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MÄRKTE USA/Wall Street im Bann von China und "Hexensabbat"

DJ MÄRKTE USA/Wall Street im Bann von China und "Hexensabbat"

NEW YORK (Dow Jones)--Die Wall Street zeigt sich mit leichten Abschlägen am letzten Tag der Woche. Händler verweisen auf den großen Verfall, genannt "Hexensabbat", und die weiterhin herrschenden Sorgen in Bezug auf China. Die Verbraucherstimmung setzt dagegen keinen Akzent. Diese ist im August zwar gestiegen, blieb aber unter den Erwartungen des Marktes. Der Dow-Jones-Index verliert am Mittag (Ortszeit) 0,5 Prozent auf 34.584 Punkte. Der S&P-500 reduziert sich um 0,7 Prozent, der Nasdaq-Composite büßt 1,0 Prozent ein.

Die Volatilität am Aktienmarkt zum Wochenausklang fällt mit einem riesigen Optionsverfall zusammen, bei dem nach Angaben von Goldman Sachs Aktienoptionen im Wert von mehr als 750 Milliarden Dollar verfallen. Damit handelt es sich um einen der größten Verfalltermine der jüngeren Vergangenheit und um eine potenzielle Quelle für Turbulenzen am Aktienmarkt.

"Die Marktstimmung ist uneinheitlich, da Anleger derzeit nicht wissen, was sie mit den jüngsten Wirtschaftsdaten und den Erwartungen an die Fed anfangen sollen", sagt Analystin Ipek Ozkardeskaya von Swissquote. Stärker als erwartet ausgefallene Daten schienen eher die Sorgen vor einem schnelleren Zurückfahren der Wertpapierkäufe zu bedienen als den Appetit der Bullen zu beflügeln.

Auf die Stimmung schlagen weiterhin die Vorgänge in China um den wankenden Immobilienriesen Evergrande. Zwar sorge die Schlagzeile, dass China Geld ins Bankensystem pumpe, um die Ängste über die drohende Evergrande-Pleite zu mildern, für etwas Beruhigung, heißt es im Handel. Aber China könnte eine Immobilien- und Bankenkrise drohen. "Dies ist ein Makel der Märkte und die Ereignisse spitzen sich zu, aber es ist schwer zu erkennen, wie sich dies weiterentwickelt und ob es zerstörerisch wirkt", sagt Rentenstratege Chris Jeffery von Legal & General Investment Management.

Dollar-Rally geht weiter 

Der Dollar setzt seine jüngste Aufwärtstendenz fort. Der Dollar-Index liegt 0,3 Prozent im Plus und erholt sich wieder von zwischenzeitlichen Abgaben. Der Greenback profitiere damit erneut von seinem Status als sicherer Hafen angesichts sinkender Wachstumsperspektiven und der Vorgänge in China, heißt es. Auch die zuletzt guten US-Daten hätten geholfen, befeuern sie doch die Annahme einer baldigen Reduzierung der monatlichen Wertpapierkäufe der Fed.

Am Rentenmarkt fallen die Notierungen, die Renditen steigen entsprechend. Die Zinskurve hat sich jüngst wieder verflacht, woraus Analysten steigende Zinserhöhungsspekulationen schlussfolgern. Aktuell versteilert sich die Kurve aber wieder.

Die Kapitalsinjektionen in das chinesische Bankensystem stützen an den Rohstoffmärkten die Preise der Basismetalle - wie Kupfer. Mit Sorgen vor einem Konjunktureinbruch in China waren die Preise jüngst unter Druck geraten. Der Goldpreis wird derweil von steigenden Marktzinsen gebremst.

Die Ölpreise fallen. Analysten verweisen zur Begründung auf ein Wiederanfahren von immer mehr US-Fördereinrichtungen, nachdem diese von Wirbelsturm Ida außer Betrieb gesetzt worden waren. Der Prozess gehe zwar langsam über die Bühne, aber das US-Angebot steige, heißt es.

Invesco steigen mit Kreisemeldung 

Am Aktienmarkt verbessern sich die Aktien von Invesco um 0,8 Prozent. Laut Kreisen verhandelt die Investmentgesellschaft über eine Fusion mit der Vermögensverwaltung von State Street. Deren Titel reduzieren sich um 2,2 Prozent.

Die Papiere von United States Steel sinken um 7,4 Prozent. Der Stahlkonzern plant die Errichtung eines neuen Stahlwerks in den USA im kommenden Jahr.

Eli Lilly profitieren mit einem Abschlag von 0,9 Prozent nicht von der Nachricht, dass die US-Arzneimittelbehörde FDA die Notfallzulassung für die Covid-19-Kombinationstherapie des Pharmaherstellers auf Personen ausgeweitet hat, die nach Kontakt mit einer erkrankten Person ein hohes Infektionsrisiko aufweisen.

American Outdoor Brands steigen um 1,7 Prozent. Wenn die Unternehmenssteuern in den USA in dem Umfang erhöht würden wie von den Demokraten geplant, werde die Steuerquote des Herstellers von Schusswaffen und Ausrüstung für Freizeitaktivitäten in der Natur steigen, warnt Finanzvorstand Andy Fulmer. Für Erleichterung sorgt allerdings die Äußerung, die langfristige Strategie des Unternehmens sei dadurch jedoch nicht beeinträchtigt.

=== 
INDEX      zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     34.584,24 -0,5% -167,08   +13,0% 
S&P-500    4.441,47 -0,7%  -32,28   +18,3% 
Nasdaq-Comp. 15.028,44 -1,0% -153,49   +16,6% 
Nasdaq-100  15.332,75 -1,2% -183,16   +19,0% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,23    0,9    0,22    10,9 
5 Jahre     0,86    2,1    0,84    49,9 
7 Jahre     1,16    2,7    1,13    51,2 
10 Jahre    1,37    3,8    1,33    45,5 
30 Jahre    1,91    2,6    1,88    26,2 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Fr, 08:56 Do, 17:31  % YTD 
EUR/USD        1,1733   -0,3%   1,1772   1,1760  -3,9% 
EUR/JPY        128,99   -0,1%   129,35   128,98  +2,3% 
EUR/CHF        1,0921   +0,0%   1,0912   1,0879  +1,0% 
EUR/GBP        0,8529   -0,0%   0,8533   0,8535  -4,5% 
USD/JPY        109,95   +0,2%   109,88   109,67  +6,4% 
GBP/USD        1,3754   -0,3%   1,3797   1,3779  +0,7% 
USD/CNH (Offshore)   6,4683   +0,2%   6,4492   6,4534  -0,5% 
Bitcoin 
BTC/USD       47.506,26   -0,4% 47.998,76 48.186,26 +63,5% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.   +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        71,62   72,61   -1,4%   -0,99 +49,2% 
Brent/ICE        74,84   75,67   -1,1%   -0,83 +47,0% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag   +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.752,95  1.753,65   -0,0%   -0,70  -7,6% 
Silber (Spot)      22,49   22,98   -2,1%   -0,49 -14,8% 
Platin (Spot)     946,85   937,00   +1,1%   +9,85 -11,5% 
Kupfer-Future      4,25    4,28   -0,6%   -0,03 +20,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/flf

(END) Dow Jones Newswires

September 17, 2021 12:28 ET (16:28 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
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