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Deutsche Steuereinnahmen legen auch im März deutlich zu

DJ Deutsche Steuereinnahmen legen auch im März deutlich zu

Von Andreas Kißler

BERLIN (Dow Jones)--Die deutschen Steuereinnahmen sind im März deutlich um 17,2 Prozent gestiegen. Das gab das Bundesfinanzministerium in seinem Monatsbericht bekannt. Der Einnahmezuwachs war laut den Angaben überwiegend auf ein Plus bei den Gemeinschaftssteuern um 18,4 Prozent zurückzuführen. "Gegenüber einer Vorjahresbasis, die aufgrund der Corona-Pandemie und der im Zusammenhang ergriffenen steuerlichen Maßnahmen deutlich geschwächt gewesen war, ergaben sich beträchtliche Zuwachsraten im Aufkommen der meisten Steuerarten", erklärte das Ministerium. "Auswirkungen des Ukraine-Konflikts sind im Steueraufkommen noch nicht zu verzeichnen."

Ein besonders hoher Zuwachs habe sich bei den Umsatzsteuern gezeigt, die um 26,8 Prozent auf 22,3 Milliarden Euro stiegen. Zur Begründung hieß es, es seien unter anderem bei der Einfuhrumsatzsteuer - wie im Vorjahr - Einnahmen des Vormonats aufgrund des knappen Zeitraums zwischen Fälligkeitszeitpunkt und Monatsende im Februar erst im März kassenwirksam geworden, und die Lohnsteuer sowie die Ertragssteuern hätten einen merklichen Aufkommensanstieg gegenüber dem Vorjahresmonat gezeigt. Zudem hätten im ersten Vorauszahlungsmonat des Jahres 2022 sowohl die veranlagte Einkommenssteuer als auch die Körperschaftssteuer deutliche Zuwächse verzeichnet.

Bereits im Februar waren die Steuereinnahmen vor dem Hintergrund eines coronabedingt schwachen Vorjahres um 15,5 Prozent gestiegen. Im Januar waren sie um 22,4 Prozent in die Höhe geschossen und im Dezember 2021 gegenüber dem Vorjahresmonat um 19,5 Prozent.

Der Bund verbuchte im März 20,9 Prozent mehr an Steuereinnahmen und erreichte ein Aufkommen von 35,9 Milliarden Euro. Die Länder nahmen mit 38,0 Milliarden Euro um 16,5 Prozent mehr an Steuern ein. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen im März auf rund 82,4 Milliarden Euro. In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 nahmen die Steuereinnahmen insgesamt um 18,1 Prozent auf 203,1 Milliarden Euro zu. Der Bund verbuchte ein Plus von 28,7 Prozent, und die Länder verzeichneten einen Zuwachs um 18,1 Prozent.

Ministerium: Auswirkungen des Kriegs noch nicht zu beziffern 

Zur Konjunktur zeigte sich das Ministerium pessimistisch. "Während sich die binnenwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die deutsche Wirtschaft derzeit abschwächen, dämpft der im Februar begonnene Angriffskrieg Russlands in der Ukraine die Aussichten", so der Bericht. Amtliche Statistiken zum Beispiel zur Produktion des verarbeitenden Gewerbes oder Umsätzen im Dienstleistungsbereich lägen erst mit einigem zeitlichen Nachlauf vor, sodass die unmittelbaren Auswirkungen auf das Wirtschaftsgeschehen derzeit noch nicht genau zu beziffern seien. Stimmungsindikatoren hätten aber im März ein deutlich eingetrübtes Bild gezeichnet.

Nachdem sich das Ifo-Geschäftsklima zu Jahresbeginn spürbar erholt hatte, hätten sich im März infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine insbesondere die Geschäftserwartungen in der deutschen Wirtschaft stark eingetrübt. Zudem sei angesichts des Krieges laut Ifo-Institut die Unsicherheit der Unternehmen bezüglich des Geschäftsausblicks sehr stark angestiegen. "Der Krieg trägt unmittelbar zu Preissteigerungen bei Energie und Nahrungsmitteln bei, erhöht die allgemeine Unsicherheit und belastet in einzelnen Industriezweigen die bereits durch die Pandemie angespannten Lieferketten zusätzlich", konstatierten die Ökonomen des Ministeriums.

Am Arbeitsmarkt habe sich der positive Trend trotz des geopolitischen Konflikts am aktuellen Rand weiter fortgesetzt. Die geschätzte Inanspruchnahme von Kurzarbeit sei im Verlauf des ersten Quartals 2022 zurückgegangen, Frühindikatoren deuteten für Beschäftigung und Arbeitslosigkeit "weiterhin auf einen Erholungskurs".

Die Inflationsrate sei im März vor dem Hintergrund des Krieges auf bereits deutlich erhöhtem Niveau nochmals stark angestiegen, maßgeblich bedingt durch die Verteuerung von Energie. Am aktuellen Rand lägen die Preise an den Märkten für Gas und Öl zwar unterhalb der zwischenzeitlich zu beobachtenden Preisspitzen, jedoch weiterhin sehr deutlich oberhalb des Niveaus vom Vorjahr. In Umfragen des Ifo-Instituts sei im März der Anteil an Unternehmen, die in den nächsten drei Monaten planten, ihre Preise zu erhöhen, nochmals gestiegen. "Zusammen mit dem anhaltend starken Aufwärtsdruck aus Import- und Erzeugerpreisen verdeutlicht dies, dass die Inflationsrate auch in den kommenden Monaten auf fortgesetzt sehr hohem Niveau liegen dürfte", erklärte das Ministerium.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/apo

(END) Dow Jones Newswires

April 21, 2022 18:00 ET (22:00 GMT)

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