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MÄRKTE USA/Rekordjagd hält an - Berichtssaison überzeugt weiter

DJ MÄRKTE USA/Rekordjagd hält an - Berichtssaison überzeugt weiter

NEW YORK (Dow Jones)--Die Rekordjagd an der Wall Street setzt sich auch am Dienstag fort. Der bislang positive Verlauf der Berichtssaison treibt die Kurse weiter an, heißt es. Dagegen treten die Sorgen um eine steigende Inflation und anhaltende Lieferkettenprobleme sowie Bedenken um die weltweite Konjunkturerholung in den Hintergrund.

Der Dow-Jones-Index steigt am Mittag (Ortszeit) um 0,2 Prozent auf 35.795 Punkte, für den S&P-500 geht es um 0,3 Prozent nach oben. Beide Indizes haben erneut Rekordstände markiert. Für den technologielastigen Nasdaq-Composite steht ein Plus von 0,2 Prozent zu Buche.

Ein echter Gradmesser für den Verlauf der Berichtssaison kommt nach der Schlussglocke, dann werden die Technologie-Schwergewichte Twitter, Microsoft, Advanced Micro Devices sowie die Google-Mutter Alphabet ihre Ergebnisse vorlegen. Im Wochenverlauf folgt auch noch Apple.

Die Analysten der Deutschen Bank geben sich indessen etwas vorsichtiger. "Auch wenn dies insgesamt eine gute Gewinnsaison war, sehen wir immer mehr Unternehmen mit Lieferrückständen, Einstellungsproblemen und steigenden Inputpreisen, die die Gewinne belasten", so die Experten.

Stimmung der US-Verbraucher hellt sich auf 

Besser als erwartete US-Konjunkturdaten stützen die Stimmung zusätzlich. So ist die Stimmung unter den US-Verbrauchern im Oktober gestiegen, während die Ökonomen mit einem Rückgang gerechnet hatten. Zudem wurde der Vormonat leicht nach oben revidiert. Auch die Subinidzes für die aktuelle Lage und die Erwartungen legten zu.

Auch die Neubauverkäufe für den September legten mit einem Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vormonat wesentlich deutlicher zu als prognostiziert.

Berichtssaison läuft auf vollen Touren - UPS mit Kurssprung 

Die Berichtssaison legt derweil keine Pause ein. Am Montag nach Handelsschluss hatte bereits Facebook Einblicke in den Geschäftsverlauf gewährt. Der Social-Media-Riese hatte im dritten Quartal beim Gewinn die Erwartungen des Marktes geschlagen, blieb aber beim Umsatz unter den Schätzungen der Analysten. Auch der Umsatzausblick für das laufende vierte Quartal verfehlte die Marktprognose. Die Aktie notiert 4,3 Prozent leichter.

General Electric (GE) hat im dritten Quartal wieder einen Gewinn erzielt, der höher als erwartet ausfiel. Der Umsatz blieb aber sowohl unter dem Vorjahreswert als auch den Erwartungen der Analysten, obwohl die Triebwerkssparte ein deutliches Wachstum aufwies. Für das Gesamtjahr zeigt sich das Unternehmen gewinnseitig etwas zuversichtlicher. Die Aktie gewinnt 2,8 Prozent.

Lockheed Martin hat sein Ergebnis im dritten Quartal wegen eines Sondereffekts fast gedrittelt, aber besser abgeschnitten als vom Markt erwartet. Auf der Umsatzseite verfehlte der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern allerdings die Konsensschätzung. Die Aktie rutscht um 11,7 Prozent ab.

Raytheon Technologies (-2,8%) hat im dritten Quartal Umsatz und Gewinn kräftig gesteigert und auf bereinigter Basis mehr verdient als erwartet. Die Jahresprognose für den bereinigten Gewinn hob der Konzern an. Finanzvorstand Neil Mitchill wies darauf hin, dass Einschränkungen in der Lieferkette eher ein Thema für das vierte Quartal sein werden.

Der Mischkonzern 3M (+0,2%) hat im dritten Quartal trotz Störungen der globalen Lieferketten deutlich mehr verdient als im Vorjahr und die Erwartungen übertroffen. Zudem engte das Unternehmen die Prognosespannen für Umsatz und Gewinn je Aktie im Gesamtjahr ein.

Der Paketdienstleister UPS hat im dritten Quartal mit Umsatz und Gewinn die Markterwartungen übertroffen. Die Aktie macht einen Kurssprung um 7,7 Prozent. Alle Geschäftssegmente erzielten Ergebnisse über den Prognosen.

Der Pharmakonzern Eli Lilly (+1,1%) hat im dritten Quartal mehr umgesetzt als erwartet und wird für das Gesamtjahr optimistischer. Die Gewinnerwartung für den Berichtszeitraum wurde allerdings knapp verfehlt.

Die milliardenschwere Übernahme des britischen Wett- und Glücksspielanbieters Entain durch den US-Konkurrenten Draftkings ist unterdessen vom Tisch. Das US-Unternehmen teilte mit, dass es von einer Übernahme absieht. Die Draftkings-Aktie gewinnt 4,7 Prozent.

Ölpreise legen weiter zu - Dollar fester 

Die Ölpreise setzen ihre Aufwärtstendenz fort. Verglichen mit Erdgas sei Öl nach wie vor klar günstiger, so die DZ Bank. "Die Nachfrageerholung, der hohe Erdgaspreis und die überzogene Zurückhaltung der Opec+ bei ihrer Produktionsplanung führen zu einer preistreibenden Knappheit", heißt es weiter. Die Marktteilnehmer warten auf die API-Daten zu den US-Öllagerbeständen, die am Abend (MESZ) veröffentlicht werden.

Am Devisenmarkt zeigt sich der Dollar etwas fester. Der Dollar-Index steigt um 0,2 Prozent. Devisenstrategin Kathy Lien von BK Asset Management sieht die Kernangaben über die persönlichen Konsumausgaben in den USA am Freitag als bedeutender für die kurzfristige Richtung des Greenbacks an als die Wachstumsdaten zum dritten Quartal am Donnerstag. Der Kern-PCE-Index, den die US-Notenbank zur Messung der Inflation bevorzugt heranziehe, dürfte neue Hochs erklommen haben, so die Expertin. In der Folge dürften sowohl Inflationserwartungen als auch Dollar-Wechselkurse klettern.

Der Goldpreis gibt die Vortagesgewinne wieder vollständig ab und rutscht unter die Marke von 1.800 Dollar. Am Vortag war das Edelmetall auf den höchsten Stand seit sechs Wochen gestiegen, weil Anleger aus Sorge vor der Inflationsentwicklung das Edelmetall als Inflationsschutz gekauft hatten. Teilnehmer verweisen zur Begründung für den fallenden Preis auf den festen Dollar und Gewinnmitnahmen.

=== 
INDEX      zuletzt +/- % absolut +/- % YTD 
DJIA     35.795,40 +0,2%  54,25   +17,0% 
S&P-500    4.580,40 +0,3%  13,92   +22,0% 
Nasdaq-Comp. 15.264,34 +0,2%  37,63   +18,4% 
Nasdaq-100  15.579,03 +0,4%  64,83   +20,9% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     0,46    2,5    0,44    34,5 
5 Jahre     1,19    1,8    1,18    83,4 
7 Jahre     1,47    0,8    1,46    82,4 
10 Jahre    1,63    0,0    1,63    71,6 
30 Jahre    2,06   -1,9    2,08    41,7 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Di., 8:25 Uhr Mo, 17:53  % YTD 
EUR/USD        1,1587   -0,2%     1,1654   1,1613  -5,1% 
EUR/JPY        132,36   +0,2%     132,36   132,02  +5,0% 
EUR/CHF        1,0666   -0,1%     1,0675   1,0672  -1,3% 
EUR/GBP        0,8419   -0,2%     0,8463   0,8428  -5,7% 
USD/JPY        114,21   +0,4%     113,57   113,68  +10,6% 
GBP/USD        1,3763   -0,0%     1,3772   1,3779  +0,7% 
USD/CNH (Offshore)   6,3828   -0,0%     6,3767   6,3821  -1,8% 
Bitcoin 
BTC/USD       62.324,51   -0,8%   61.934,51 63.503,76 +114,5% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.     +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        84,64   83,76     +1,1%    0,88  +77,5% 
Brent/ICE        86,39   85,99     +0,5%    0,40  +70,3% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.791,02  1.807,79     -0,9%   -16,77  -5,6% 
Silber (Spot)      24,04   24,57     -2,2%   -0,53  -8,9% 
Platin (Spot)    1.032,81  1.061,99     -2,7%   -29,18  -3,5% 
Kupfer-Future      4,50    4,53     -0,7%   -0,03  +27,6% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/ros/err

(END) Dow Jones Newswires

October 26, 2021 12:20 ET (16:20 GMT)

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