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MÄRKTE EUROPA/Anleger vor Jackson Hole vorsichtiger - DWS schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Anleger vor Jackson Hole vorsichtiger - DWS schwach

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte sind am Donnerstag leichter in den Handel gestartet. Vor Beginn des virtuellen Treffens der Notenbanker in Jackson Hole halten sich Investoren mit Käufen zurück. Gewartet werde auf US-Notenbankpräsident Jerome Powell, der aber erst am Freitagmittag spreche, heißt es im Handel. Von daher könnte die Hängepartie an den Börsen noch ein wenig anhalten. Von Powell werden wichtige Details zur künftigen Geldpolitik der US-Notenbank erwartet. Der DAX notiert am frühen Morgen 0,5 Prozent leichter bei 15.789 Punkten, der Euro-Stoxx-50 gibt ebenfalls 0,5 Prozent ab.

Am Markt gibt es die Meinung, dass bestenfalls ein "Tapering" angekündigt werde, welches aber erst im nächsten Jahr starten dürfte und lediglich zu einer Reduktion der Käufe führe. Neben den zuletzt etwas normalisierteren Wirtschafsindikatoren dürfte Powell nun Begründungen für eine Fortsetzung der Geldschwemme durch den US-Arbeitsmarkt suchen. Die US-Notenbank dürfte daher weiter den Interessen der Wall Street dienen und die hohen Aktienbewertungen nicht gefährden. Viele Marktteilnehmer gehen allerdings davon aus, dass ein Tapering erst auf der September-Sitzung der Fed angekündigt wird.

US-Behörden ermitteln gegen DWS wegen Nachhaltigkeitsangaben 

Für die Aktie der DWS geht es um 10 Prozent nach unten, für die Titel der Mutter Deutsche Bank um gut 1,5 Prozent. Belastend wirkt sich hier zunächst die Kreisemeldung aus, dass US-Behörden gegen die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank wegen möglicherweise zu hoch ausgewiesener Nachhaltigkeitsinvestitionen ermitteln sollen. Untersuchungen hätten die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) und die Staatsanwaltschaft eingeleitet, sagen mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Ermittlungen befänden sich noch in einem frühen Stadium. Hintergrund der Ermittlungen seien Angaben der früheren Chefin der Abteilung für Nachhaltigkeit der DWS, Desiree Fixler, wonach sich das Unternehmen schwer getan habe, eine Nachhaltigkeitsstrategie zu definieren und umzusetzen.

Delivery Hero (minus 1 Prozent) hat im ersten Halbjahr operativ den Verlust leicht ausgeweitet. Grund waren zusätzliche Investitionen unter anderem in Marketing, IT und deutlich höhere allgemeine Verwaltungskosten, wie aus dem Finanzbericht des Berliner Online-Lieferservices hervorgeht. Der DAX-Konzern hatte bereits Mitte August mit der pessimistischeren Gewinnmargenprognose für das Gesamtjahr höhere Investitionen in Wachstum signalisiert.

Gute Geschäftszahlen hat der französische Mischkonzern Bouygues (plus 1,5 Prozent) abgeliefert. Der erhöhte Ausblick kommt im Handel gut an. Bouygues erwartet bereits für das laufende Jahr, dass die operativen Margen auf das Vor-Krisenniveau zurückkehren werden. Der operative Gewinn im nächsten Jahr soll daher weiter steigen und die Niveaus von 2019 überbieten.

Für die Aktie von Elmos geht es derweil um 7,3 Prozent nach oben. Der Spezialist für Mixed-Signal-Lösungen bietet nun per Aktienrückkauf 39,00 Euro je Stückaktie. Das sind 3 Euro mehr als ursprünglich angekündigt. Die Annahmefrist wurde zudem bis zum 1. September 2021 (24.00 Uhr) verlängert.

=== 
Aktienindex       zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.161,90   -0,5%    -19,22     +17,2% 
Stoxx-50        3.606,50   -0,4%    -14,49     +16,0% 
DAX          15.789,19   -0,5%    -71,47     +15,1% 
MDAX          35.970,21   -0,4%    -145,38     +16,8% 
TecDAX         3.894,36   -0,4%    -15,09     +21,2% 
SDAX          16.957,55   -0,3%    -45,63     +14,9% 
FTSE          7.118,25   -0,4%    -31,87     +10,7% 
CAC           6.655,42   -0,3%    -21,06     +19,9% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite   -0,42          +0,00     +0,15 
US-Zehnjahresrendite    1,34          -0,01     +0,42 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- % Do, 9:02 Uhr Mi, 17:19 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1765   -0,1%    1,1766     1,1748  -3,7% 
EUR/JPY          129,66   +0,1%    129,59     129,28  +2,8% 
EUR/CHF          1,0784   +0,3%    1,0782     1,0747  -0,2% 
EUR/GBP          0,8560   +0,1%    0,8561     0,8561  -4,2% 
USD/JPY          110,20   +0,2%    110,13     110,05  +6,7% 
GBP/USD          1,3744   -0,1%    1,3743     1,3722  +0,6% 
USD/CNH (Offshore)    6,4822   +0,2%    6,4828     6,4732  -0,3% 
Bitcoin 
BTC/USD        46.896,01   -4,5%   46.758,51   48.392,51 +61,4% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         67,47   68,36     -1,3%     -0,89 +40,5% 
Brent/ICE         71,65   72,25     -0,8%     -0,60 +40,6% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.786,42  1.790,98     -0,3%     -4,56  -5,9% 
Silber (Spot)       23,69   23,88     -0,8%     -0,19 -10,2% 
Platin (Spot)       996,00   999,85     -0,4%     -3,85  -7,0% 
Kupfer-Future        4,24    4,27     -0,7%     -0,03 +20,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: thomas.leppert@wsj.com

DJG/thl/flf

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August 26, 2021 03:56 ET (07:56 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

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