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RWI: Hohe Inflation verzögert Erholung der deutschen Konjunktur

DJ RWI: Hohe Inflation verzögert Erholung der deutschen Konjunktur

Von Andreas Kißler

ESSEN/BERLIN (Dow Jones)--Das RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung hat seine Prognose für das deutsche Wirtschaftswachstum in diesem Jahr auf 1,9 Prozent von 2,5 Prozent gesenkt. Für das kommende Jahr geht es von einem Plus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2,7 Prozent statt 3,6 Prozent aus. "Die wirtschaftliche Erholung wird insbesondere durch die stark gestiegene Inflation und die wieder zunehmenden Lieferengpässe gebremst", erklärte das Institut. Die Inflation dürfte dieses Jahr bei 6,9 Prozent liegen und kommendes bei 2,6 Prozent.

Der Prozess des Anstiegs der Verbraucherpreise werde sich nur allmählich abschwächen. Die schrittweise Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) dürfte nach und nach zu einer Abschwächung der Preisanstiege beitragen. Das RWI erwartete nicht, dass kommende Lohnsteigerungen im Prognosezeitraum mit der Inflationsrate Schritt hielten, "sodass sich derzeit keine Lohn-Preis-Spirale abzeichnet". Die Tariflöhne dürften nominal 2022 um 2,6 Prozent steigen und 2023 um 3,6 Prozent.

"Die weitere Erholung der deutschen Konjunktur hängt stark von der Inflationsentwicklung ab", betonte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt. Weitere Risiken seien die internationalen Lieferengpässe sowie der weitere Verlauf des Ukraine-Kriegs. "In unserer Prognose gehen wir davon aus, dass die Belastungen der deutschen Konjunktur bis zum Ende dieses Jahres nachlassen." Das RWI rechnet demnach auch damit, dass die EZB ihren Leitzins bis Ende des nächsten Jahres schrittweise auf 1,75 Prozent erhöht.

Belebung bei konsumnahen Dienstleistungen 

Der private Konsum wird nach der Erwartung der Ökonomen zu einer Belebung der Binnennachfrage beitragen. Der starke Anstieg der Preise habe die Stimmung der privaten Haushalte zwar deutlich verschlechtert, die Rücknahme staatlicher Infektionsschutzmaßnahmen dürfte jedoch insbesondere die konsumnahen Dienstleistungen beleben. Dies zeige sich bereits deutlich im Tourismus und im Gastgewerbe.

Die kräftige Erholung am Arbeitsmarkt setze sich fort. Dabei komme fast der gesamte Anstieg aus der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Über das gesamte Jahr sei mit stark steigenden Beschäftigtenzahlen zu rechnen, auch durch die Integration hochqualifizierter Menschen aus der Ukraine. Gleichzeitig weise unter anderem die Rekordzahl der gemeldeten offenen Arbeitsstellen darauf hin, dass sich der Fachkräftemangel in Deutschland verschärfe. Die Arbeitslosenquote dürfte in diesem Jahr bei 5 Prozent und im nächsten Jahr bei 4,9 Prozent liegen.

Die kommende Erhöhung des Mindestlohns auf 12 Euro werde voraussichtlich insgesamt nur geringe Beschäftigungsauswirkungen haben. Allerdings sorge sie für strukturelle Veränderungen der Beschäftigungsformen, weil für Unternehmen das Einstellen von Minijobbern gegenüber sozialversicherungspflichtig Beschäftigten etwas unattraktiver werde.

Das Defizit der öffentlichen Haushalte dürfte 2022 gut 53 Milliarden Euro betragen, nachdem es sich 2021 noch auf 131 Milliarden Euro belaufen hatte. Im Jahr 2023 sinkt das Finanzierungsdefizit dann voraussichtlich weiter auf knapp 36 Milliarden Euro. Die Defizitquote geht laut der Prognose 2022 auf 1,4 Prozent und 2023 auf 0,9 Prozent des BIP zurück.

Kontakt zum Autor: andreas.kissler@wsj.com

DJG/ank/mgo

(END) Dow Jones Newswires

June 15, 2022 05:00 ET (09:00 GMT)

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