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XETRA-SCHLUSS/Uneinheitlich - "Margen machen Kurse"

DJ XETRA-SCHLUSS/Uneinheitlich - "Margen machen Kurse"

Von Herbert Rude

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt haben sich die Kurse zum Wochenausklang stabilisiert. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,2 Prozent auf 14.306 Punkte gut behauptet. Dabei war die Entwicklung bei den Einzeltiteln allerdings eher uneinheitlich: Während viele Industrietitel, Bauwerte und Konsumaktien unter Druck gerieten, zogen die Kurse ausgewählter Stahlwerte und Technologie-Aktien an. Befürchtet wird, dass die Margen vieler Unternehmen mit den steigenden Rohstoffpreisen unter Druck geraten. "Im Endeffekt sind die Umsätze und Gewinnmargen die wichtigsten Faktoren für das Gewinnwachstum und damit am Ende auch für steigende oder fallende Aktienkurse", so Konstantin Oldenburger von CMC Markets.

Ein schwacher Ifo-Geschäftsklima-Index hatte im Verlauf nur zu einer kurzen Delle geführt, einige Marktteilnehmer verwiesen darauf, dass er die Ängste vor steigenden Zinsen etwas dämpfte.

Infineon bauten ihre Gewinne um 2,3 Prozent aus. Der Sprung auf ein neues Zwei-Wochenhoch habe für Anschlusskäufe gesorgt, so ein Händler. "Nach dem Kurseinbruch wird Technologie zunehmend als Schnäppchen gesehen", sagte er.

Im DAX zogen neben Infineon auch MTU mit 1,6 Prozent Plus deutlich an. Bayer stiegen um 1,8 Prozent und Fresenius Medical Care um 2,6 Prozent. Auch Deutsche Börse konnten sich mit einem Plus von 2,1 Prozent überdurchschnittlich verbessern, die hohen Schwankungen sorgen für gute Börsenumsätze.

Auf der anderen Seite fielen Delivery Hero um 4 Prozent, Hellofresh um 2,2 Prozent, Covestro um 2,7 Prozent und Siemens um 1,3 Prozent. Heidelbercement gaben 2,1 Prozent ab.

In der zweiten Reihe legten die Stahlwerte weiter zu: Klöckner & Co um 10,9 Prozent, nachdem Kepler Chevreux die Aktien auf die Kaufliste genommen hat, und Salzgitter um 4,3 Prozent. Daneben profitierten Baywa mit einem Plus von 6,9 Prozent sowohl von den steigenden Nahrungsmittelpreisen als auch von den steigenden Energiepreisen. Dagegen brachen Dürr um 9,2 Prozent ein, nachdem die Analysten der BNP die Aktien des Lackieranlagenherstellers als Underperformer eingestuft haben.

Eckert & Ziegler plus 12 Prozent 

Eckert & Ziegler haussierten mit Aufschlägen von knapp 12 Prozent. "Der Aktienkurs hat sich seit dem Winter mehr als halbiert, da ist Raum für positive Reaktionen auf gute Nachrichten", sagte ein Händler. Der Medizintechniker will auch dieses Jahr weiter wachsen, dazu soll die Dividende erhöht werden.

Vitesco stiegen um 0,6 Prozent. Zunächst hatte die Margenerwartung noch enttäuscht, sie scheint mit dem jüngsten Kursrückgang aber eingepreist zu sein. Die Analysten der Citigroup bescheinigten Vitesco Technologieführerschaft auf dem strukturell wachsenden Markt für Elektroantriebe. Ihr Kursziel liegt beim Doppelten des aktuellen Niveaus.

=== 
INDEX     zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX     14.305,76 +0,2%   -9,94% 
DAX-Future  14.315,00 +0,0%   -9,70% 
XDAX     14.300,23 -0,3%   -9,77% 
MDAX     31.171,51 -0,6%  -11,25% 
TecDAX    3.266,28 +0,2%  -16,68% 
SDAX     14.397,58 -0,5%  -12,29% 
zuletzt       +/- Ticks 
Bund-Future   158,43  -65 
 
Index  Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag 
DAX      23     17   0     3.724,4    71,6  76,2 
MDAX     19     28   3      837,5    41,1  42,9 
TecDAX     9     20   1      856,6    32,2  25,3 
SDAX     24     46   0      283,6    15,2  14,9 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/hru/err

(END) Dow Jones Newswires

March 25, 2022 13:00 ET (17:00 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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