eine zeitweise und moderate Überschreitung des Inflationsziels tolerieren.

Derweil haben die Ölpreise ins Plus gedreht. Die Lagerbestände in den USA sind die siebte Woche in Folge gesunken. Auch der schwache Dollar gibt den Preisen Auftrieb. Diese sind aber noch immer weit entfernt von den noch zu Wochenbeginn markierten Mehrjahreshochs. Ein Auslöser für die jüngste Schwäche war die Unsicherheit über das weitere Vorgehen der Opec-Staaten in Sachen Ölförderung, nachdem man sich hier jüngst nicht auf eine gemeinsame Linie verständigen konnte.

Der Goldpreis hat seine Tagesgewinne abgegeben und notiert wieder unter der Marke von 1.800 Dollar.

Bankenwerte mit fallenden Renditen unter Druck 

Unter den weiter nachgebenden Renditen leiden vor allem die Bankenwerte. Der Branchenindex im S&P-500 1,2 Prozent im Minus. Für die Aktien von Bank of America, JP Morgan und Goldman Sachs geht es um bis zu 1,8 Prozent abwärts.

Für die Aktie des Schmierstoffherstellers WD-40 geht es dagegen um 1,9 Prozent nach oben. Das Unternehmen hatte nicht nur deutlich gestiegene Gewinne und Umsätze für das dritte Geschäftsquartal gemeldet, sondern auch den Umsatzausblick für das Geschäftsjahr angehoben.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %   absolut   +/- % YTD 
DJIA        34.406,78   -0,79%   -275,01     +12,4% 
S&P-500       4.317,42   -0,93%   -40,71     +15,0% 
Nasdaq-Comp.    14.507,06   -1,08%   -158,00     +12,6% 
Nasdaq-100     14.661,00   -1,01%   -149,54     +13,8% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,19   -2,4    0,22    7,5 
5 Jahre     0,74   -4,0    0,78    37,8 
7 Jahre     1,06   -3,1    1,09    41,5 
10 Jahre    1,31   -1,0    1,32    39,0 
30 Jahre    1,92   -1,5    1,94    27,6 
 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- %  Mi, 8:46 Di, 17:11 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1840   +0,39%   1,1934     1,1905  -3,1% 
EUR/JPY        130,08   -0,32%   132,30     131,84  +3,2% 
EUR/CHF        1,0838   -0,72%   1,0961     1,0952  +0,3% 
EUR/GBP        0,8605   +0,70%   0,8552     0,8549  -3,7% 
USD/JPY        109,82   -0,74%   110,79     110,74  +6,3% 
GBP/USD        1,3762   -0,28%   1,3931     1,3927  +0,7% 
USD/CNH (Offshore)   6,4996   +0,39%   6,4849     6,4841  -0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD       32.837,01   -4,09%  33.916,01   30.845,26 +13,0% 
 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.    +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        72,39   72,20   +0,26%      0,19 +49,7% 
Brent/ICE        73,73   73,43   +0,41%      0,30 +44,2% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag    +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.798,20  1.803,68   -0,30%     -5,48  -5,3% 
Silber (Spot)      25,93   26,13   -0,74%     -0,19  -1,8% 
Platin (Spot)    1.073,35  1.089,45   -1,48%     -16,10  +0,3% 
Kupfer-Future      4,26    4,33   -1,51%     -0,07 +20,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/mgo

(END) Dow Jones Newswires

July 08, 2021 11:58 ET (15:58 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
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