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MÄRKTE EUROPA/Börsen vor US-Inflation nahezu unverändert

DJ MÄRKTE EUROPA/Börsen vor US-Inflation nahezu unverändert

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--An Europas Börsen treten die Kurse am Dienstagmittag mehr oder weniger auf der Stelle. Nach dem neuen DAX-Rekord vom Wochenauftakt notiert der deutsche Leitindex kaum verändert bei 15.796 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 tendiert ebenfalls kaum verändert bei 4.093 Punkten. Übergeordnet bleibt die Stimmung laut Händlern gut, auch dank starker Wirtschaftsdaten aus China. Dort übertrafen sowohl Import- als auch Exportwachstum die Erwartungen. Auch die Zahlen von JP Morgan sind gut ausgefallen, mit einem Gewinn je Aktie von 3,78 Dollar hat die US-Großbank einen unerwartet guten Startschuss für die US-Berichtssaison zum zweiten Quartal geliefert. Nun warten die Marktteilnehmer noch auf die Zahlen von Goldman Sachs, besonders aber auf die Inflationsdaten aus den USA am Nachmittag.

Bei den Verbraucherpreisen für Juni wird erneut mit einem massiven Ansprung von 5,0 Prozent zum Vorjahr gerechnet. Besorgt zeigen sich Akteure zudem weiterhin über die Coronapandemie wegen der Ausbreitung der Delta-Variante. In Großbritannien sollen demnächst alle Einschränkungen des öffentlichen Lebens aufgehoben werden, was auf große Skepsis stößt.

Auf der Gewinnerseite ganz oben stehen am Mittag Telekom- und Technlogie-Titel. Hier schießen Nokia um 6,5 Prozent nach oben und setzen sich damit an die Spitze des Stoxx-600-Index. Wie die Finnen am Morgen mitteilten, rechnen sie mit einer Erhöhung ihrer bisherigen Jahresprognose, ohne dies jedoch genauer zu spezifizieren. Dies werde erst im Rahmen der Halbjahreszahlen am 29. Juli geschehen. "Cleverer Schachzug", sagt ein Händler: "Da kann man gleich zweimal hintereinander positive Stimmung verbreiten."

VW mit Strategietag 

Im Fokus der Investoren steht am Dienstag auch Volkswagen mit dem Strategietag. "Das dürfte hauptsächlich eine Zusammenfassung der vergangenen Maßnahmen zur Elektrostrategie werden", meint ein Händler. Die Geschäftszahlen des Konzerns seien bekannt, der Vertrag des CEO so weit verlängert worden, dass er für die kommende Bundesregierung über die gesamte Legislaturperiode der Ansprechpartner sein werde. "Damit steigt aber das Risiko, dass Deutschland einseitig auf eine Übergangstechnologie wie E-Autos setzt", warnt ein Händler. VW verlieren 1 Prozent.

Für die Aktie des schweizerischen Uhrenherstellers Swatch geht es um 0,7 Prozent nach oben. Die Gewinnerwartungen seien deutlich übertroffen worden. "Zusammen mit starken Importzahlen aus China sind das rundum gute Nachrichten", meint ein Händler. Im Ausblick spricht Swatch bereits von einer sich beschleunigenden Erholung im zweiten Quartal. Der Umsatz im gesamten zweiten Halbjahr soll sogar den des Vor-Corona-Jahres 2019 übersteigen.

Trotz guter Geschäftszahlen im erwarteten Rahmen geben Gerresheimer um mehr als 7 Prozent nach. Das Umsatzwachstum hat sich beschleunigt, der Konzernumsatz ist um 7,5 Prozent gewachsen. Die Marge falle im Kerngeschäft mit 22,8 Prozent sehr gut aus, sagt ein Händler. Der Ausblick wurde bestätigt - möglicherweise hatten einige Anleger mehr erwartet.

SLM stockt Kapitalerhöhung auf 

Mit einem Minus von 2,3 Prozent stehen SLM Solutions unter leichtem Druck nach der Ankündigung, die laufende Kapitalerhöhung noch aufzustocken. SLM will das Volumen der Transaktion von 5 auf 7,3 Prozent des Grundkapitals erhöhen. Grund sei eine hohe Nachfrage, teilte das Unternehmen mit. Der Druck sollte sich jedoch in Grenzen halten, da ein Bezugsrechtshandel ausgeschlossen worden sei, meint ein Händler. Zudem wurden gute Nachrichten zum Auftragseingang verkündet.

Qiagen geben um 3,8 Prozent nach. Das Unternehmen hatte am Vorabend ambivalente Nachrichten für die Börsen parat. Entsprechende Ausschläge gab es im nachbörslichen Handel. Positiv kamen die Ankündigung eines Aktienrückkaufs und das Übertreffen der hauseigenen Gewinnprognose im ersten Halbjahr an. Die Laune verhagelte dann jedoch ein gesenkter Ausblick auf das Restjahr.

=== 
Aktienindex         zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50       4.093,24 -0,0%  -0,14   +15,2% 
Stoxx-50          3.562,22 -0,0%  -1,70   +14,6% 
DAX            15.796,00 +0,0%   5,49   +15,1% 
MDAX           34.915,18 -0,1%  -42,04   +13,4% 
TecDAX           3.634,77 +0,0%   0,89   +13,1% 
SDAX           16.289,97 +0,5%  74,42   +10,3% 
FTSE            7.132,86 +0,1%   7,44   +10,3% 
CAC            6.551,86 -0,1%  -7,39   +18,0% 
 
Rentenmarkt         zuletzt     absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite     -0,30      -0,01   -0,54 
US-Zehnjahresrendite      1,36      -0,00   -1,32 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Di, 8:34 Uhr Mo, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1840   -0,2%    1,1860     1,1861  -3,1% 
EUR/JPY        130,57   -0,2%    130,90     130,88  +3,6% 
EUR/CHF        1,0857   +0,0%    1,0852     1,0858  +0,4% 
EUR/GBP        0,8551   +0,1%    0,8545     0,8545  -4,3% 
USD/JPY        110,28   -0,1%    110,37     110,34  +6,8% 
GBP/USD        1,3847   -0,3%    1,3883     1,3883  +1,3% 
USD/CNH (Offshore)   6,4718   -0,1%    6,4709     6,4760  -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       33.066,33   +0,6%   32.981,51   33.574,01 +13,8% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        74,20   74,10     +0,1%      0,10 +53,4% 
Brent/ICE        75,37   75,16     +0,3%      0,21 +47,4% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.808,36  1.806,15     +0,1%     +2,21  -4,7% 
Silber (Spot)      26,09   26,23     -0,5%     -0,14  -1,2% 
Platin (Spot)    1.118,95  1.121,85     -0,3%     -2,90  +4,5% 
Kupfer-Future      4,30    4,32     -0,6%     -0,03 +21,8% 
=== 

DJG/hru/cln

(END) Dow Jones Newswires

July 13, 2021 07:24 ET (11:24 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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