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MÄRKTE EUROPA/Warten auf EZB - Einzelhandel unter Druck

DJ MÄRKTE EUROPA/Warten auf EZB - Einzelhandel unter Druck

FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter zeigen sich Europas Aktienmärkte am Donnerstagmittag. Anleger halten sich im Vorfeld der Zinsentscheidung der EZB so weit wie möglich zurück. Gesucht sind nur Aktien der Reise-, Finanz- und Öl-Branche, weitere Hiobsbotschaften kommen indes aus dem Einzelhandel. Der DAX verliert 0,6 Prozent auf 14.365 Punkte, für den Euro-Stoxx-50 geht es um 0,3 Prozent nach unten auf 3.777 Zähler. Beim Euro-Dollar-Kurs und auch am Anleihemarkt herrscht gespanntes Warten.

Erwartet wird von EZB die Ankündigung erster Zinsschritte. Echte Maßnahmen gegen die Inflation werden aber nicht prognostiziert. So hat der Präsident des Ifo-Instituts, Clemens Fuest, die Geldpolitik der EZB scharf kritisiert. "Es ist frappierend, dass die Inflationsrate bei 8 Prozent liegt und die Notenbank trotzdem weiter Staatsanleihen kauft und einen Negativzins hat". Es sei "einmalig in der Wirtschaftsgeschichte", dass eine Notenbank in einem derartigen Umfeld eine Politik mache, die eher zu einem deflationären Umfeld passe.

Belastend wirken zudem Inflationsgefahren durch eine Lohn-Preis-Spirale und Lieferkettenprobleme: Weil die deutschen Hafenarbeiter am Donnerstag in einen Warnstreik treten, werden nun sogar Schiffsstaus in der Nordsee erwartet. Für die 12.000 Beschäftigten an den 58 deutschen Häfen fordert die Gewerkschaft Verdi Einkommensverbesserungen von 12 bis 14 Prozent. Die Aktien von Logistikern wie Deutsche Post und Containerschiffer Möller-Maersk fallen bis zu 2,4 Prozent.

Beiersdorf mit Kapitalmarkttag gesucht 

Beiersdorf legen um 5,3 Prozent zu. Neben der baldigen Wiederaufnahme in den DAX-Index treiben hier positive Aussagen vom Kapitalmarkttag. Das Unternehmen will künftig im Consumer-Geschäft mittelfristig stärker wachsen als der Markt.

Beim französischen Atomstromversorger EDF geht es um 5,8 Prozent noch oben. Kurstreiber ist ein Bericht in "Les Echos", wonach die Regierung eine vollständige Übernahme des Versorgers erwäge. Frankreich hält bereits 84 Prozent der EDF-Anteile. Händler setzen auf eine ordentliche Prämie für die Aktie.

Inflation reißt Einzelhandel nach unten 

Im Einzelhandel reißt die Welle schlechter Nachrichten nicht ab: So hat auch der schwedische Online-Händler und Zalando-Wettbewerber Boozt den Ausblick gesenkt. Die Aktien brechen um 17 Prozent ein. Im DAX fallen Zalando um 5,3 Prozent, in London Boohoo um 3,3 Prozent. "Die hohen Preise für Gas, Öl, Benzin und Nahrungsmittel reißen Löcher in die Verbraucherbudgets, die dann im Einzelhandel fehlen", heißt es im Handel dazu.

Autowerte zeigen sich im Mittelfeld des Marktes. Viele Institutionen des Marktes von VDA bis ADAC und Parteien wie die FDP sprechen sich gegen die EU-Entscheidung aus, den Verbrennermotor bei Neuzulassungen schon 2035 zu verbieten. Dies lasse anderen Wegen wie E-Fuels keine Chance, heißt es. Gute Nachrichten gibt es vom chinesischen Automarkt, wo der Branchenverband CPCA von einer Belebung des Geschäfts im Mai berichtet. Der Branchen-Index fällt 0,4 Prozent.

Credit Suisse fallen wieder zurück 

Credit Suisse verlieren 2,4 Prozent, nachdem State Street einen Kommentar zu Übernahmegerüchten abgelehnt und mitgeteilt hat, man konzentriere sich derzeit auf anderes. Am Vortag war berichtet worden, dass State Street an der angeschlagenen Bank interessiert sei. Darauf war der zuvor nach einer Gewinnwarnung sehr schwache Aktienkurs deutlich ins Plus gedreht. Die Deutsche Bank hält die Transaktion für unwahrscheinlich.

Hochtief leiden mit Minus von 5,7 Prozent unter einer Kapitalerhöhung zu 57,50 Euro je Aktie. Durch die Ausgabe neuer Aktien nimmt das Unternehmen etwa 406 Millionen Euro ein, die zur Stärkung der Eigenkapitalbasis verwendet werden sollen.

=== 
Aktienindex       zuletzt   +/- %   absolut +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.777,46   -0,3%   -11,47   -12,1% 
Stoxx-50        3.639,49   -0,3%    -9,83   -4,7% 
DAX          14.364,65   -0,6%   -81,34   -9,6% 
MDAX          30.108,74   -0,2%   -69,90   -14,3% 
TecDAX         3.149,60   -0,9%   -29,99   -19,7% 
SDAX          13.750,78   -1,0%   -138,46   -16,2% 
FTSE          7.564,75   -0,4%   -28,25   +2,8% 
CAC           6.436,59   -0,2%   -12,04   -10,0% 
 
Rentenmarkt       zuletzt        absolut  +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    1,34         -0,01   +1,52 
US-Zehnjahresrendite    3,01         -0,01   +1,50 
 
DEVISEN         zuletzt   +/- %  Do, 10:00 17:31 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0718   +0,0%   1,0698   1,0738  -5,7% 
EUR/JPY          142,91   -0,7%   142,86   143,78  +9,2% 
EUR/CHF          1,0478   -0,1%   1,0481   1,0467  +1,0% 
EUR/GBP          0,8553   +0,1%   0,8563   0,8559  +1,8% 
USD/JPY          133,30   -0,7%   133,46   133,88 +15,8% 
GBP/USD          1,2532   -0,0%   1,2495   1,2547  -7,4% 
USD/CNH (Offshore)    6,6754   -0,4%   6,6923   6,6899  +5,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        30.489,41   +0,4%  30.506,34 30.459,14 -34,1% 
 
ROHÖL          zuletzt VT-Settl.    +/- %  +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         121,83   122,11    -0,2%   -0,28 +67,4% 
Brent/ICE         123,45   123,58    -0,1%   -0,13 +63,6% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag    +/- %  +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.848,91  1.853,43    -0,2%   -4,52  +1,1% 
Silber (Spot)       21,98   22,06    -0,4%   -0,08  -5,7% 
Platin (Spot)       989,00  1.009,50    -2,0%   -20,50  +1,9% 
Kupfer-Future        4,39    4,46    -1,4%   -0,06  -1,3% 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/mod/flf

(END) Dow Jones Newswires

June 09, 2022 06:54 ET (10:54 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
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