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MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Touristiksektor hinkt hinterher

DJ MÄRKTE EUROPA/Etwas fester - Touristiksektor hinkt hinterher

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen bauen die Gewinne am Montagnachmittag ohne fundamentale Impulse bei dünnen Umsätzen aus. In der Zeit zwischen Weihnachten und dem Beginn des neuen Jahres wird am Aktienmarkt mit einem ruhigen Handel gerechnet. Dies hat gleich mehrere Gründe: Die Nachrichtenlage ist zum einen spärlich, zum anderen sind viele Marktteilnehmer in dieser Zeit in Urlaub. In Großbritannien bleibt die Börse am Montag wegen eines Feiertages gleich ganz geschlossen. Der DAX gewinnt 0,3 Prozent auf 15.809, der Euro-Stoxx-50 legt 0,5 Prozent auf 4.275 zu.

Weiterhin dürften die Schlagzeilen über die Entwicklung der Omikron-Variante des Covid-Virus für die Impulse sorgen. Während in den USA viele Flüge über die Feiertage wegen Krankheit des Bordpersonals ausfielen, wird in Asien weiterhin mit harten Lockdowns versucht, der Pandemie Herr zu werden. Damit besteht die Gefahr, dass die Lieferketten weiter nicht richtig ins Laufen kommen und die Preise wegen der Mangelwirtschaft noch höher steigen. Damit sind die Pandemie wie auch die Inflation die Themen, die die Kapitalmärkte weiter begleiten.

Fluglinien im Fokus 

Der Reise und Freizeitsektor ist an der Börse ein Gradmesser, wie hoch die Investoren die von dem Corona-Virus ausgehende Gefahr für die Wirtschaft einstufen. Hier spitzt sich die Nachrichtenlage etwas zu. Zum einen berichtete die Lufthansa kurz vor den Feiertagen, dass nach Weihnachten umfangreiche Flugstreichungen aufgrund der Ausbreitung der Omikron-Variante und der damit verbundenen Reisebeschränkungen geplant seien.

Inzwischen wurde zudem bekannt, dass über Weihnachten weltweit mehr als 7.000 Flüge bei verschiedensten Fluglinien ausgefallen sind oder abgesagt wurden. Für die Aktie der Lufthansa geht es um 1,1 Prozent nach unten, Air France-KLM notieren 0,5 Prozent im Minus. Der Reisesektor insgesamt liegt 0,1 Prozent hinten.

Wacker Chemie sieht große Chancen in der biopharmazeutischen Produktion - auch durch Zukäufe. Das Biopharmageschäft sei ein absoluter Wachstumsmarkt, sagte Vorstandschef Christian Hartel in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wacker Chemie steigen um 0,4 Prozent. Für LPKF geht es nach einer Kaufempfehlung durch Hauck & Aufhäuser gleich um 8 Prozent nach oben.

Corona-Selbsttest von Roche zugelassen 

Als leicht positiv für das Sentiment von Roche (+1,4%) wird an der Börse gewertet, dass der Pharmakonzern die FDA-Notfallzulassung für einen Corona-Selbsttest in den USA erhalten hat. Dabei handele es sich um einen At-Home-Test, mit dem auch die Omikron-Variante nachgewiesen werden könne.

Kurz vor Jahresende hat der Wind- und Solarparkbetreiber Encavis (+0,4%) seinen Mehrheitsanteil von 51 Prozent am österreichischen Windparkportfolio komplett an die Wien Energie GmbH, den größten regionalen Energieversorger Österreichs, verkauft. Die drei Windparks "Pongratzer Kogel" und "Herrenstein" in der Steiermark sowie "Zagersdorf" im Burgenland verfügen über eine Erzeugungskapazität von insgesamt 36,2 Megawatt (MW) und waren bereits zu 49 Prozent im Besitz von Wien Energie. Der Verkauf unterstütze die Erreichung der Prognose für 2021.

=== 
Aktienindex       zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.274,97   +0,5%     19,96    +20,3% 
Stoxx-50        3.797,84   +0,4%     15,33    +22,2% 
DAX          15.808,51   +0,3%     52,20    +15,2% 
MDAX          34.984,37   +0,4%    150,32    +13,6% 
TecDAX         3.896,74   +0,7%     26,48    +21,3% 
SDAX          16.407,50   +0,7%    113,87    +11,1% 
FTSE          Feiertag 
CAC           7.121,78   +0,5%     35,20    +28,3% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite   -0,25            0     +0,32 
US-Zehnjahresrendite    1,48          -0,01     +0,57 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- % Mo, 8:26 Uhr Do,17:01 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,1326   +0,1%    1,1316    1,1308  -7,3% 
EUR/JPY          129,93   +0,4%    129,59    129,35  +3,0% 
EUR/CHF          1,0396   -0,0%    1,0410    1,0404  -3,8% 
EUR/GBP          0,8434   -0,1%    0,8451    0,8435  -5,6% 
USD/JPY          114,74   +0,3%    114,48    114,39 +11,1% 
GBP/USD          1,3429   +0,2%    1,3395    1,3405  -1,7% 
USD/CNH (Offshore)    6,3761   +0,0%    6,3745    6,3749  -2,0% 
Bitcoin 
BTC/USD        51.580,67   +1,1%   50.900,54   48.928,70 +77,6% 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         73,50   73,79     -0,4%     -0,29 +55,3% 
Brent/ICE         76,65   76,14     +0,7%     0,51 +50,2% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.808,69  1.808,40     +0,0%     +0,29  -4,7% 
Silber (Spot)       22,93   22,98     -0,2%     -0,04 -13,1% 
Platin (Spot)       963,50   977,10     -1,4%    -13,60 -10,0% 
Kupfer-Future        4,39    4,39     +0,0%     +0,00 +24,8% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/cln

(END) Dow Jones Newswires

December 27, 2021 09:56 ET (14:56 GMT)

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