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MÄRKTE EUROPA/Erholung im Rallymodus dank Konjunkturzuversicht

DJ MÄRKTE EUROPA/Erholung im Rallymodus dank Konjunkturzuversicht

FRANKFURT (Dow Jones)--In Rallylaune haben sich die europäischen Aktienmärkte am Mittwoch gezeigt. Starke US-Wirtschaftsdaten und ein für die US-Konjunktur zuversichtlicher US-Notenbankchef sorgten für Kauflaune und im Spätgeschäft nochmals anziehende Kurse. Gleichzeitig ebbten Sorgen wegen der Virus-Variante Omikron zunächst merklich ab.

Der DAX stieg um 2,5 Prozent auf 15.473 Punkte, der Euro-Stoxx-50um 2,9 Prozent auf 4.179 Punkte. Besonders kräftig erholt zeigten sich die Auto-, Technologie- und Tourismuswerte mit Gewinnen bis zu 3,8 Prozent in den Stoxx-Branchenindizes. Tendenziell auf der Verliereseite fanden sich Aktien von Unternehmen, die von Lockdwon-Maßnahmen und vermehrten Corona-Tests profitieren wie beispielsweise Laborausrüster und Essenszulieferer.

Fed-Chef Powell hatte vor einem Ausschuss Aussagen vom Vortag wiederholt und von einer sehr starken US-Wirtschaft gesprochen. Unterstützt wurde dies von einem sehr robusten ADP-Arbeitsmarktbericht zum Stellenaufbau in der US-Privatwirtschaft.

Beim Thema Omikron beruhigte unter anderem Biontech-Chef Ugur Sahin mit dem Hinweis, dass vorhandene Impfstoffe vor einem schweren Krankheitsverlauf auch bei der Omikron-Variante schützen dürften.

Reise- und Autowerte an der Spitze 

Besonders kräftig waren Autowerte gesucht. In der Autoindustrie könnte die erhoffte Auflösung des Orderstaus als Folge des Chipmangels zu starken Gewinnzuwächsen führen, so die Spekulation. Bei Daimler (+4,3%) sorgte zudem der Börsengang der Lkw-Sparte am 10. Dezember für Fantasie.

Reise- und Tourismusaktien (+3,1%) profitierten laut Händlern davon, dass es zumindest wegen Omikron zunächst wohl keine Reisebeschränkungen geben wird. Lufthansa stiegen um 5,1, IAG und Air France um 3,4 Prozent. Tui legten um 4 Prozent zu. Auch Fraport gewannen 4 Prozent. Hier wirkte zudem, dass das Unternehmen mit dem türkischen Konsortiumspartner TAV Airport den Zuschlag für den weiteren Betrieb des Flughafens Antalya bis 2051 erhalten hat.

Adler Group schossen um 34,5 Prozent nach oben und machten die massiven Vortagsverluste wieder mehr als wett. LEG Immobilien kauft von der hoch verschuldeten Adler Group rund 15.400 Wohnungen.

Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
             stand   absolut     in %     seit 
                              Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50     4.179,15   +116,09    +2,9%    +17,6% 
Stoxx-50        3.666,37    +72,95    +2,0%    +18,0% 
Stoxx-600        470,86    +7,90    +1,7%    +18,0% 
XETRA-DAX       15.472,67   +372,54    +2,5%    +12,8% 
FTSE-100 London    7.168,68   +109,23    +1,5%     +9,3% 
CAC-40 Paris      6.881,87   +160,71    +2,4%    +24,0% 
AEX Amsterdam      790,70    +13,31    +1,7%    +26,6% 
ATHEX-20 Athen     2.100,82    +23,10    +1,1%     +8,6% 
BEL-20 Bruessel    4.154,97    +41,58    +1,0%    +14,7% 
BUX Budapest     51.860,19   +395,59    +0,8%    +23,2% 
OMXH-25 Helsinki    5.429,48   +128,41    +2,4%    +18,4% 
ISE NAT. 30 Istanbul  1.997,14    +54,32    +2,8%    +22,1% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.800,63    +16,72    +0,9%    +22,9% 
PSI 20 Lissabon    5.433,05    +40,84    +0,8%    +11,8% 
IBEX-35 Madrid     8.452,60   +147,50    +1,8%     +4,7% 
FTSE-MIB Mailand   26.371,92   +557,58    +2,2%    +16,1% 
RTS Moskau       1.687,12    +41,31    +2,5%    +21,6% 
OBX Oslo        1.059,12    +7,99    +0,8%    +23,3% 
PX Prag        1.363,16    +5,94    +0,4%    +32,7% 
OMXS-30 Stockholm   2.290,72    +49,06    +2,2%    +22,2% 
WIG-20 Warschau    2.217,18    +22,81    +1,0%    +11,8% 
ATX Wien        3.710,35    +48,89    +1,3%    +30,3% 
SMI Zuerich      12.266,46   +106,77    +0,9%    +14,6% 
 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Mi, 8:17 Uhr Di, 17:32  % YTD 
EUR/USD        1,1321   -0,2%    1,1329   1,1270  -7,3% 
EUR/JPY        127,83   -0,4%    128,56   127,84  +1,4% 
EUR/CHF        1,0421   +0,0%    1,0423   1,0398  -3,6% 
EUR/GBP        0,8504   -0,3%    0,8505   0,8519  -4,8% 
USD/JPY        112,89   -0,3%    113,48   113,44  +9,3% 
GBP/USD        1,3314   +0,1%    1,3321   1,3230  -2,6% 
USD/CNH (Offshore)   6,3691   +0,0%    6,3677   6,3786  -2,1% 
Bitcoin 
BTC/USD       57.380,01   -1,3%   57.380,01 57.468,76 +97,5% 
 
 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        67,58   66,18     +2,1%    1,40 +42,3% 
Brent/ICE        70,84   69,23     +2,3%    1,61 +39,1% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.784,11  1.774,57     +0,5%   +9,54  -6,0% 
Silber (Spot)      22,50   22,90     -1,8%   -0,40 -14,8% 
Platin (Spot)     949,20   941,20     +0,9%   +8,00 -11,3% 
Kupfer-Future      4,27    4,28     -0,2%   -0,01 +21,1% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/gos

(END) Dow Jones Newswires

December 01, 2021 12:24 ET (17:24 GMT)

Copyright (c) 2021 Dow Jones & Company, Inc.

© 2021 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

Für Energieversorger und ihre Zulieferer könnte damit ein goldenes Zeitalter beginnen. Steigende Nachfrage, langfristige Abnahmeverträge und wachsende Strompreise schaffen ein Umfeld, in dem ausgewählte Unternehmen zum nächsten großen KI-Trade werden könnten.

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