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MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - US-Zinserhöhung stützt nur kurz

DJ MÄRKTE EUROPA/Sehr schwach - US-Zinserhöhung stützt nur kurz

FRANKFURT (Dow Jones)--Deutlich im Minus sind Europas Börsen am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Eine Erleichterungsrally vom frühen Geschäft wurde kräftig abverkauft. Der DAX verlor vom Tageshoch über 400 Punkte und rutschte wieder unter die Marke von 14.000 Punkten. Zwar sorgte die Zinsentscheidung der US-Notenbank für Erleichterung, jedoch belasteten heftige Gewinnmitnahmen an der Wall Street, global sehr schwache Konjunkturdaten, ein erneuter Anstieg der Ölpreise und ganz besonders der Sprung der 10-jährigen US-Anleihen über die psychologisch wichtige 3-Prozent-Marke, nachdem die Lohnstückkosten in den USA im ersten Quartal zweistellig gestiegen waren.

Der DAX schloss 0,5 Prozent tiefer bei 13.903 Punkten, nachdem er im Tageshoch bei 14.315 Punkten gelegen hatte. Der Euro-Stoxx-50 verlor 0,8 Prozent auf 3.697 Punkte.

Zudem hatte der Markt eine Fülle von Unternehmenszahlen aus der Berichtssaison quer durch alle Branchen zu verdauen. Optische hohe Verluste im DAX wiesen Allianz und Hannover Rück auf, die ex-Dividende gehandelt wurden.

Konjunktur trübt sich ein 

Für Ernüchterung sorgte auch der Blick auf Konjunkturdaten aus Deutschland und China: So waren die Auftragseingänge im März hierzulande um 4,7 Prozent eingebrochen.

In China zeigte der Caixin-Einkaufsmanager-Index (PMI) für den Service-Bereich einen der stärksten Einbrüche seit Erhebung der Datenreihe. Er fiel auf 36,2 nach 42,0 im Vormonat. Jeff Halley von Oanda sprach von einem "PMI-Schocker". Die Lockdowns würden die Kundennachfrage massiv belasten.

US-Notenbank bekämpft die Inflation 

Mit der Zinserhöhung um 50 Basispunkte sorgte die Fed nur kurz für Erleichterung. Denn der zweistellige Anstieg der US-Lohnstückkosten mit 11,6 Prozent führte dem Markt vor Augen, dass weitere geldpolitische Straffungen anstehen.

Die Fed kleckert nicht, sondern klotzt, sagte Chefökonom Thomas Gitzel von der VP Bank. Denn laut Fed-Chairman Jerome Powell ist die Inflation "viel zu hoch" und der Arbeitsmarkt "zu eng". Die US-Notenbank hebt darum nicht nur die Zinsen an, sondern beginnt auch mit dem Bilanzsummenabbau. Laut Powell ist auch auf den kommenden Sitzungen mit weiteren Zinserhöhungen von 50 Basispunkten zu rechnen. Die US-Wirtschaft sei stark genug, um mit höheren Zinsen umgehen zu können.

Angesichts der hohen Zinsdifferenz zu den USA fiel der Euro auf 1,0508 Dollar - der Markt zweifelt weiter am Willen der EZB, auch hierzulande die Inflation zu bekämpfen.

Airbus heben nach Zahlen ab 

Im Luftfahrtsektor stiegen Airbus um 6,1 Prozent, die Zahlen lagen alle deutlich über den Erwartungen. Vor allem die geplante Produktionsausweitung des A320 auf 75 Maschinen pro Jahr nach bislang 65 gefiel den Citigroup-Analysten.

Bei den Fluggesellschaften erfreuten die Ergebnisse von Air France-KLM (+2%). Die Zahlen von Lufthansa (-2,5%) wurden dagegen kritischer gesehen: Der Ausblick sei wegen des Ukraine-Krieges zu vage geblieben. Insgesamt hat sich die Airline laut Metzler im Quartal aber gut geschlagen. Auch seien schon 63 Prozent ihrer Kerosinkosten für dieses Jahr bei rund 74 Dollar je Fass abgesichert.

Zalando brachen um 10,6 Prozent ein. Für das Gesamtjahr werden die meisten Kennziffern nur am unteren Rand der bisherigen Prognose erwartet. Im Ergebnis nach Steuern war ein Verlust von 61,3 Millionen Euro angefallen, erwartet wurde dagegen ein kleiner Gewinn.

Österreichische Versorger lagen sehr schwach im Markt. Im Handel wurde auf Spekulationen verwiesen, die österreichische Regierung könnte zusätzliche Gewinne der Versorger durch eine Sondersteuer abschöpfen. EVN verloren 7,1 Prozent und Verbund 12,8 Prozent.

Ölpreise bestimmen die Kurse 

Tagesgewinner waren die Ölwerte mit plus 0,6 Prozent. Hier sprudeln die Gewinne dank weiter steigender Energiepreise, was Shell erneut belegte: Das bereinigte Ergebnis war hier mit 9,1 Milliarden Dollar laut ING deutlich über Erwartung ausgefallen. Die Aktien stiegen um 3,1 Prozent.

BMW rutschten nach starkem Start 1,8 Prozent ins Minus. Trotz geringerer Autoverkäufe wurden sowohl Umsatz als auch Gewinn gesteigert und der Ausblick trotz höherer Risiken bestätigt. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern trotz der Kosteninflation im Autogeschäft eine Rendite von 7 bis 9 Prozent. Die Zahlen von Stellantis (-0,7%) wurden positiv gesehen. Konjunkturabhängige Aktien wie Daimler Truck und Continental verloren bis zu 4,4 Prozent.

Im Bankensektor sprangen Unicredit um 2,1 Prozent nach oben. Kurstreiber war laut Jefferies neben starken Quartalszahlen die Genehmigung für ein 1,6 Milliarden Euro schweres Aktienrückkaufprogramm.

=== 
Index         Schluss- Entwicklung Entwicklung  Entwicklung 
.             stand   absolut     in %     seit 
.                             Jahresbeginn 
Euro-Stoxx-50     3.696,63    -28,36    -0,8%    -14,0% 
Stoxx-50        3.638,29    -13,58    -0,4%     -4,7% 
Stoxx-600        438,26    -3,11    -0,7%    -10,2% 
XETRA-DAX       13.902,52    -68,30    -0,5%    -12,5% 
FTSE-100 London    7.503,27    +9,82    +0,1%     +1,5% 
CAC-40 Paris      6.368,40    -27,28    -0,4%    -11,0% 
AEX Amsterdam      696,19    -2,49    -0,4%    -12,8% 
ATHEX-20 Athen     2.150,20    -31,03    -1,4%     +0,4% 
BEL-20 Brüssel     4.097,20    +31,86    +0,8%     -4,9% 
BUX Budapest     42.515,32   -655,35    -1,5%    -16,2% 
OMXH-25 Helsinki    4.755,71    -62,43    -1,3%    -13,5% 
ISE NAT. 30 Istanbul  2.744,12    +39,68    +1,5%    +35,5% 
OMXC-20 Kopenhagen   1.743,10    +1,67    +0,1%     -6,5% 
PSI 20 Lissabon    5.831,68    -42,17    -0,7%     +4,0% 
IBEX-35 Madrid     8.434,70    -65,80    -0,8%     -3,2% 
FTSE-MIB Mailand   23.759,71   -142,35    -0,6%    -12,6% 
RTS Moskau       1.119,92    +5,79    +0,5%    -29,8% 
OBX Oslo        1.118,91    -6,26    -0,6%     +4,7% 
PX Prag        1.318,49    -3,88    -0,3%     -7,5% 
OMXS-30 Stockholm   1.985,13    -25,99    -1,3%    -18,0% 
WIG-20 Warschau    1.765,85    -46,71    -2,6%    -22,1% 
ATX Wien        3.151,27   -105,47    -3,2%    -15,3% 
SMI Zürich      11.877,27    -2,97    -0,0%     -7,8% 
 
DEVISEN        zuletzt   +/- % Do, 8:16 Uhr Mi, 17:03 Uhr  % YTD 
EUR/USD        1,0508   -1,1%    1,0612     1,0545  -7,6% 
EUR/JPY        137,02   -0,2%    137,31     137,08  +4,7% 
EUR/CHF        1,0377   +0,4%    1,0338     1,0363  +0,0% 
EUR/GBP        0,8520   +1,3%    0,8449     0,8438  +1,4% 
USD/JPY        130,40   +0,9%    129,36     129,98 +13,3% 
GBP/USD        1,2334   -2,4%    1,2561     1,2496  -8,9% 
USD/CNH (Offshore)   6,6977   +1,2%    6,6361     6,6574  +5,4% 
Bitcoin 
BTC/USD       36.903,59   -7,1%   39.656,76   38.772,94 -20,2% 
 
ROHÖL         zuletzt VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex       107,07   107,81     -0,7%     -0,74 +45,9% 
Brent/ICE       110,08   110,14     -0,1%     -0,06 +44,9% 
 
METALLE        zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)     1.876,00  1.881,21     -0,3%     -5,21  +2,5% 
Silber (Spot)      22,43   22,98     -2,4%     -0,55  -3,8% 
Platin (Spot)     975,48   994,60     -1,9%     -19,13  +0,5% 
Kupfer-Future      4,30    4,33     -0,8%     -0,04  -3,5% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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May 05, 2022 12:13 ET (16:13 GMT)

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