Anzeige
Mehr »
Dienstag, 31.03.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Globaler Roll-out startet: Explosives Update: CA$8,4 Mio. Auftragsbestand - Nexus rollt Europa & Arktis auf
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
447 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Scholz: Steuereinigung bereitet den Weg für weitere Projekte

DJ Scholz: Steuereinigung bereitet den Weg für weitere Projekte

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat sich überzeugt gezeigt, dass die erreichte Einigung auf eine globale Mindeststeuer und neue Regeln für die Aufteilung von Besteuerungsrechten Vorbild für weitere globale Verständigungen sein kann. "Sie markiert den Beginn einer neuen Ära multilateraler Zusammenarbeit", sagte Scholz in einer auf Englisch gehaltenen Videobotschaft bei einem Steuersymposium des Finanzministeriums. Die Einigung auf dieses Zwei-Säulen-Projekt werde "den Weg bereiten für viele weitere Projekte, die enge Zusammenarbeit auf einem globalen Niveau erfordern werden".

Die Übereinkunft beweise, dass globale Lösungen für aktuelle Herausforderungen gefunden werden könnten. Damit könne man "endlich die Welt der internationalen Besteuerung so ändern, dass sie die Realitäten der heutigen digitalisierten Wirtschaft besser reflektiert", betonte Scholz. "Wir können die Stabilität des internationalen Steuerrahmens wiederherstellen und weitere unkoordinierte und einseitige Steuermaßnahmen verhindern." Die Einigung auf eine Zwei-Säulen-Lösung führe zu gleichwertigen Wettbewerbsbedingungen im weltweiten Steuersystem, mehr Steuersicherheit und einem Ende des Rennens um immer niedrigere Sätze.

"Für mich sind faire internationale Steuerregeln entscheidend, um die nachhaltige Finanzierung unserer öffentlichen Güter zu gewährleisten", betonte Scholz. In den kommenden Jahren stehe die Erholung von der Corona-Krise im Mittelpunkt, und es werde "extrem wichtig sein, die Regierungsbudgets zu stabilisieren". Die Notwendigkeit globaler Lösungen sei mit der Corona-Krise noch gestiegen.

136 Staaten einig zu Steuerrechten und Mindeststeuer 

Im Rahmen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) haben sich 136 Staaten auf eine faire Aufteilung von Besteuerungsrechten und eine globale effektive Mindestbesteuerung mit einem einheitlichen Steuersatz von 15 Prozent geeinigt. Die Finanzminister der 20 führenden Industrie- und Schwellenländer (G20) beschlossen Anfang Juli das Grundkonzept und billigten Mitte Oktober noch offen gebliebene technische Details und einen Fahrplan zur Umsetzung.

Unter Säule 1 haben die Staaten laut Finanzministerium ein neuartiges System der Zuordnung internationaler Besteuerungsrechte entwickelt. Durch die Schaffung neuer Anknüpfungspunkte sollen demnach tendenziell die Besteuerungsrechte vom Ort der Produktion dahin gelenkt werden, wo die Produkte vermarktet und die Gewinne erwirtschaftet werden. Dazu soll ein Anteil des Gewinns einer Unternehmensgruppe oder Geschäftssparte den Staaten zugeteilt werden. Die Einführung nationaler Maßnahmen und insbesondere nationaler Digitalsteuern soll damit überflüssig werden.

Säule 2 sieht eine globale effektive Mindestbesteuerung vor. Alle Staaten einigen sich demnach auf ein weltweit gültiges Mindestniveau der Besteuerung. Dabei soll aber keinem Staat vorgeschrieben werden, welcher Steuersatz in seinem Land gilt. Staaten mit einem höheren Besteuerungsniveau können aber auf die sehr niedrigen Steuersätze anderer Staaten etwa durch Nachversteuerung von ins Ausland verschobenen Gewinnen oder durch Versagung des steuerlichen Betriebsausgabenabzugs reagieren. Die Höhe der Besteuerung soll sich dabei nach der Differenz zwischen der tatsächlichen Besteuerung im anderen Land und dem vereinbarten Mindeststeuersatz richten.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

October 26, 2021 08:28 ET (12:28 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
Energiepreisschock - Diese 3 Werte könnten langfristig abräumen!
Die Eskalation im Iran-Konflikt hat die Energiepreise mit voller Wucht nach oben getrieben. Was zunächst nach einer kurzfristigen Reaktion aussah, entwickelt sich zunehmend zu einem strukturellen Problem: Die Straße von Hormus ist blockiert, wichtige LNG- und Ölanlagen stehen still oder werden gezielt angegriffen. Eine schnelle Entspannung ist nicht in Sicht – im Gegenteil, die Lage spitzt sich weiter zu.

Für die Weltwirtschaft bedeutet dies wachsende Risiken. Steigende Energiepreise erhöhen den Inflationsdruck, gefährden Zinssenkungen und bringen die ohnehin hoch bewerteten Aktienmärkte ins Wanken. Doch wo Risiken entstehen, ergeben sich auch Chancen.

Denn von einem dauerhaft höheren Energiepreisniveau profitieren nicht nur Öl- und Gasunternehmen. Auch Versorger, erneuerbare Energien sowie ausgewählte Rohstoff- und Agrarwerte rücken in den Fokus. In diesem Umfeld könnten gezielt ausgewählte Unternehmen überdurchschnittlich profitieren – unabhängig davon, ob die Krise anhält oder nicht.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir drei Aktien vor, die genau dieses Profil erfüllen: Krisenprofiteure mit solidem Geschäftsmodell, attraktiver Bewertung und langfristigem Potenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – und Ihr Depot auf den Energiepreisschock vorbereiten!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.