DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte
Der Markt-Überblick am Abend, zusammengestellt von Dow Jones Newswires:
FEIERTAGSHINWEIS
MONTAG: In China blieben die Börsen wegen des Quingming-Fests geschlossen.
DIENSTAG: In China und Hongkong bleiben die Börsen wegen des Quingming-Fests geschlossen.
AKTIENMÄRKTE (18.56 Uhr)
INDEX Stand +-% +-% YTD EuroStoxx50 3.951,12 +0,83% -8,08% Stoxx50 3.774,50 +1,05% -1,15% DAX 14.518,16 +0,50% -8,60% FTSE 7.558,92 +0,28% +2,08% CAC 6.731,37 +0,70% -5,89% DJIA 34.826,43 +0,02% -4,16% S&P-500 4.565,75 +0,44% -4,21% Nasdaq-Comp. 14.478,02 +1,52% -7,46% Nasdaq-100 15.096,42 +1,58% -7,50% Nikkei-225 27.736,47 +0,25% -3,67% EUREX Stand +-Ticks Bund-Future 159,31% +65
ROHSTOFFMÄRKTE
ROHÖL zuletzt VT-Settl. +/- % +/- USD % YTD WTI/Nymex 101,52 99,27 +2,3% 2,25 +37,3% Brent/ICE 106,85 104,39 +2,4% 2,46 +39,5% METALLE zuletzt Vortag +/- % +/- USD % YTD Gold (Spot) 1.931,19 1.925,30 +0,3% +5,89 +5,6% Silber (Spot) 24,51 24,64 -0,5% -0,13 +5,2% Platin (Spot) 989,95 986,95 +0,3% +3,00 +2,0% Kupfer-Future 4,77 4,69 +1,7% +0,08 +7,1%
FINANZMARKT USA
Unter Führung der technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es an den US-Börsen nach oben. Dass aus der Ukraine Bilder kamen, die ziemlich sicher russische Kriegsverbrechen zeigen, ist zwar Thema am Markt, bremst die Kurs aber kaum, obwohl damit das Risiko weiterer Sanktionen gegen Russland zunimmt und damit auch die Gefahr einer sich weiter verschärfenden Energiekrise. Die Ölpreise steigen um bis zu 3 Prozent. Einige Teilnehmer versuchen mit Blick auf die Zinsen dafür eine Erklärung zu finden. Die gerade erst invers gewordene Zinsstrukturkurve in den USA - die als Indikation für eine bevorstehende Rezession gilt - könne die Fed dazu veranlassen, doch nicht so schnell die Zinszügel anzuziehen. Dazu passten auch die Gefahren für die Weltkonjunktur als Folge des Ukraine-Kriegs. Weil Technik- und Wachstumsunternehmen aber vor allem mit Blick auf ihre zukünftigen Gewinne gehandelt würden, führe ein niedrigeres Zinsniveau zu günstigeren Bewertungen. Daneben heißt es aber auch, dass Peking im Streit mit den USA um die Bilanzierung von an den US-Börsen notierten chinesischen Unternehmen offenbar zum Einlenken bereit sei, sorge für Rückenwind - insbesondere bei den betreffenden Aktien wie beispielsweise Baidu (+8,1%). Twitter schießen um rund 25 Prozent nach oben - befeuert davon, dass Tesla-Chef Elon Musk aufgebaut hat. Tesla gewinnen 4,1 Prozent. Starbucks geben um 4,7 Prozent nach. Die Kaffeehauskette hat geplante Aktienrückkäufe gestrichen. Hertz machen einen Satz um über 9 Prozent. Der Autoverleiher baut seine Flotte an Elektrowagen aus.
AUSBLICK KONJUNKTUR +
Keine Daten mehr angekündigt.
FINANZMÄRKTE EUROPA
Nach einem etwas schwächeren Handel am Morgen haben die Aktienmärkte im Plus geschlossen. Die Lage wurde insbesondere mit Blick auf die Entwicklungen rund um die Ukraine weiter als labil beschrieben. Wie ein Damoklesschwert hing ein mögliches Embargo russischer Gaslieferungen über dem Markt. Ein solches könnte eine Rezession bei zugleich steigenden Preisen auslösen. Gestützt wurde der Markt von der Spekulation, die inverse Zinsstrukturkurve in den USA könnte die Fed bewegen, die Zügel doch nicht so rasch anzuziehen. Auch für die europäischen Staatsanleihen ging es deutlich nach oben, im Gegenzug fiel die Rendite der Bundesanleihe mit einer Laufzeit von zehn Jahren. Vor allem Technologiewerte reagierten extrem zinssensibel, der Sektor stellte mit einem Plus von 2,1 Prozent einen der großen Gewinner. Positiv wurde der Ausblick von Delivery Hero gewertet. Für die Aktie ging es um knapp 11 Prozent nach oben. Positive Studienergebnisse stützten Bayer (+3,3%). Telecom Italia verloren knapp 2 Prozent. Am Markt hieß es, KKR habe mit einem Rückzug von der Übernahmeabsicht gedroht. Für Nordex ging es um 5,2 Prozent nach unten, nachdem der Windturbinenhersteller jüngst Ziel eines Cyber-Angriffs gewesen war. Aareal schossen um gut 8 Prozent nach oben, nachdem es Spekulationen über ein erneutes Gebot gegeben hatte.
DEVISEN
DEVISEN zuletzt +/- % Mo, 8:14 Uhr Fr, 17:25 Uhr % YTD EUR/USD 1,0978 -0,6% 1,1041 1,1038 -3,5% EUR/JPY 134,74 -0,4% 135,51 135,53 +3,0% EUR/CHF 1,0170 -0,5% 1,0228 1,0224 -2,0% EUR/GBP 0,8377 -0,5% 0,8415 0,8421 -0,3% USD/JPY 122,75 +0,2% 122,73 122,78 +6,6% GBP/USD 1,3104 -0,0% 1,3122 1,3107 -3,2% USD/CNH (Offshore) 6,3753 +0,1% 6,3714 6,3689 +0,3% Bitcoin BTC/USD 45.747,70 -2,2% 46.196,57 46.604,00 -1,1%
Der Dollar zieht deutlich an. Der Dollarindex gewinnt 0,3 Prozent. Sollten gegen Russland noch mehr Sanktionen verhängt werden, ginge das mit erhöhten Risiken für den Euro einher, heißt es. Denn dann steige das Risiko, dass in Europa die Versorgung mit Energie abreiße, was für die USA anders aussehe. Dazu profitiert der Dollar aber auch von seinem Ruf als sicherer Hafen in Krisenzeiten, zumal die Hoffnungen auf Fortschritte bei den russisch-ukrainischen Gesprächen nun wieder einen Dämpfer erhalten haben.
FINANZMÄRKTE OSTASIEN
Mit Aufschlägen haben die Aktienmärkte den ersten Handelstag der neuen Woche beendet. Teilnehmer verwiesen auf die leicht positiven Vorgaben der Wall Street. Das deutlichste Plus verzeichnete die Börse in Hongkong. Hier stützte die Nachricht, dass Peking im Streit mit den USA um die Bilanzierung offenbar zum Einlenken bereit ist und damit der drohende Verlust der US-Börsennotierung von chinesischen Unternehmen abgewendet werden kann. Die zuständigen chinesischen Behörden wollten den US-Regulierungsbehörden vollen Zugang zu den geprüften Bilanzen gewähren, so Berichte. Dies schob vor allem den Technologie-Sektor in Hongkong an, der unter den Befürchtungen um ein mögliches Delisting in den USA am stärksten gelitten hatte. Die Aktien von Alibaba und Tencent Holdings stiegen um 3,8 bzw. 3,0 Prozent. Allerdings schürte die Verlängerung des Lockdowns in Schanghai weiter Konjunktursorgen. Zudem verzeichnete China zuletzt die höchste Zahl an Neuinfektionen seit zwei Jahren. Die Börse in Schanghai konnte hierauf jedoch nicht reagieren, denn sie blieb feiertagsbedingt geschlossen. Die Entwicklung im Ukraine-Krieg hätten insgesamt für Zurückhaltung gesorgt, hieß es. In Hongkong blieben insgesamt 32 Aktien vom Handel ausgesetzt. Die in Hongkong notierten Unternehmen hatten ihre Jahresergebnisse nicht fristgerecht bis Ende März vorgelegt. In Sydney stützten Gewinne im Versorger- und Rohstoffsektor. Pendal stiegen um 18 Prozent, nachdem die Investmentgesellschaft mitgeteilt hatte, dass man ein Übernahmeangebot von Perpetual erhalten habe. Perpetual verloren 6,6 Prozent.
UNTERNEHMENSMELDUNGEN SEIT 13.30 UHR
Delivery Hero will mit diversen Maßnahmen Gewinn 2023 erzielen
Delivery Hero will mit einer Reihe von Initiativen die Profitabilität verbessern und so auf Konzernebene 2023 wie angekündigt einen bereinigten EBITDA-Gewinn erreichen. Laut Investorenpräsentation will der Online-Lieferdienst für Lebensmittel und Speisen an diversen Schrauben drehen. Zum Beispiel soll der Mindestbestellwert erhöht, Gebühren für weitere Wege und Service eingeführt, die Automatisierung verbessert und die Kosten bei der Kundengewinnung gesenkt werden.
Südzucker will Dividende auf 0,40 Euro/Aktie verdoppeln
Südzucker will für das abgelaufene Geschäftsjahr 2021/22 angesichts einer kräftigen Gewinnerhöhung die Dividende auf 0,40 (Vorjahr: 0,20) Euro je Aktie verdoppeln. Ein entsprechender Vorschlag sei am Montag vom Vorstand beschlossen worden, teilte der Mannheimer Konzern mit. Die Hauptversammlung soll am 14. Juli in virtueller Form stattfinden. Nach vorläufigen Zahlen steigerte die Südzucker AG den Umsatz in den zwölf Monaten per 28. Februar auf rund 7,6 (Vorjahr: 6,7) Milliarden Euro. Das EBITDA erhöhte sich im gleichen Zeitraum auf rund 690 (Vorjahr: 598) Millionen Euro.
MLP Konzern stärkt mit Übernahme Firmenkundengeschäft
Der Finanzdienstleister MLP stärkt sein Firmenkundengeschäft mit einer Übernahme. Das Unternehmen kauft laut eigener Mitteilung den Industrieversicherungsmakler Dr. Schmitt GmbH Würzburg von der alleinigen Gesellschafterin HWT Invest AG. Der Kaufpreis liege im niedrigeren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. 2021 habe das Unternehmen mit ca. 85 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 6 Millionen Euro erzielt.
AMD übernimmt Chip-Start-up Pensando für 1,9 Mrd Dollar
Der Chiphersteller Advanced Micro Devices (AMD) verstärkt sich mit einem milliardenschweren Zukauf. Wie der US-Konzern mitteilte, übernimmt er das auf Chips und Software spezialisierte Start-up Pensando Systems für 1,9 Milliarden US-Dollar. Pensando produziert Chips und Software, die den Datenfluss in großen Rechenzentren beschleunigen und die Betriebskosten reduzieren sollen.
(MORE TO FOLLOW) Dow Jones Newswires
April 04, 2022 13:02 ET (17:02 GMT)
DJ LATE BRIEFING - Unternehmen und Märkte -2-
Exxon warnt vor Milliarden-Abschreibung auf russisches Projekt
Dem US-Ölkonzern Exxon Mobil könnte sein Engagement in Russland teuer zu stehen kommen. Das Unternehmen arbeite daran, seine Aktivitäten an einem russischen Projekt einzustellen. Der gesamte Buchwert des Exxon-Investments in Höhe von 4 Milliarden US-Dollar müsse aber möglicherweise abgeschrieben werden.
Bankenverband: Reform der privaten Einlagensicherung beschlossen
Die Delegiertenversammlung des Bankenverbandes hat heute dem Vorschlag des Vorstandes zur Reform der freiwilligen Einlagensicherung zugestimmt. Damit könne die Reform wie geplant zum 1. Januar 2023 in Kraft treten, gab der Bundesverband deutscher Banken bekannt. Mit der umfassenden Reform stellten die privaten Banken die Einlagensicherung grundlegend neu auf.
Süßwarenindustrie warnt wegen Ukraine-Kriegs vor existenzbedrohender Lage
Die deutsche Süßwarenindustrie sieht sich durch die Auswirkungen des Ukraine-Kriegs in ihrer Existenz bedroht. "Schon mit der Corona-Pandemie haben sich Energie, Agrarrohstoffe, Verpackungen, aber auch der Transport massiv verteuert", erklärte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI). Der Ukraine-Krieg habe diese Situation verschärft und zwar "drastisch und in existenzbedrohendem Maße". Der BDSI warnte insbesondere vor den Folgen von Energieengpässen.
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April 04, 2022 13:02 ET (17:02 GMT)
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