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XETRA-SCHLUSS/Freundlicher Wochenschluss im DAX

DJ XETRA-SCHLUSS/Freundlicher Wochenschluss im DAX

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit freundlicher Tendenz ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag aus dem Handel gegangen. Der Kurseinbruch vom Vortag wurde in einigen Aktien wieder ausgeglichen. Im Tageshoch am Mittag erreichte der DAX sogar 14.161 Punkte. Erst der abbröckelnde US-Markt und die üblichen Gewinnmitnahmen vor dem Wochenende zogen ihn wieder nach unten; unterm Strich ging es um 0,7 Prozent nach oben auf 13.982 Punkte.

Für Kauflaune hatte am Morgen die chinesische Notenbank (PBoC) gesorgt, die den Leitzins für längere Kredite gesenkt hat. Dies kam unerwartet und schürte Hoffnungen, der Zinserhöhungsdruck könnte weltweit bald wieder zuende gehen. Allerdings ist in China der Inflationsdruck nicht so stark ausgeprägt, Geldpolitiker haben dort Spielraum für solche Maßnahmen.

Anders in Deutschland: Hier sprangen die Erzeugerpreise (PPI) um 33,5 Prozent zum Vorjahr - der höchsten Rate seit Beginn der Erhebungen 1949. Dieser Anstieg zeigt sich erst mit Zeitverzögerung in den für Konsumenten erfahrbaren Verbraucherpreisen (CPI) und deutet auf eine weiter steigende Inflation.

Käufe "querbeet" 

In vielen Branchen ging es querbeet nach oben: Gesucht waren viele konjunkturnahe Werte wie Siemens, die um 2,3 Prozent zulegten. Die Aktien des Versorgers RWE kletterten um 1,5 Prozent, Merck rückten um 2,8 Prozent vor.

In der Autobranche waren besonders die Aktien der Zulieferer gesucht: Bei Conti und Vitesco ging es bis zu 1,7 Prozent nach oben. Auch die Aktien der Logistiker zogen mit, die Aktie der Container-Reederei Hapag-Lloyd verbesserte sich um 4,5 Prozent. Selbst die jüngst abverkauften Lieferdienste legten wieder zu, allen voran Hellofresh mit 2,3 Prozent. Bei den Technologieaktien stiegen Teamviewer und Carl Zeiss 2,3 8nd 2,8 Prozent.

Die Aktie der Deutschen Bank notierte nur optisch 0,13 Euro bzw 1,4 Prozent im Minus, sie wurde mit 0,20 Euro Dividendenabschlag gehandelt.

Im Einzelhandelssektor erholten sich Metro um 1,8 Prozent. Hier stützten Kreiseberichte über einen eventuellen Verkauf des Indien-Geschäfts, der bis zu 1,75 Milliarden Dollar bringen könnte.

=== 
INDEX       zuletzt +/- % +/- % YTD 
DAX       13.981,91 +0,7%  -11,98% 
DAX-Future    13.925,00 +0,6%  -12,16% 
XDAX       13.935,58 +0,3%  -12,07% 
MDAX       29.199,95 +0,6%  -16,86% 
TecDAX      3.073,26 +0,9%  -21,60% 
SDAX       13.197,31 +0,4%  -19,60% 
zuletzt     +/- Ticks 
Bund-Future     153,93  +38 
 
Index  Gewinner Verlierer unv. Umsatz Mio Euro Mio Aktien Vortag 
DAX      31     9   0     4.353,7    85,1  84,2 
MDAX     34     16   0      587,6    34,0  40,9 
TecDAX    21     8   1      906,0    31,9  31,5 
SDAX     39     27   4      185,1    13,5  13,6 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/cln

(END) Dow Jones Newswires

May 20, 2022 11:46 ET (15:46 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
KI braucht Strom
Halbleiter, Speicherchips und Rechenzentren haben Anlegern im KI-Boom bereits enorme Gewinne beschert. Doch jetzt zeichnet sich mit der benötigten Energie der nächste große Flaschenhals ab. Neue KI-Rechenzentren benötigen nicht mehr einige Megawatt, sondern zum Teil mehrere Gigawatt Leistung – so viel wie mehrere moderne Kernkraftwerksblöcke.

Damit beginnt ein weltweites Wettrennen um verfügbare Stromkapazitäten. Hyperscaler sichern sich bereits über langfristige Verträge gewaltige Energiemengen, während Stromnetze und Erzeugungskapazitäten mit dem Ausbau kaum Schritt halten können. Zusätzlich verschärfen geopolitische Risiken rund um den Iran-Krieg und die Straße von Hormus die Situation.

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