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Deutschland reduziert Abhängigkeit von russischer Energie

DJ Deutschland reduziert Abhängigkeit von russischer Energie

BERLIN (Dow Jones)--Deutschland hat laut Bundeswirtschaftsministerium seine Energieabhängigkeit von Russland weiter reduziert. Demnach ist die Abhängigkeit beim Öl auf 12 Prozent gesunken und könnte bis Spätsommer komplett zurückgefahren werden. Bei Steinkohle sind es 8 Prozent und bei Gas 35 Prozent, wie es im zweiten Fortschrittsbericht Energiesicherheit heißt, der das Ministerium am Sonntag veröffentlichte. Außenministerin Annalena Baerbock erklärte am Sonntagabend in der ARD, dass Deutschland nun ein Ölembargo der Europäischen Union gegen Russland unterstütze.

"All diese Schritte, die wir gehen, verlangen eine enorme gemeinsame Kraftanstrengung aller Akteure und sie bedeuten auch Kosten, die sowohl die Wirtschaft wie auch die Verbraucher spüren. Aber sie sind notwendig, wenn wir nicht länger von Russland erpressbar sein wollen", erklärte Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck in einer Pressemitteilung. Er wird am heutigen Montag nach Brüssel zum Sondertreffen der EU-Energieminister in Brüssel reisen. Die EU will ein sechstes Sanktionspaket der EU gegen Russland beraten, das ein Ölembargo enthalten soll.

Deutschland müsse mehr Tempo machen beim Ausbau erneuerbarer Energien und mehr Fortschritte erreichen beim Energiesparen. "Eine beschleunigte Energiewende ist das A und O für eine günstige, unabhängige und sichere Energieversorgung der Zukunft", so Habeck.

Fortschritte bei der Reduzierung von Deutschlands Abhängigkeit von russischen Energieimporten habe es in den vergangenen Wochen seit dem ersten Bericht vom 25. März vor allem bei Öl und Kohle gegeben. Durch Vertragsumstellungen seien die Steinkohleimporte aus Russland seit Jahresbeginn von 50 Prozent bereits auf rund 8 Prozent gesunken.

Bei Öl ist es laut Bundeswirtschaftsministerium nun "realistisch", die Beendigung der Abhängigkeit von russischen Rohölimporten zum Spätsommer zu beenden. Die Mineralölunternehmen - abgesehen von dem russischen Unternehmen Rosneft - seien nun in der Lage, mit einem gewissen Vorlauf ihren jeweiligen Bedarf zu 100 Prozent ohne russisches Rohöl abzudecken. "Durch alle ergriffenen Maßnahmen wurden die russischen Öl-Importe im Wesentlichen auf verbleibende Bedarfsmengen der Raffinerien in Leuna und Schwedt (insgesamt 12 Prozent) reduziert", so das Ministerium.

Prozess zur Unabhängigkeit von russischem Gas "anspruchsvoll" 

Bei der Umstellung der deutschen Gasversorgung habe es ebenfalls weitere Fortschritte gegeben. "Der Prozess bleibt aber anspruchsvoll", so das Ministerium. Der Anteil russischer Gaslieferungen ist bis Mitte April auf etwa 35 Prozent gesunken. Dafür wurde laut Ministerium der Erdgasbezug aus Norwegen und den Niederlanden erhöht sowie die Importe von Flüssiggas signifikant gesteigert.

"Die Unabhängigkeit von russischem Gas kann aber nur durch einen nationalen Kraftakt erreicht werden", erklärte das Ministerium in einer Mitteilung. "Nötig sind viele gleichzeitige Schritte vieler Akteure - Bund, Ländern, Kommunen, Unternehmen und privaten Haushalten."

Die Bundesregierung arbeite im engen Austausch mit den betroffenen Bundesländern mit Hochdruck daran, bereits 2022 und 2023 zusätzlich mehrere schwimmende LNG-Terminals in Deutschland in Betrieb zu nehmen. Dies erfordere einen "enormen Einsatz aller Beteiligten". Man müsse die technischen Voraussetzungen schaffen, wie etwa den Bau der Anschluss-Pipelines. Auch müssten die gesetzlichen Voraussetzungen geschaffen werden, um den Bau von LNG-Terminals zu beschleunigen. Dies werde derzeit in der Bundesregierung abgestimmt.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/jhe

(END) Dow Jones Newswires

May 02, 2022 02:59 ET (06:59 GMT)

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