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MÄRKTE USA/Wall Street gibt Gewinne wieder ab

DJ MÄRKTE USA/Wall Street gibt Gewinne wieder ab

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street gibt bis zum Mittag US-Ostküstenzeit zwischenzeitliche Gewinne vollständig ab. Händler verweisen auf durch die Bank schwache Daten. Nach den Bauausgaben und der Revision des Markit-Einkaufsmanagerindexes für das verarbeitende Gewerbe verfehlte auch der viel beachtete ISM-Index für US-Industrie im Juli die Erwartungen. Dieser offenbarte, dass sich die Aktivität in der US-Industrie im Juli verlangsamt hat. Auch aus China wurden schwache Konjunkturdaten gemeldet. Der chinesische Caixin-Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe war auf den tiefsten Stand seit 16 Monaten gesunken. Der Dow-Jones-Index tendiert 12 Punkte leichter bei 34.923 Stellen, der S&P-500 gewinnt 2 Punkte und der Nasdaq-Composite steigt um 0,3 Prozent.

Gestützt hatte zunächst die US-Politik. Denn der US-Senat hat kurz vor seiner Sommerpause die Arbeit am Gesetzestext zum historischen Infrastrukturpaket von Präsident Joe Biden abgeschlossen. Am Markt steigt die Hoffnung, dass der Senat das Gesetz in wenigen Tagen verabschieden werde. Zudem hat Fed-Vertreterin Lael Brainard geldpolitische Straffungen unmittelbar ausgeschlossen und diese erst mittelfristig in Aussicht gestellt. Doch mit den schwachen Daten erscheinen diese Aussichten in einem anderen Licht. Dennoch bleiben Marktteilnehmer optimistisch gestimmt für den Aktienmarkt: "Die Sterne stehen gut für die Aktienmärkte, denn zu einer hervorragenden Gewinnsaison gesellen sich rekordtiefe Realrenditen und die Hoffnung, dass der Kongress bald mehr fiskalischen Druck ausüben wird", sagt Investmentanalyst Marios Hadjikyriacos von XM.

Dollar schwächelt mit Fortsetzung der lockeren Geldpolitik 

Der Dollar neigt mit den Brainard-Aussagen zur Schwäche, der Dollarindex verliert 0,1 Prozent. Die Fed-Gouverneurin sieht aktuell noch nicht genügend Fortschritte für eine Straffung der US-Geldpolitik. Der Arbeitsmarkt werde wohl erst gegen Ende des Jahres einen wichtigen Schwellenwert erreichen. Die taubenhaften Einschätzungen belasten den Dollar, zumal sich auch Fed-Kollege Neel Kashkari eher taubenhaft äußerte.

Der Goldpreis steiget leicht, gestützt von der Dollarschwäche und der Aussicht auf eine kurzfristig weiter lockere Geldpolitik. Die Gewinne sind indes begrenzt. Die Hoffnung auf chinesische Stimuli belaste die vermeintlich sicheren Häfen Gold und Dollar, heißt es.

Anders die Situation am Ölmarkt: Hier überwiegen die Sorgen über die schwächelnde Konjunktur in China mit den neuen Corona-Lockdowns. In China könnte die Erdölnachfrage leiden - genau zu dem Zeitpunkt, wenn die Opec ihre Förderung ausweite, so Händler zu den sinkenden Erdölpreisen. Auch am Rentenmarkt werden mit steigenden Notierungen Konjunktursorgen in China gespielt.

Square mit Deal sehr schwach 

Square steigen mit der Transaktion 9,9 Prozent. Der Finanzdienstleister Square kauft den australischen Bezahldienstleister Afterpay für rund 29 Milliarden US-Dollar. GE tendieren rein optisch über 684 Prozent höher. Das Unternehmen nimmt eine Aktienzusammenlegung im Verhältnis 8:1 vor. Die Zahl der ausstehenden Aktien verringert sich ab Montag auf 1,1 Milliarden von 8,8 Milliarden. Damit will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben an die Vergleichsgruppe anpassen.

Carnival tendieren kaum verändert. Die Kreuzfahrtreederei hat die ersten Kreuzfahrten nach längerer Corona-Pause erfolgreich absolviert. Walt Disney gewinnen 0,1 Prozent, der Film "Jungle Cruise" hat in Nordamerika ein vielversprechendes Debüt hingelegt. Marin Software fallen um 16 Prozent. Der Spezialist für Digitalwerbung berichtete von sinkenden Zweitquartalsumsätzen und rechnet mit weiteren Erlösrückgängen.

Vaxart ziehen um 8, Prozent an. Das Biopharma-Unternehmen beginnt mit klinischen Studien für den Tablettenimpfstoffkandidat gegen Covid-19 in der zweiten Jahreshälfte.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        34.923,39   -0,0%    -12,08     +14,1% 
S&P-500       4.397,08   +0,0%     1,82     +17,1% 
Nasdaq-Comp.    14.714,34   +0,3%     41,66     +14,2% 
Nasdaq-100     14.998,52   +0,3%     38,62     +16,4% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,17   -1,2    0,18    5,5 
5 Jahre     0,64   -5,0    0,69    28,3 
7 Jahre     0,94   -5,3    1,00    29,3 
10 Jahre    1,15   -7,3    1,23    23,6 
30 Jahre    1,84   -5,6    1,89    19,0 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Mo, 8:15 Uhr Fr, 17:25 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,1871   +0,0%    1,1873     1,1863  -2,8% 
EUR/JPY        129,64   -0,4%    130,22     130,20  +2,8% 
EUR/CHF        1,0747   -0,0%    1,0752     1,0748  -0,6% 
EUR/GBP        0,8550   +0,1%    0,8537     0,8527  -4,3% 
USD/JPY        109,22   -0,4%    109,68     109,75  +5,7% 
GBP/USD        1,3884   -0,1%    1,3902     1,3911  +1,6% 
USD/CNH (Offshore)   6,4643   +0,0%    6,4667     6,4630  -0,6% 
Bitcoin 
BTC/USD       39.921,51   -2,8%   39.656,26   39.039,76 +37,4% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        71,19   73,95     -3,7%     -2,76 +47,7% 
Brent/ICE        72,89   75,41     -3,3%     -2,52 +43,1% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.816,45  1.814,01     +0,1%     +2,44  -4,3% 
Silber (Spot)      25,46   25,49     -0,1%     -0,03  -3,5% 
Platin (Spot)    1.062,00  1.051,95     +1,0%     +10,05  -0,8% 
Kupfer-Future      4,50    4,48     +0,4%     +0,02 +27,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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(END) Dow Jones Newswires

August 02, 2021 12:44 ET (16:44 GMT)

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