Mainz (ots) -
Erstmal durchatmen. Vielleicht der beste Rat in der Causa Kimmich, auch wenn sie einen Nerv trifft. Es ist ja auch fragwürdig, wenn ein bekannter Fußballprofi sich nicht impfen lassen will, während vielerorts ungeimpfte Besucher noch nicht einmal ins Stadion dürfen. Kimmich kann seinem Beruf auch deshalb nachgehen, weil sich andere haben impfen lassen, dennoch: Es gibt nun mal keine Impfpflicht. Zudem hat er sich - auf Nachfrage - zu einem Thema geäußert, das in seine Privatsphäre fällt. Diese muss man ihm, trotz aller Privilegien, zugestehen. Zugestehen muss man ihm auch, dass viele Menschen gerade in seinem Alter ähnliche Bedenken hatten oder haben. Inzwischen haben sich die meisten Erwachsenen zum Glück impfen lassen, ein Teil (noch) nicht. Und ein Teil wird sich nur deshalb dafür entschieden haben, um nicht mehr eingeschränkt zu werden. Auf Dauer ist Überzeugung aber der bessere Weg als Druck, der auch Trotz hervorrufen kann. Diese Überzeugungsarbeit ist noch immer ausbaufähig. Ein Impfbus allein etwa ist kein "niedrigschwelliges" Angebot, wenn man sich alle Infos dazu noch immer selbst zusammensuchen muss. Weiteres Beispiel: Im Frühjahr haben Millionen Menschen im Land Post bekommen, mit Gutscheinen für Masken; wo waren und sind die Millionen Briefe an Senioren, mit allen Infos zum Impfangebot? Wo ist die Hilfe für Hausärzte, um noch ungeimpfte Patienten anzurufen und zu informieren? Am Datenschutz (siehe Maskenbriefe) dürfte es ja wohl nicht scheitern. Das Land kennt jetzt zwar einen bekannten Fußballer, der sich nicht impfen lassen will. Viel besser wäre eine breite Kampagne mit einigen seiner ebenso bekannten Kollegen, die sich dafür entschieden haben.
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Erstmal durchatmen. Vielleicht der beste Rat in der Causa Kimmich, auch wenn sie einen Nerv trifft. Es ist ja auch fragwürdig, wenn ein bekannter Fußballprofi sich nicht impfen lassen will, während vielerorts ungeimpfte Besucher noch nicht einmal ins Stadion dürfen. Kimmich kann seinem Beruf auch deshalb nachgehen, weil sich andere haben impfen lassen, dennoch: Es gibt nun mal keine Impfpflicht. Zudem hat er sich - auf Nachfrage - zu einem Thema geäußert, das in seine Privatsphäre fällt. Diese muss man ihm, trotz aller Privilegien, zugestehen. Zugestehen muss man ihm auch, dass viele Menschen gerade in seinem Alter ähnliche Bedenken hatten oder haben. Inzwischen haben sich die meisten Erwachsenen zum Glück impfen lassen, ein Teil (noch) nicht. Und ein Teil wird sich nur deshalb dafür entschieden haben, um nicht mehr eingeschränkt zu werden. Auf Dauer ist Überzeugung aber der bessere Weg als Druck, der auch Trotz hervorrufen kann. Diese Überzeugungsarbeit ist noch immer ausbaufähig. Ein Impfbus allein etwa ist kein "niedrigschwelliges" Angebot, wenn man sich alle Infos dazu noch immer selbst zusammensuchen muss. Weiteres Beispiel: Im Frühjahr haben Millionen Menschen im Land Post bekommen, mit Gutscheinen für Masken; wo waren und sind die Millionen Briefe an Senioren, mit allen Infos zum Impfangebot? Wo ist die Hilfe für Hausärzte, um noch ungeimpfte Patienten anzurufen und zu informieren? Am Datenschutz (siehe Maskenbriefe) dürfte es ja wohl nicht scheitern. Das Land kennt jetzt zwar einen bekannten Fußballer, der sich nicht impfen lassen will. Viel besser wäre eine breite Kampagne mit einigen seiner ebenso bekannten Kollegen, die sich dafür entschieden haben.
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