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MÄRKTE USA/Etwas fester - Meta steigen zweistellig

DJ MÄRKTE USA/Etwas fester - Meta steigen zweistellig

NEW YORK (Dow Jones)--Kursgewinnen verzeichnen die US-Börsen am Donnerstag. Überzeugende Quartalsausweise einiger bedeutender heimischer Unternehmen drängen enttäuschende Daten zum US-Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Hintergrund.

Gegen Mittag Ortszeit steigt der Dow-Jones-Index um 0,5 Prozent auf 33.453 Punkte. Der S&P-500 rückt um 0,8 Prozent vor und der Nasdaq-Composite um 0,7 Prozent. Gestüzt wird der Nasdaq-Composite vom Quartalsausweis der Facebook-Mutter Meta (+15%). Dieser sei zwar durchwachsen ausgefallen, aber nicht so schlecht wie befürchtet. Der Umsatz lag etwas unter der Konsensschätzung, doch hätten die Anleger ihre Erwartungen vorher wohl schon deutlich heruntergeschraubt, heißt es unter Verweis auf den Kursrückgang der Aktie um 48 Prozent seit Jahresbeginn. Ein Lichtblick seien ferner die Nutzerzahlen gewesen, die besser als erwartet ausgefallen seien und optimistisch stimmten für die Zahlen zweier anderer Technologie-Schwergewichte: Nach Börsenschluss werden Amazon und Apple über den Geschäftsverlauf berichten.

Qualcomm und Pinterest überzeugen mit starkem Wachstum 

Auch sonst steht die Bilanzsaison erneut im Vordergrund mit einer Schwemme an Quartalsausweisen. Positiv werden die Zahlen von Qualcomm (+6,6%) aufgenommen. Das Unternehmen meldete einen Rekordumsatz, der ebenso wie der Gewinn die Analystenschätzungen übertraf. Pinterest (+4,6%) überzeugt mit einem Umsatzwachstum von 18 Prozent und einem geringeren Quartalsverlust.

Licht und Schatten enthielten Zahlen und Ausblick von Paypal (+3,4%). Amgen (-5,2%) hat zwar mehr umgesetzt und verdient als erwartet, muss aber 7 Milliarden Dollar Steuern nachzahlen.

Twitter legen um 0,2 Prozent zu. Der Kurznachrichtendienst hat Umsatz und Nutzerzahlen im ersten Quartal gesteigert, den Ausblick aber mit Verweis auf die Übernahme durch Tesla-Gründer Elon Musk zurückgezogen.

Marktteilnehmer wollen den Kursgewinnen indessen nicht zu viel Bedeutung beimessen. Sie verweisen auf die anstehenden Zinserhöhungen der US-Notenbank. Es lasse sich bisher nicht absehen, in welchem Maße diese die Wirtschaft belasten würden, heißt es. Weitere Unsicherheitsfaktoren seien die Lockdowns in China und der Krieg in der Ukraine. Die Volatilität sei, wenn man den Beginn der Pandemie 2020 außer Acht lasse, derzeit so hoch wie zuletzt während der Finanzkrise 2008, so John Roe von Legal & General Investment Management zur Lage am Markt.

Auf der Konjunkturseite überraschte das BIP negativ: Es schrumpfte gemäß der ersten Lesung im ersten Quartal um 1,4 Prozent zum Vorquartal, während Ökonomen mit einem Wachstum von 1,0 Prozent gerechnet hatten. Im vierten Quartal war noch ein Wachstum von 6,9 Prozent verzeichnet worden. Nach wie vor gut ist indessen die Lage auf dem US-Arbeitsmarkt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe ging in der vergangenen Woche im erwarteten Rahmen zurück.

Dollar bleibt gefragt 

Die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in Verbindung mit den bevorstehenden Fed-Zinserhöhungen treibt die Anleger in den Dollar, der als sicherer Hafen in Krisenzeiten gilt. Der Dollarindex steigt um 0,6 Prozent auf den höchsten Stand seit gut 19 Jahren. Der Euro rutschte zweitweilig unter 1,05 Dollar. Neben der divergierenden Geldpolitik in den USA und der EU verunsichert aktuell der von Russland verhängte Gaslieferstopp für Polen und Bulgarien und verstärkt den Druck auf die Gemeinschaftswährung. Und während in den USA die Geldpolitik schon gestrafft wird, befindet sich die EZB noch mehr im Planungsmodus.

Staatsanleihen sind angesichts der Kursgewinne am Aktienmarkt nicht gefragt. Die Rendite zehnjähriger US-Anleihen steigt um knapp 3 Basispunkte.

Am Ölmarkt haben die Preise ins Plus gedreht. Deutschland ist nach Angaben deutscher Regierungsvertreter bereit, kein russisches Öl mehr zu kaufen und damit den Weg für ein Verbot von Rohölimporten aus Russland durch die Europäische Union freizumachen.

=== 
INDEX         zuletzt   +/- %    absolut   +/- % YTD 
DJIA        33.452,56   +0,5%    150,63     -7,9% 
S&P-500       4.216,83   +0,8%     32,87     -11,5% 
Nasdaq-Comp.    12.573,12   +0,7%     84,19     -19,6% 
Nasdaq-100     13.146,06   +1,1%    142,70     -19,5% 
 
US-Anleihen 
Laufzeit   Rendite Bp zu VT Rendite VT +/-Bp YTD 
2 Jahre     2,64   +6,5    2,58   191,1 
5 Jahre     2,88   +4,9    2,83   161,5 
7 Jahre     2,90   +3,9    2,86   145,9 
10 Jahre    2,86   +2,8    2,83   135,0 
30 Jahre    2,93   +0,9    2,92   103,1 
 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Do, 8:04 Uhr Mi, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0515   -0,4%    1,0518     1,0537  -7,5% 
EUR/JPY        137,60   +1,5%    136,78     135,30  +5,1% 
EUR/CHF        1,0217   -0,1%    1,0198     1,0217  -1,5% 
EUR/GBP        0,8445   +0,4%    0,8399     0,8415  +0,5% 
USD/JPY        130,84   +1,8%    130,05     128,38 +13,7% 
GBP/USD        1,2450   -0,7%    1,2523     1,2514  -8,0% 
USD/CNH (Offshore)   6,6614   +1,1%    6,6463     6,5935  +4,8% 
Bitcoin 
BTC/USD       39.577,39   +0,9%   39.324,57   38.737,08 -14,4% 
 
ROHOEL        zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex       103,73   102,02     +1,7%      1,71 +41,4% 
Brent/ICE       106,50   105,32     +1,1%      1,18 +39,3% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.888,91  1.886,41     +0,1%     +2,50  +3,3% 
Silber (Spot)      23,07   23,28     -0,9%     -0,20  -1,0% 
Platin (Spot)     916,98   921,05     -0,4%     -4,08  -5,5% 
Kupfer-Future      4,41    4,47     -1,3%     -0,06  -0,9% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/DJN/cln

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April 28, 2022 11:55 ET (15:55 GMT)

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