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MORNING BRIEFING - USA/Asien

DJ MORNING BRIEFING - USA/Asien

Der Markt-Überblick am Morgen, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:

FEIERTAGSHINWEIS

FREITAG: In den USA findet am Aktienmarkt (bis 19.00 Uhr MEZ) und am Anleihemarkt (bis 20.00 Uhr MEZ) nur ein verkürzter Handel statt.

TAGESTHEMA

In Südafrika ist eine neue Coriona-Variante aufgetreten, die an den asiatischen Börsen zum Wochenausklang für starke Kursverluste sorgt. Laut südafrikanischen Wissenschaftlers weist die neue Variante mit der Bezeichnung B.1.1.529 eine "sehr hohe Anzahl von Mutationen auf" und gibt "Anlass zur Sorge". Südafrikas Gesundheitsminister Joe Phaahla bezeichnete die Variante als "ernsthaft besorgniserregend" und als Ursache für einen "exponentiellen" Anstieg der gemeldeten Fälle in seinem Land. Die Wirksamkeit der Vakzine gegen diese Virusvariante ist demnach noch unklar. Großbritannien hat wegen der neuen Variante den Reiseverkehr mit sechs afrikanischen Ländern eingestellt. Es gebe Hinweise darauf, "dass sie möglicherweise übertragbarer ist als die Delta-Variante und dass Impfstoffe (...) möglicherweise weniger wirksam sind", sagte Gesundheitsminister Sajid Javid. Deshalb würden alle Flüge aus Südafrika, Namibia, Lesotho, Eswatini, Simbabwe und Botsuana nach Großbritannien von Freitagmittag an eingestellt. Reisende, die bis dahin noch aus einem dieser Länder in Großbritannien ankommen, müssten sich in Quarantäne begeben und am zweiten und achten Tag einen PCR-Test machen.

ÜBERSICHT INDIZES

INDEX             Stand +/- % 
E-Mini-Future S&P-500   4.635,25 -1,4% 
E-Mini-Future Nasdaq-100 16.242,75 -0,8% 
Nikkei-225        28.751,62 -2,5% 
Hang-Seng-Index      24.190,07 -2,2% 
Kospi           2.936,44 -1,5% 
Shanghai-Composite     3.564,62 -0,5% 
S&P/ASX 200        7.279,30 -1,7% 
 

FINANZMÄRKTE

OSTASIEN (VERLAUF)

Sorgen vor einer erneuten Verschärfung der Corona-Pandemie schicken zum Wochenausklang die Aktienmärkte in Asien auf Talfahrt. Dabei geht es um die mögliche Ausbreitung einer neuen Virus-Variante, die bislang vor allem in Südafrika nachgewiesen wurde, aber auch schon andernorts aufgetaucht ist. Zudem schießen auch in anderen Teilen der Welt die Neuinfektionen weiter nach oben. Dies könnte die zuletzt gesehene konjunkturelle Erholung wieder abwürgen. "Das Auftauchen eines stark mutierten neuen Covid-19-Stammes in Südafrika und zwei Fälle dieser Variante, die in nun Hongkong entdeckt wurden, sorgen für kräftige Abgaben", sagt Jeffrey Halley, Marktanalyst bei Oanda. Der Hang-Seng-Index gehört zu den größten Verlierern in der Region. Unter Druck stehen vor allem die Kasinowerte, sowie Aktien aus dem Konsumbereich. Noch deutlicher fiel das Minus in Tokio aus. Anleger befürchten, dass die Variante Japan dazu zwingen könnte, die langsame Wiedereröffnung der Wirtschaft zu verschieben, hieß es. Aktien von Fluggesellschaften stehen in der gesamten Region unter Druck, mit der Sorge um erneute Reisebeschränkungen. Energiewerte geben mit den stark fallenden Ölpreisen ebenfalls kräftig nach.

US-NACHBÖRSE (25. November)

Wenig Bewegung gab es im nachbörslichen Handel am Mittwoch. Im Vorfeld des Feiertages "Thanksgiving" am Donnerstag gab es kaum Unternehmensnachrichten. Die Titel von HP und Dell bauten ihre kräftigen Kursgewinne aus dem regulären Handel leicht aus und gewannen 0,4 bzw 0,5 Prozent. Für die Aktien von Deere ging es um 0,3 Prozent nach oben. Der Landmaschinenhersteller will weiter bei Akquisitionen aktiv bleiben, um neue Technologien zu erwerben. Dies soll sich vor allem auf die Bereiche autonome Fähigkeiten für Maschinen, digitale Lösungen, Konnektivität sowie Elektrifizierung konzentrieren, sagte Finanzvorstand Ryan Campbell während einer Analysten-Telefonkonferenz.

WALL STREET (24. November)

INDEX         zuletzt   +/- %   absolut    +/- % YTD 
DJIA        35.804,38   -0,0%    -9,42     +17,0% 
S&P-500       4.701,46   +0,2%    10,76     +25,2% 
Nasdaq-Comp.    15.845,23   +0,4%    70,09     +22,9% 
Nasdaq-100     16.367,81   +0,4%    61,10     +27,0% 
 
           Mittwoch   Dienstag 
Umsatz NYSE (Aktien) 745 Mio   895 Mio 
Gewinner       1.807     1.592 
Verlierer      1.485    1.819 
Unverändert      138     117 
 

Wenig verändert - Im Vorfeld des Thanksgiving-Feiertags mussten die Anleger eine Flut an Konjunkturdaten verarbeiten, die insgesamt durchwachsen ausfielen und für keine spürbaren Impulse sorgten. Das BIP für das dritte Quartal fiel minimal schwächer aus als erwartet. Das veröffentlichte Protokoll der Fed-Sitzung vom 3. November brachte keine neuen Erkenntnisse. Einige Notenbanker signalisierten, dass sie das Programm zum Ankauf von Anleihen wegen des höheren Inflationsdrucks früher auslaufen lassen wollen. HP schossen um 10,1 Prozent nach oben, angetrieben von einem starken Anstieg der PC-Verkäufe und der Umsätze. Für Dell ging es um 4,8 Prozent aufwärts, nach bei Umsatz und Nettogewinn übertroffenen Erwartungen auch dieses Computerbauers. Autodesk brachen um 15,5 Prozent ein, nachdem der Softwarehersteller seine Umsatz- und Gewinnprognose nach unten genommen hatte. Der Landmaschinenhersteller Deere (+5,3%) übertraf mit seinen Geschäftszahlen die Umsatz- und Ergebnisprognosen. Der Bekleidungseinzelhändler Gap berichtete über Lieferprobleme, woraif der Kurs um 24,1 Prozent abstürzte. Nordstrom rutschten um 29,0 Prozent weg. Der Einzelhändler blieb im dritten Quartal unter den Erwartungen.

USA - ANLEIHEN (24.November)

Laufzeit       Rendite  Bp zu VT Rendite VT    +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,64    2,4    0,62      52,4 
5 Jahre         1,35    0,6    1,34      98,5 
7 Jahre         1,57    -0,7    1,58      92,5 
10 Jahre         1,64    -2,8    1,67      72,2 
30 Jahre         1,96    -6,5    2,02      31,2 
 

US-Anleihen erhielten im Verlauf wegen der anhaltenden Corona-Sorgen als sicherer Hafen etwas Zulauf. Zunächst hatten sie etwas nachgegeben in Reaktion auf einen etwas stärker als erwartet gestiegenen PCE-Preisdeflator, der die ohnehin kursierenden Zinserhöhungsspekulationen befeuerte.

DEVISENMARKT

DEVISEN     zuletzt   +/- %   00:00 Do, 8:38 Uhr  % YTD 
EUR/USD      1,1222   +0,1%   1,1208    1,1219  -8,1% 
EUR/JPY      128,49   -0,6%   129,28    129,38  +1,9% 
EUR/GBP      0,8439   +0,3%   0,8415    0,8405  -5,5% 
GBP/USD      1,3298   -0,2%   1,3321    1,3348  -2,8% 
USD/JPY      114,51   -0,7%   115,35    115,33 +10,9% 
USD/KRW     1.193,66   +0,3%  1.190,26   1.189,85  +9,9% 
USD/CNY      6,3915   +0,1%   6,3862    6,3864  -2,1% 
USD/CNH      6,3946   +0,1%   6,3888    6,3880  -1,7% 
USD/HKD      7,7971   +0,0%   7,7968    7,7967  +0,6% 
AUD/USD      0,7132   -0,8%   0,7188    0,7206  -7,4% 
NZD/USD      0,6813   -0,6%   0,6854    0,6879  -5,2% 
Bitcoin 
BTC/USD    57.693,01   -2,1% 58.943,33   57.641,26 +98,6% 
 

Der Dollar gab ganz leicht nach. Das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank lieferte den Dollar-Bullen kein neues Futter, weil es lediglich das bestätigte, was sich zuletzt aus den zunehmend falkenhaften Äußerungen diverser US-Notenbanker ohnehin herauskristallisiert hatte, wie Devisen-Analystin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank sagte. Mit der neuen Corona-Variante ist zum Wochenausklang vor allem der als sicherer Hafen geltende Yen gesucht.

ROHSTOFFE

ÖL

ROHÖL      zuletzt VT-Settl.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex     75,98   78,39   -3,1%     -2,41 +60,0% 
Brent/ICE     80,27   82,22   -2,4%     -1,95 +62,5% 
 

Die Ölpreise zeigten sich wenig verändert, wobei das Handelsvolumen aufgrund des Thanksgiving-Feiertags in den USA geringer war. Die Blicke der Anleger richteten sich auf das Opec+-Treffen in der kommenden Woche. Berichten zufolge erwägt das Ölkartell, Pläne zur Lockerung der Produktionsbeschränkungen auszusetzen. Grund hierfür sei, dass einige Länder ihre Ölreserven freigeben wollten, um die Preise nach unten zu bewegen. In Asien stehen die Ölpreise mit der neuen Corona-Variante und der Sorge vor einer sinkenden Nachfrage deutlich unter Druck.

METALLE

METALLE     zuletzt   Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)   1.799,69  1.788,92   +0,6%    +10,77  -5,2% 
Silber (Spot)   23,61   23,58   +0,1%     +0,04 -10,5% 
Platin (Spot)   986,29   998,76   -1,2%    -12,47  -7,9% 
Kupfer-Future    4,39    4,44   -1,6%     -0,07 +24,6% 
 

MELDUNGEN SEIT DONNERSTASG 20.00 UHR

CORONAVIRUS-PANDEMIE

- Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat sich wegen der Corona-Krise dagegen ausgesprochen, im nächsten Jahr wieder wie gewohnt Karneval zu feiern.

- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass die Corona-Impfungen allein in Europa mindestens einer halben Million Menschen das Leben gerettet haben.

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/err/gos/ros

(END) Dow Jones Newswires

November 26, 2021 01:38 ET (06:38 GMT)

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