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EZB: Ukraine-Krieg erhöht Risiken für Finanzstabilität

DJ EZB: Ukraine-Krieg erhöht Risiken für Finanzstabilität

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Krieg Russlands gegen die Ukraine erhöht nach Aussage der Europäischen Zentralbank (EZB) die Risiken für die Stabilität des europäischen Finanzsystems. In ihrem aktuellen Finanzstabilitätsbericht weist die EZB darauf hin, dass die Märkte bisher zwar "geordnet" auf die Invasion reagiert hätten, und dass das direkte Engagement der Banken in der Region überschaubar sei, dass es aber weiterhin das Risiko einer Korrektur gebe. "Der Einfluss des Krieges auf Energiepreise, Inflation und Wachstum verschlimmert die vorhandenen Schwachstellen", heißt es in dem Bericht. Laut EZB droht sich außerdem die Profitabilität der Banken nach der starken Erholung des Vorjahres wieder zu verschlechtern.

Als einen möglichen Stressauslöser betrachtet die EZB die nach wie vor hohen Energie- und Rohstoffpreise, die zu einer gewissen Anspannung auf den Derivatemärkten für diese Produkte geführt habe. "Trotz der jüngsten Anpassungen besteht bei einigen Assets die Gefahr weiterer Korrekturen, sollten sich die Wachstumsaussichten weiter verschlechtern und/oder die Inflation deutlich höher ausfallen als erwartet", warnt die EZB.

Wiederaufleben der Corona-Pandemie bleibt Risiko 

Die Schwachstellen könnten aufgrund des ungewissen Kriegsverlaufs und veränderter Erwartungen hinsichtlich der Normalisierung der Wirtschaftspolitik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften zunehmen. Andere mögliche globale Entwicklungen, wie ein breiteres Wiederaufleben der Corona-Pandemie, Schwächen in wichtigen Schwellenländern oder eine größere Abschwächung der chinesischen Konjunktur, könnten sich ebenfalls auf die Risiken für Wachstum und Inflation auswirken.

Zudem leiden laut EZB die Unternehmen des Euroraums unter steigenden Einkaufspreisen bei gleichzeitig schlechteren Wachstumsaussichten. Dies könnte die Zahl der Insolvenzen erhöhen, insbesondere bei Firmen und Sektoren, die sich noch nicht vollständig von der Pandemie erholt hätten. Darüber hinaus könnten hoch verschuldete Unternehmen und solche mit geringerer Bonität mit schlechteren Finanzierungsbedingungen zu kämpfen haben.

Als ein weiteres potenzielles Problemfeld betrachtet die EZB den Immobilienmarkt. "Die Immobilienpreise sind weiter gestiegen, und das Wachstum der Hypothekenkredite hat sich beschleunigt", konstatiert die EZB. Gut für die Stabilität sei, dass Hypothekenkredite mit Festzinsen weit verbreitet seien.

Gewinnaussichten der Banken trüben sich ein 

Die Gewinnaussichten der Banken haben sich laut EZB nach einem starken Jahr 2021 wieder eingetrübt. Die EZB sieht in gestiegene Energiepreisen und allgemein höherer Inflation sowie den schwächerem Wachstumsaussichten ein Risiko für die Werthaltigkeit der Aktiva der Banken.

Daneben weist die EZB auf eine Entwicklung mit Risikopotenzial im Fondsektor hin: "Es gab beträchtliche Umschichtungen von Investmentfonds, die Unternehmensanleihenportfolios verwalten, in Fonds, die in Staatsanleihen engagiert sind, sowie von Wachstums- zu Value-Aktienfonds", schreibt die EZB. Bislang seien diese Umschichtungen nicht systemgefährdend, aber der Sektor bleibe aufgrund seiner geringen Liquidität, des hohen Durationsrisikos und des hohen Engagements in Anleihen von schwachen Unternehmen anfällig.

Einige Fonds sind laut EZB auch zusätzlichen Risiken ausgesetzt, die sich aus einer übermäßigen Hebelwirkung bei Derivaten oder aus Investitionen in Krypto-Assets ergeben.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 25, 2022 04:00 ET (08:00 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

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