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MÄRKTE USA/Wundenlecken nach Zinsschreck - Bankaktien gesucht

DJ MÄRKTE USA/Wundenlecken nach Zinsschreck - Bankaktien gesucht

Von Steffen Gosenheimer

NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen zeigen am Donnerstagmittag New Yorker Zeit nach dem Kursrutsch vom Vortag einen Stabilisierungsversuch, der aber auf wackligen Beinen steht. Die Sorgen vor schneller als erwartet steigenden Zinsen, die die Aktien am Mittwoch auf Talfahrt geschickt hatten, schwelen nämlich weiter. Die Marktzinsen steigen weiter, die Zehnjahresrendite legt den vierten Tag in Folge zu, diesmal um 3 Basispunkte auf 1,73 Prozent.

Der Dow-Jones-Index gibt um 0,2 Prozent auf 36.317 Punkte nach, der S&P-500 steigt um 0,2 Prozent und die besonders gebeutelten Nasdaq-Indizes ziehen um bis zu 0,3 Prozent an. Die hier enthaltenen Aktien gelten als besonders zinsempfindlich, weil es sich vielfach um Wachstumsunternehmen handelt, die in Erwartung künftiger Gewinne oft hoch bewertet sind.

Der die Aktien in Schach haltende Aufwärtstrend bei den Zinsen spiegelt die Erwartung wider, dass sich die Fed in ihrer eingeleiteten geldpolitischen Straffung durch die Corona-Pandemie nicht beirren lässt. Das am Vorabend veröffentlichte Protokoll der Notenbanksitzung im Dezember hatte das überraschend unmissverständlich bestätigt.

Die Konjunkturdaten des Tages heizen die Zinsspekulation derweil zumindest nicht weiter an. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sind etwas schlechter ausgefallen als erwartet, während der Einkaufsmanagerindex des US-Dienstleistungssektors im Dezember nicht nur zurückging, sondern auch die Erwartungen deutlich verfehlte. Er deutet aber immer nch klar auf Wachstum hin. Nur knapp die Konsensschätzung erreichten die Auftragseingänge der US-Industrie im November.

Technikaktien besonders kritisch gesehen 

"Es könnte eine harte Zeit auf uns zukommen", sagt Lars Skovgaard Andersen, Anlagestratege bei Danske Bank Wealth Management. Er erwartet, dass die Volatilität vor allem bei Technikwerten mindestens so lange anhalten wird, bis die Unternehmen Ende des Monats ihre Gewinne melden. Diese könnten dann möglicherweise die Anleger ermutigen, diese Aktien zurückzukaufen.

Der Experte sieht den derzeitigen Ausverkauf zwar als Kaufgelegenheit, hat dabei aber eher den breiten Markt und europäische Bankaktien im Blick, die von einem steigenden Zinsniveau profitieren dürften, was für US-Technikwerte nicht gelte.

Tagesgewinner sind neben Energieaktien (+2,0%), die von deutlich steigenden Ölpreisen gestützt werden, denn auch Bankwerte (+1,7%). Steigende Marktzinsen machen das klassische Bankgeschäft profitabler.

Im Ölsektor hinken Chevron (+0,5%) etwas hinterher. Das Unternehmen muss wegen der Unruhen in Kasachstan die dortige Ölförderungken senken.

Walgreens Boots Alliance hat gewinnseitig im vergangenen Quartal die Erwartungen übertroffen und die Jahresziele angehoben. Allerdings leiden die Läden der Apothekenkette unter Personalmangel, was sich bremsend beim Umsatz bemerkbar macht. Der Kurs gibt um 1,5 Prozent nach.

Nikola (+4,1%) hat einen weiteren großen Lkw-Kunden für seine batteriebetriebenen Sattelzüge angekündigt. Das Speditionsunternehmen Saia will bis zu 100 Fahrzeuge kaufen oder leasen.

Datadog steigern sich um 2,5 Prozent. Das Cloudsicherheits-Unternehmen geht eine Partnerschaft mit Amazon Web Services ein. Akamai Technologies (-3,5%) leiden unter einer Abstufung durch Piper Sandler.

Dollar wenig bewegt - Goldpreis fällt 

Am Devisenmarkt tritt der Dollar auf der Stelle, während die als sehr riskant geltenden Kryptowährungen nachgeben. Marktexperten sprechen mit Blick auf die Zinsperspektiven davon, dass hier Risikopositionen heruntergefahren werden. Das keine Zinsen abwerfende Gold verbilligt sich um 19 Dollar und fällt wieder unter die 1.800er Marke.

Die Ölpreise steigen kräftig um bis zu knapp 3 Prozent. Die Unruhen im Ölförderland Kasachstan und der Ausfall einer Pipeline in Libyen sorgen hier für Käufe. Daneben interpretieren einige Akteure den unbeirrten Straffungskurs der US-Notenbank dahingehend, dass es offenbar um die US-Konjunktur so gut bestellt ist, dass auch Zinserhöhungen sie nicht aus der Spur bringen werden. Die Folge könnte dann eine höhere Ölnachfrage sein.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        36.317,21   -0,2%    -89,90     -0,1% 
S&P-500       4.707,63   +0,2%     7,05     -1,2% 
Nasdaq-Comp.    15.134,58   +0,2%     34,41     -3,3% 
Nasdaq-100     15.816,79   +0,3%     45,01     -3,1% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit       Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre         0,87   +3,2    0,84    14,0 
5 Jahre         1,48   +4,6    1,43    21,5 
7 Jahre         1,67   +3,6    1,63    22,5 
10 Jahre        1,73   +2,8    1,70    22,3 
30 Jahre        2,11   +0,8    2,10    20,9 
 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Do, 8:15 Uhr Mi, 17:53 Uhr % YTD 
EUR/USD        1,1304   -0,1%    1,1288     1,1287 -0,6% 
EUR/JPY        130,89   -0,3%    130,87     130,11 +0,0% 
EUR/CHF        1,0399   +0,2%    1,0378     1,0371 +0,2% 
EUR/GBP        0,8350   +0,1%    0,8353     0,8376 -0,6% 
USD/JPY        115,78   -0,3%    115,92     115,28 +0,6% 
GBP/USD        1,3536   -0,1%    1,3515     1,3448 +0,0% 
USD/CNH (Offshore)   6,3936   +0,3%    6,3830     6,3735 +0,6% 
Bitcoin 
BTC/USD       42.880,02   -1,3%   43.151,46   46.578,50 -7,3% 
 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD % YTD 
WTI/Nymex        79,95   77,85     +2,7%      2,10 +6,3% 
Brent/ICE        82,53   80,80     +2,1%      1,73 +5,9% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD % YTD 
Gold (Spot)     1.791,40  1.810,30     -1,0%     -18,90 -2,1% 
Silber (Spot)      22,20   22,77     -2,5%     -0,57 -4,8% 
Platin (Spot)     963,53   985,71     -2,3%     -22,18 -0,7% 
Kupfer-Future      4,34    4,41     -1,6%     -0,07 -2,7% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/gos/raz

(END) Dow Jones Newswires

January 06, 2022 12:35 ET (17:35 GMT)

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