Anzeige
Mehr »
Mittwoch, 10.06.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Vier Bohrlöcher, vier Treffer - bestätigt sich hier ein neues Uran-System?
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
961 Leser
Artikel bewerten:
(2)

Habeck wirft Orban bei EU-Ölembargo ruchloses Pokern vor

DJ Habeck wirft Orban bei EU-Ölembargo ruchloses Pokern vor

Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) ist unzufrieden mit der Einigung der Europäischen Union auf ein weitgehendes Ölembargo gegen Russland. Habeck kritisierte das "ruchlose" Vorgehen von Ungarns Ministerpräsidenten Viktor Orban, der dem Embargo nur zugestimmt hatte, nachdem unter anderem der Lieferstopp auf Schiffslieferungen begrenzt blieb und Ölleitungen ausgenommen wurden.

"Es ist ein Kompromiss. Vielleicht leben wir in einer Zeit, wo zu viele Kompromisse die Klarheit am Ende nicht nur eintrüben, sondern zerstören. Deswegen: Glücklich bin ich darüber wahrlich nicht. Auch die europäische Kraft, die Ge- und Entschlossenheit Europas hat sicherlich gelitten durch das Gewürge um das sechste Sanktionspaket", erklärte Habeck auf dem Wirtschaftstag des Wirtschaftsrats der CDU.

Er warf Orban vor, dieser habe "ruchlos einfach nur für seine eigenen Interessen" gepokert und die langfristigen übergeordneten Interessen der EU hinten angestellt. "Meine Einschätzung zum Angriff von Russland auf die Ukraine ist noch immer die, dass Putin nicht aufhören wird, wenn er nicht in der Ukraine unterliegt", sagte Habeck. Orban unterliege einem Missverständnis dessen, was ein Amtseid in dieser Zeit bedeute. Er mache einen Handel auf und fühle sich nicht mehr Politik in irgendeinem Sinn einem höheren Interesse verpflichtet, sagte Habeck.

Zuvor hat sich die EU auf ein weitrechendes Ölembargo gegen Russland verständigt. Damit sind ab Ende des Jahres als zwei Drittel der russischen Öllieferungen in die EU verboten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von "effektiv" bis zu 90 Prozent Reduzierung.

Habeck gegen Rückkehr zu Atomstrom 

Habeck betonte auf der Veranstaltung zudem, dass er gegen eine Rückkehr zur Atomkraft sei, um Deutschlands Energieversorgung sicherzustellen. Ökonomisch mache es keinen Sinn, da Atomkraftwerke im Unterhalt und im Bau teuer seien, wie sich am Beispiel Frankreichs mit dem Ausfall der Hälfte der AKWs festmachen lasse. Außerdem hätten die AKWs Probleme mit der Kühlungssituation wegen der niedrigen Flussstände.

Von einer Deckelung des Strompreises für Industriekunden nach dem Vorbild Frankreich hält Habeck ebenfalls nicht viel. In Frankreich könne der staatlich dominierte Energieversorger EDF dies tun, in Deutschland müsste der Staat diese Kosten direkt übernehmen. "Wenn man die staatlich übernehmen wollte, muss man das Geld staatlich aufnehmen. Das ist eine Abwägungssache, ob wir das können oder wollen", sagte Habeck. "Es gilt ab nächstem Jahr die Schuldengrenze wieder. Das würde eben bedeuten, dass Gelder ausgegeben werden, die wir im Moment nicht haben oder an anderer Stelle bauchen."

Zudem würde man bei einer allgemeinen Senkung der Industriestrompreise am Ende nicht zielgenau genug agieren. Sinnvoller sei der umgekehrte Weg, indem man den Zugang zu erneuerbaren Energien als Direktstromerzeugung deutlich stärke, sodass Unternehmen mit eigenen Freiflächen-Photovoltaikanlagen oder Windkraftanlagen diesen Strom tatsächlich nutzen könnten. "Das ist dann grüner Industriestrom, der dann durch einen Aufbau neuer Infrastruktur entsteht", sagte Habeck.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

May 31, 2022 06:55 ET (10:55 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

In unserem aktuellen Spezialreport stellen wir fünf Software-Aktien vor, die besonders aussichtsreich positioniert sind – mit starker Marktstellung, attraktiver Bewertung und hohem Aufholpotenzial.

Jetzt den kostenlosen Report sichern – bevor der Software-Rebound Fahrt aufnimmt!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.