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MÄRKTE EUROPA/Aktien sehr schwach - Euro und Zinsen die Gewinner

DJ MÄRKTE EUROPA/Aktien sehr schwach - Euro und Zinsen die Gewinner

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienmärkte notieren bereits den dritten Tag im Folge im Minus. Richtiger Verkaufsdruck kam allerdings erst am Donnerstagnachmittag im Anschluss auf die EZB-Sitzung auf. Nachdem sich die Europäischen Zentralbank (EZB) lange Zeit dagegen ausgesprochen hatte, die Inflation mit höheren Zinsen zu bekämpfen, folgt sie nun mit einigem Abstand der US-Notenbank wie auch der Bank of England. Auch wenn der Fahrplan erst auf der Sitzung im März deutlicher skizziert werden dürfte, kommen Staatsanleihen europaweit unter Druck, die Zinsen steigen. Davon profitiert der Euro, der lange Zeit das Nachsehen gegenüber Dollar und Pfund hatte, die von der Zinspolitik ihrer Notenbanken profitierten. Die Gemeinschaftswährung notiert bei 1,1470 Dollar und damit gut 3 US-Cent über den Tiefs zu Wochenbeginn.

Der steigende Euro wird an der Börse teils negativ gesehen, da die Unternehmen auf dem Weltmarkt damit teurer ihre Waren und Dienstleistungen anbieten müssen. So verliert der DAX am Freitagmittag um 1,6 Prozent auf 15.128 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 1,4 Prozent auf 4.083 nach unten.

Aber auch die Kurskapriolen an der Wall Street dürften einigen Investoren Sorgenfalten auf die Stirn treiben. Das Kursdebakel bei der Facebook-Mutter Meta Platforms, deren Aktie um gut 26 Prozent einbrach, hat quasi über Nacht eine Börsenbewertung von 240 Milliarden Dollar ausradiert. Auch die Volatilität bei den übrigen großen US-Techmologiewerten ist so hoch, wie sie früher teils nur bei Pennystocks zu beobachten war. Hier dürften einige Investoren ihr Risiko runterfahren, also weiter Aktienpositionen abbauen.

Einlagesatz Ende 2022 bei null erwartet 

Eine Anhebung der Leitzinsen im laufenden Jahr war bis vor kurzem noch kein Thema. Nach dieser EZB-Sitzung am Vortag ist für die Zinsstrategen der DZ Bank ein erster Zinsschritt noch in diesem Jahr sehr viel wahrscheinlicher geworden. Die Währungshüter zeigten sich angesichts des jüngsten Teuerungsschubs von plus 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr einhellig besorgt. Im Nachgang hat die zehnjährige Bundrendite deutliches Aufwärtspotenzial entwickelt. Erstmals seit März 2019 lag die Zehnjahresrendite oberhalb von 17 Basispunkten, Anfang der Woche rentierten Bundesanleihen mit 0,02 Prozent noch im Minus. Die zweijährigen Bundrenditen stiegen sogar noch kräftiger auf minus 0,28 Prozent.

Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer rechnet damit, dass die Europäische Zentralbank die Zinsen im September und Dezember um je 25 Basispunkte anheben wird. Dann läge der Einlagensatz bei null. "Am Anleihenmarkt erleben wir einen regelrechten Ausverkauf", so Vermögensverwalter Altmann. "Anleihen werden in hohem Bogen aus den Depots geworfen", sagt er.

Investoren verkaufen Verlierer steigender Zinsen und einem festen Euro 

Ein Blick auf die Sektoren zeigt, dass Aktien der Automobilbranche stark verkauft werden, aber auch Aktien der Versicherer. Die Autos von VW (-3,2%) , Mercedes Benz (-2,2%) und Co werden an den Weltmärkten mit einem steigenden Euro teurer, und das in einem aktuell schwierigen Umfeld. Und die Versicherer haben hohe Bestände an Anleihen in ihrem Portfolio, bei denen aktuell und wohl auch die kommenden Wochen die Bewertungen fallen. Hier ist klar zu erkennen, welche Auswirkung die Aussagen von EZB-Chefin Christine Lagarde bis in den Aktienmarkt hinein hat.

Als einziger Sektor notieren die Öl- und Gaswerte mit 1,5 Prozent im Plus. Die Ölpreise kennen auf dem Weg nach oben derzeit kaum ein Halten. Brentöl kostet 92,62 Dollar, das ist ein Plus von 1,4 Prozent. Brent ist damit so teuer wie seit sieben Jahren nicht mehr. Auslöser für den jüngsten Preisanstieg sei ein Kälteeinbruch in Texas, der Sorgen vor Produktionsausfällen im größten US-Schieferölvorkommen Permian Becken schüre. Vor einem Jahr sei es aufgrund einer Kältewelle zu massiven Beeinträchtigungen der dortigen Ölproduktion gekommen.

Zudem gab es einige Quartalszahlen, die in dem Makromarkt allerdings nahezu untergehen. Nach besser als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen halten sich Talanx mit einem Minus von 1,2 Prozent einigermaßen wacker. Bei den Bruttoprämien wie auch beim Gewinn wurden die Marktschätzungen übertroffen. Mit dem Erreichen der Milliardengrenze beim Gewinn wurde dieses Ziel ein Jahr früher übertroffen als im mittelfristigen Strategieplan vorgesehen.

Wie viele andere Banken zuvor hat auch die italienische Intesa Sanpaolo die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Nach Aufschlägen zur Eröffnung fallen Intesa nun aber um 1,8 Prozent zurück, auch weil die Renditeaufschläge italienischer Anleihen gegenüber Bundesanleihen wieder zunehmen. Weil Italien hoch verschuldet ist, gilt es als das größte Risiko für die Stabilität der Eurozone. Es sei aber sicherlich zu früh von einer Krise am dortigen Anleihemarkt zu sprechen, so ein Teilnehmer.

Die Geschäftszahlen von Vinci sind ebenfalls über den Erwartungen ausgefallen. Während der Umsatz nur leicht über den Schätzungen liegt, ist die Ergebnisseite deutlicher über den Prognosen berichtet worden. Der Kurs gewinnt 0,2 Prozent.

Sanofi notieren knapp im Minus Prozent. Der Pharmakonzern hat die Gewinnschätzungen leicht übertroffen. Bei Enel überschattet laut den Citi-Analysten der starke Anstieg der Verschuldung die vorläufigen Geschäftszahlen. Der Kurs fällt um 2,1 Prozent.

=== 
Aktienindex       zuletzt   +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      4.082,64   -1,4%   -58,38   -5,0% 
Stoxx-50        3.697,08   -1,1%   -39,96   -3,2% 
DAX          15.127,99   -1,6%   -240,48   -4,8% 
MDAX          33.250,40   -1,2%   -392,73   -5,3% 
TecDAX         3.439,58   -0,4%   -14,92   -12,3% 
SDAX          14.891,18   -0,8%   -123,08   -9,3% 
FTSE          7.521,46   -0,1%    -7,38   +2,0% 
CAC           6.938,34   -1,0%   -67,29   -3,0% 
 
Rentenmarkt       zuletzt        absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    0,17         +0,03   +0,35 
US-Zehnjahresrendite    1,81         -0,02   +0,30 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- %  Fr, 8:50 Do, 17:32  % YTD 
EUR/USD          1,1481   +0,4%   1,1465   1,1447  +1,0% 
EUR/JPY          131,81   +0,2%   131,86   131,48  +0,7% 
EUR/CHF          1,0587   +0,6%   1,0557   1,0512  +2,1% 
EUR/GBP          0,8456   +0,5%   0,8440   0,8407  +0,6% 
USD/JPY          114,81   -0,1%   115,01   114,83  -0,3% 
GBP/USD          1,3577   -0,2%   1,3586   1,3617  +0,3% 
USD/CNH (Offshore)    6,3574   +0,1%   6,3574   6,3540  +0,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        37.908,78   +2,7%  37.882,86 36.863,60 -18,0% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settl.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         92,08   90,27    +2,0%    1,81 +23,0% 
Brent/ICE         92,98   91,11    +2,1%    1,87 +19,9% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.811,12  1.805,36    +0,3%   +5,76  -1,0% 
Silber (Spot)       22,51   22,44    +0,3%   +0,07  -3,4% 
Platin (Spot)      1.021,80  1.036,31    -1,4%   -14,51  +5,3% 
Kupfer-Future        4,47    4,47    +0,1%   +0,00  +0,2% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/flf

(END) Dow Jones Newswires

February 04, 2022 07:20 ET (12:20 GMT)

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