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MÄRKTE USA/Moderate Gewinne nach US-Inflationsdaten

DJ MÄRKTE USA/Moderate Gewinne nach US-Inflationsdaten

NEW YORK (Dow Jones)--Mit einem leichten Plus zeigt sich die Wall Street am letzten Handelstag der Woche. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreisdaten für November sorgten für etwas Erleichterung. Die Jahresteuerung erreichte zwar mit 6,8 Prozent ein 39-Jahreshoch, lag damit aber nur minimal über der Prognose von 6,7 Prozent. Am Markt hatte es im Vorfeld Befürchtungen um einen noch deutlicheren Anstieg gegeben.

Gleichwohl könnten die Daten den Druck auf die US-Notenbank nochmals erhöhen. "Wenn es noch eines Arguments bedurft hatte, um die US-Notenbank von der Notwendigkeit eines zügigeren Ausstiegs aus der ultra-lockeren Geldpolitik zu überzeugen, dann wurde dieses durch die Inflationsdaten geliefert", so LBBW-Analyst Elmar Völker, der eine noch straffere Geldpolitik erwartet. Die US-Notenbank werde auf ihrer Sitzung nächste Woche die Normalisierung der Geldpolitik beschleunigen und ihre Anleihekäufe schneller zurückfahren als bisher, hieß es von der Commerzbank.

Die US-Notenbank trifft sich in der kommenden Woche wieder, um den weiteren geldpolitischen Kurs zu beraten. Eine Rückführung ihrer Anleihekäufe (Tapering) hat sie bereits eingeläutet, und US-Notenbankchef Jerome Powell wie auch andere Notenbanker haben seitdem mehrfach darauf hingewiesen, dass angesichts der hartnäckig hohen Inflation eine Beschleunigung des Taperings angemessen sein könnte. Für Unwägbarkeiten in dieser Hinsicht sorgt derzeit allerdings die Virusvariante Omikron, von der man immer noch nicht weiß, wie stark sie das globale Wachstum beeinträchtigen könnte.

Der Dow-Jones-Index gewinnt am Mittag (Ortszeit) 0,2 Prozent auf 35.819 Punkte. Für den S&P-500 geht es um 0,5 Prozent nach oben und der Nasdaq-Composite steigt um 0,3 Prozent. Generell dürfte vor dem Wochenende die Neigung zu Käufen angesichts der andauernden Unsicherheiten um die Corona-Pandemie nicht allzu stark ausgeprägt sein.

Keinen Einfluss haben die Daten zur US-Verbraucherstimmung. Diese hat sich im Dezember stärker als erwartet aufgehellt.

Dollar fällt nach Inflationsdaten zurück 

Für den Dollar geht es nach unten, nachdem er im Vorfeld der Inflationsdaten noch deutlicher gestiegen war, offenkundig mit Spekulationen über eine Abweichung der Inflation nach oben. Die Daten dürften allerdings nichts daran ändern, dass die US-Notenbank die Geldpolitik rascher straffen wird, heißt es. Der Dollar-Index verliert aktuell 0,3 Prozent.

Für den Goldpreis geht es nach den etwas höher als erwarteten Inflationsdaten nach oben. Zwar schätzen die Anleger das Edelmetall als Schutz vor steigender Inflation, doch würden die jüngsten Kursgewinne nach den Daten durch die Erwartung etwas abgeschwächt, dass die US-Notenbank mit einer strafferen Geldpolitik reagieren wird, so Analysten.

Am Anleihemarkt geben die Renditen nach. Der starke Inflationsanstieg habe die Erwartungen der Anleger bestärkt, dass sich die Wirtschaft im nächsten Jahr abschwächen wird, während die Fed die Geldpolitik strafft.

Für die Ölpreise geht es leicht nach oben. Die Blicke sind auf die Atomgespräche mit dem Iran gerichtet, da die USA mit weiteren Sanktionen gegen iranische Ölexporte gedroht haben. Es werde kurzfristig nicht mit einer Einigung gerechnet, womit auch kein weiteres iranisches Öl an den Markt kommen dürfte.

Oracle mit Kurssprung 

Bei den Einzelwerten stehen Oracle im Fokus. Sie machen einen Satz um 15,7 Prozent nach oben. Der Softwarekonzern schrieb in seinem zweiten Geschäftsquartal zwar Verluste, übertraf aber die Markterwartungen. Außerdem will Oracle für 10 Milliarden Dollar Aktien zurückkaufen.

Auch der Chiphersteller Broadcom plant den Rückkauf von Aktien im Wert von bis zu 10 Milliarden Dollar. Der Kurs gewinnt 8,0 Prozent. Die Kurse der Wettbewerber AMD und Intel geben nach anfänglichen Gewinnen um 0,3 bzw. 0,2 Prozent nach. Nvidia liegen 0,9 Prozent im Minus.

Costco Wholesale berichtete für das abgelaufene Quartal steigende Umsätze im Rahmen der Erwartungen, schnitt aber gewinnseitig besser ab. Die Aktie steigt um 6,2 Prozent.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %   absolut +/- % YTD 
DJIA        35.819,41   +0,2%    64,72   +17,0% 
S&P-500       4.690,61   +0,5%    23,16   +24,9% 
Nasdaq-Comp.    15.559,28   +0,3%    41,91   +20,7% 
Nasdaq-100     16.240,82   +0,6%    91,24   +26,0% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite  Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,63    -5,9    0,69    51,5 
5 Jahre         1,23    -4,4    1,27    86,5 
7 Jahre         1,39    -4,5    1,44    74,5 
10 Jahre         1,46    -3,7    1,50    54,7 
30 Jahre         1,86    -1,7    1,88    21,1 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- %  Fr, 10:23  Do,17:07  % YTD 
EUR/USD        1,1314   +0,2%   1,1285   1,1285  -7,4% 
EUR/JPY        128,23   +0,1%   128,23   128,02  +1,7% 
EUR/CHF        1,0414   -0,2%   1,0427   1,0445  -3,7% 
EUR/GBP        0,8529   -0,1%   0,8548   0,8549  -4,5% 
USD/JPY        113,35   -0,1%   113,64   113,45  +9,7% 
GBP/USD        1,3265   +0,3%   1,3202   1,3200  -2,9% 
USD/CNH (Offshore)   6,3756   -0,0%   6,3733   6,3790  -2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD       47.569,84   -0,7%  48.142,24 48.478,62 +63,8% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex        71,12   70,94    +0,3%    0,18 +49,8% 
Brent/ICE        74,58   74,42    +0,2%    0,16 +46,7% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.783,83  1.775,44    +0,5%   +8,39  -6,0% 
Silber (Spot)      22,16   21,94    +1,0%   +0,22 -16,1% 
Platin (Spot)     941,50   939,79    +0,2%   +1,71 -12,0% 
Kupfer-Future      4,31    4,33    -0,5%   -0,02 +22,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/ros/mgo

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December 10, 2021 12:14 ET (17:14 GMT)

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© 2021 Dow Jones News
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