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MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - Imperial Brand gesucht

DJ MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - Imperial Brand gesucht

FRANKFURT (Dow Jones)--Europas Börsen haben am Mittwoch mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der DAX gab um 1,9 Prozent auf 14.152 Punkte nach und schloss damit in Sichtweite der Marke von 14.000, der Euro-Stoxx-50 sank um 2,4 Prozent auf 3.825 Zähler. Belastend wirkte das weiterhin sehr angespannte geopolitische Umfeld: Neben dem Ukraine-Krieg verwiesen Marktteilnehmer auf die zuletzt stark gestiegenen Marktzinsen in den USA und in Europa in Erwartung einer strafferen Geldpolitik. Die US-Notenbank dürfte im Mai den Leitzins um 50 Basispunkte erhöhen.

Die Märkte litten zusätzlich unter weiteren Corona-Ausbrüchen in China, mit denen sich die globalen Lieferkettenprobleme erneut verschärfen könnten. Der Lockdown der Wirtschaftsmetropole Schanghai wurde in China auf unbestimmte Zeit verlängert. Der neue Caixin-Einkaufsmanager-Index aus China für das Dienstleistungsgewerbe lag bereits auf Rezessionsniveau, obwohl er anscheinend noch vor dem Lockdown in Schanghai erhoben worden war.

Nur geringe Kaufbereitschaft 

"Nur wenige sind bereit, unter so hoher Unsicherheit in großem Stil zu investieren", sagte Marktstratege Thomas Altmann von QC Markets. "Wie zuletzt so oft bei neuen Nachrichten lautet das Gebot der Stunde erst einmal Vorsicht", ergänzte er.

Akzente könnte nun das Protokoll der jüngsten Sitzung der US-Notenbank setzen, das am Abend nach Börsenschluss in Europa veröffentlicht wird. Der Markt erhofft sich Aufschluss über das Tempo der erwarteten Zinserhöhungen und des Abbaus der US-Notenbankbilanz.

Mit Blick auf die Branchenindizes fielen die zinssensiblen Technologiewerte um 3,8 Prozent - belastet von steigenden Marktzinsen, während es mit zyklischen Auto- und Touristikaktien bis zu 3,9 Prozent nach unten geht.

Positiv wurde an der Börse der Zwischenbericht von Imperial Brands gewertet, für die Aktie ging es gegen den schwachen Markttrend um 3,3 Prozent nach oben. Die Analysten von Jefferies werteten die Aussagen des Tabakkonzerns als leicht positiv. Der neue EBIT-Leitfaden liege leicht oberhalb der eigenen Erwartungen. Dabei strichen sie den Ausstieg des Unternehmens aus dem Russlandgeschäft heraus, auch wenn dieses gering ausgefallen sei.

Siemens Energy verloren 6,4 Prozent - hier drückten auch Abgaben von 5,6 Prozent bei der Tochter Siemens Gamesa. Der dänische Versorger Orsted hatte eine Sperrzone für alle Offshore-Windparks eingerichtet hat, die den 3,6-4-MW-Turbinentyp von Siemens Gamesa verwenden, nachdem sich ein Turbinenrotor im Anholt-Windpark gelöst hatte.

Erholung bei Delivery Hero und Hellofresh ausgelaufen 

Im DAX zeigten sich Delivery Hero und Hellofresh nach den jüngsten Erholungsschüben mit Abschlägen von bis zu 9,5 Prozent - belastet von Gewinnmitnahmen. Für Zalando ging es um 6,9 Prozent nach unten. Nach einer Abstufung durch HSBC gaben Ströer 4,6 Prozent nach.

Seit längerem steht die Aktie von LPKF unter Druck, nun haben die Analysten von Stifel ihr Kursziel von 42 auf 25 Euro zusammengestrichen. Die bezahlte Studie kann dahingehend interpretiert werden, dass nun auch der Optimist nicht mehr an der aktuellen Entwicklung vorbeischauen kann. So wird der Ausblick auf 2022, bei dem ein Ergebnis unter dem von 2019 erwartet wird, als enttäuschend eingestuft. Der langsame Anstieg der Lide-Umsätze wecke Skepsis über die Entwicklung in den kommenden beiden Jahren. LPKF fielen 5,4 Prozent auf 12,53 Euro.

=== 
Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
             stand   absolut     in %     seit 
                              Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50     3.824,69    -93,16    -2,4%    -11,0% 
Stoxx-50        3.737,98    -44,61    -1,2%     -2,1% 
Stoxx-600        455,97    -7,10    -1,5%     -6,5% 
XETRA-DAX       14.151,69   -272,67    -1,9%    -10,9% 
FTSE-100 London    7.580,32    -33,40    -0,4%     +3,1% 
CAC-40 Paris      6.498,83   -146,68    -2,2%     -9,2% 
AEX Amsterdam      719,67    -16,35    -2,2%     -9,8% 
ATHEX-20 Athen     2.140,20    -22,19    -1,0%     -0,1% 
BEL-20 Brüssel     4.161,14    -81,66    -1,9%     -3,5% 
BUX Budapest     41.616,26   -2170,74    -5,0%    -18,0% 
OMXH-25 Helsinki    4.871,51    -60,28    -1,2%    -11,5% 
ISE NAT. 30 Istanbul  2.572,94    -17,21    -0,7%    +27,1% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.780,97    -22,18    -1,2%     -4,5% 
PSI 20 Lissabon    6.100,74    -33,92    -0,6%     +8,9% 
IBEX-35 Madrid     8.482,10   -141,20    -1,6%     -2,7% 
FTSE-MIB Mailand   24.447,36   -513,02    -2,1%     -8,7% 
RTS Moskau       1.034,79    +30,01    +3,0%    -35,2% 
OBX Oslo        1.145,33    -5,98    -0,5%     +7,2% 
PX Prag        1.333,94    -30,27    -2,2%     -6,5% 
OMXS-30 Stockholm   2.101,21    -31,31    -1,5%    -13,2% 
WIG-20 Warschau    2.107,82    -15,67    -0,7%     -7,0% 
ATX Wien        3.168,59    -84,04    -2,6%    -15,4% 
SMI Zürich      12.320,10    -56,87    -0,5%     -4,3% 
 
Rentenmarkt       zuletzt         absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    0,64          +0,03     +0,82 
US-Zehnjahresrendite    2,60          +0,05     +1,09 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- % Mi, 7:56 Uhr Di, 17:30 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0908   +0,0%    1,0893     1,0927  -4,1% 
EUR/JPY          134,97   +0,1%    135,03     134,81  +3,1% 
EUR/CHF          1,0175   +0,4%    1,0145     1,0146  -1,9% 
EUR/GBP          0,8340   -0,0%    0,8337     0,8331  -0,8% 
USD/JPY          123,74   +0,1%    123,95     123,38  +7,5% 
GBP/USD          1,3080   +0,0%    1,3066     1,3114  -3,3% 
USD/CNH (Offshore)    6,3647   -0,2%    6,3745     6,3751  +0,2% 
Bitcoin 
BTC/USD        44.104,41   -4,0%   45.382,34   45.765,59  -4,6% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         99,30   101,96     -2,6%     -2,66 +34,3% 
Brent/ICE         104,32   106,64     -2,2%     -2,32 +36,2% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.926,36  1.923,69     +0,1%     +2,67  +5,3% 
Silber (Spot)       24,44   24,34     +0,4%     +0,10  +4,9% 
Platin (Spot)       954,19   971,75     -1,8%     -17,56  -1,7% 
Kupfer-Future        4,74    4,80     -1,2%     -0,06  +6,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: manuel.priego-thimmel@wsj.com

DJG/mpt/flf

(END) Dow Jones Newswires

April 06, 2022 12:15 ET (16:15 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

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