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MÄRKTE ASIEN/Tokio schwach - Hongkong mit Erholungsansatz

DJ MÄRKTE ASIEN/Tokio schwach - Hongkong mit Erholungsansatz

Von Steffen Gosenheimer

TOKIO / HONGKONG (Dow Jones)--Im Sog schwächerer Vorgaben der Wall Street ist es am Mittwoch an den Aktienmärkten in Ostasien überwiegend nach unten gegangen. Übergeordnet weiter getrübt war die Stimmung von den jüngsten starken Verlusten an den chinesischen Börsen, die ausgelöst wurden vom verschärften Vorgehen der Regulierer in erster Linie gegen zu mächtig werdende Technologieriesen, zuletzt aber auch gegen Unternehmen aus dem Bildungssektor.

Daneben sorgten die am Abend (MESZ) anstehenden Beschlüsse der US-Notenbank für Zurückhaltung. Marktbeobachter halten es für möglich, dass sich die Notenbanker angesichts der derzeit hohen Inflationsraten falkenhafter äußern werden.

Erholungsansatz in Hongkong 

Der HSI (+1,3% im Späthandel) in Hongkong zeigte einen ersten Erholungsansatz nach dem Einbruch der Vortage. Dazu passend legten die Kurse der Technologieschwergewichte Alibaba (+1,8%) und Meituan (+7,0%) zu, während Tencent um weitere 1,9 Prozent nachgaben. Kräftig erholt zeigten sich dagegen New Oriental Education (+12,9%). Der Schanghai-Composite gab derweil erneut nach um 0,6 Prozent.

Größter Verlierer war Tokio mit einem Minus des Nikkei-Index von 1,4 Prozent auf 27.581 Punkte. Er hatte sich am Vortag dem Abwärtsstrudel noch entziehen können, bekam aber nun Gegenwind vom festeren Yen. Der zog an, weil er als sicherer Hafen gesucht war in der eingetrübten Stimmung. Belastend wirkte aber auch, dass in Tokio am Dienstag ein Rekordwert an Neuinfektionen mit dem Covid-19-Virus gemeldet wurde.

Das Minus von 0,7 Prozent in Sydney nach dem jüngsten Rekordhoch führten Marktteilnehmer auch auf den um vier Wochen verlängerten Lockdown in Sydney zurück.

Mitsubishi Motors starten nach Quartalszahlen durch 

Mitsubishi Motors machten in Tokio einen Satz um 8,4 Prozent nach oben, gestützt von einem angehobenen Umsatz- und Gewinnausblick des Autoherstellers. Nissan Motor zogen unmittelbar vor der eigenen Ergebnispräsentation um 3,9 Prozent an. Shin-Etsu Chemical büßten nach dem Geschäftsbericht 1,3 Prozent ein. Für Nisshin Seifun ging es dagegen um über 4 Prozent aufwärts nach einer Anhebung des Ausblicks. Auf den Verkaufslisten standen angesichts der Pandemie-Sorgen in Japan Aktien aus dem Transportsektor wie Keio, Central Japan Railway, West Japan Railway, ANA Holdings und Japan Airlines.

SK Hynix (-1,7%) gaben in Seoul weiter nach, trotz insgesamt solide ausgefallener Zweitquartalszahlen. Der Kurs des Apple-Zulieferers LG Innotek gab um 2,6 Prozent nach, obwohl Apple am Vorabend einen Rekordgewinn ausgewiesen hatte. LG Display (+1,8%) profitierten dagegen von besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen.

Quartalszahlen gab es in Sydney von den Minenbetreibern IGO (-1,8%), Mount Gibson (-7,1%) und St Barbara (-1,7%), deren Aktien durchweg negativ reagierten. Nickel Mines knickten nach den Geschäftszahlen um 1 Prozent ein.

Ölpreise von Vorratsdaten gestützt 

Die Ölpreise stiegen um gut ein halbes Prozent, nachdem in den USA ein Branchenverband über einen Rückgang der Ölvorräte für die vergangene Woche berichtet hatte. Damit setzte sich der in der Vorwoche unterbrochene wochenlange Trend sinkender US-Ölvorräte fort. Zudem verringerten sich auch die Benzinvorräte deutlich.

Index (Börse)      zuletzt   +/- %   % YTD    Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  7.379,30   -0,70%   +12,0%   08:00 
Nikkei-225 (Tokio)   27.581,66   -1,39%   +1,9%   08:00 
Kospi (Seoul)      3.236,86   +0,13%   +12,6%   08:00 
Schanghai-Comp.     3.361,59   -0,58%   -3,2%   09:00 
Hang-Seng (Hongk.)   25.377,45   +1,16%   -8,1%   10:00 
Taiex (Taiwan)     17.135,22   -0,78%   +16,3%   07:30 
Straits-Times (Sing.)  3.133,72   -0,16%   +10,4%   11:00 
KLCI (Malaysia)     1.510,99   -0,24%   -6,9%   11:00 
BSE (Mumbai)      52.071,70   -0,96%   +8,8%   12:00 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- %   00:00  Di, 9:20  % YTD 
EUR/USD          1,1810   -0,1%   1,1818   1,1780  -3,3% 
EUR/JPY          129,70   -0,0%   129,73   129,71  +2,9% 
EUR/GBP          0,8501   -0,1%   0,8512   0,8540  -4,8% 
GBP/USD          1,3890   +0,1%   1,3882   1,3794  +1,6% 
USD/JPY          109,82   +0,0%   109,77   110,10  +6,4% 
USD/KRW         1154,98   +0,0%  1154,43  1155,28  +6,4% 
USD/CNY          6,5027   -0,1%   6,5112   6,5090  -0,4% 
USD/CNH          6,5116   -0,2%   6,5273   6,5167  +0,1% 
USD/HKD          7,7813   -0,0%   7,7850   7,7819  +0,4% 
AUD/USD          0,7353   -0,1%   0,7360   0,7348  -4,5% 
NZD/USD          0,6952   -0,1%   0,6959   0,6960  -3,2% 
Bitcoin 
BTC/USD        39.679,76   +3,6% 38.287,01 37.181,51 +36,6% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settl.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         72,06   71,65   +0,6%    0,41 +49,5% 
Brent/ICE         74,84   74,48   +0,5%    0,36 +46,4% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.805,10  1.799,05   +0,3%   +6,05  -4,9% 
Silber (Spot)       24,84   24,70   +0,6%   +0,14  -5,9% 
Platin (Spot)      1.061,50  1.054,85   +0,6%   +6,65  -0,8% 
Kupfer-Future        4,55    4,54   +0,1%   +0,01 +28,9% 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/gos/smh

(END) Dow Jones Newswires

July 28, 2021 03:20 ET (07:20 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

Für Anleger steigen die Risiken spürbar. Wer jetzt nicht genauer hinschaut, läuft Gefahr, auf dem falschen Fuß erwischt zu werden.

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