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Rabobank: EZB bei TLTROs in der Zwickmühle

DJ Rabobank: EZB bei TLTROs in der Zwickmühle

Von Hans Bentzien

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Europäische Zentralbank (EZB) kann nach Einschätzung der Analysten der Rabobank den Banken des Euroraums nicht die unerwarteten Gewinne aus den TLTRO-Krediten vorenthalten, ohne dabei zugleich die originären Ziele der langfristigen und gezielten Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO) zu gefährden. Wie sie in einer Analyse schreiben, haben die Banken die Kredite der TLTRO3-Serie überwiegend für die von der EZB angestrebten Zwecke eingesetzt. Den Banken nun die Gewinne wegzunehmen, die sich aus dem unerwartet aggressiven Zinskurs ergeben, würde das Gesamtpaket in Frage stellen.

Die Banken haben die TLTRO3-Liquidität nach Angaben der EZB für folgende Zwecke eingesetzt:

1. Kredite an die Realwirtschaft über 874 Milliarden Euro (49 Prozent)

2. Carry Trade mit Finanz-Assets, wovon 255 Milliarden Euro (12 Prozent) auf heimische Staatsanleihen und 176 Milliarden Euro (8 Prozent) auf sonstige Assets entfielen

3. Eigene Refinanzierung (246 Milliarden Euro - 11 Prozent)

4. Carry Trade über die EZB-Einlagenfazilität (646 Milliarden Euro - 29 Prozent)

Vor dem Hintergrund der Pandemie, in der die TLTROs eingeführt wurden, waren die ersten drei Punkte laut Rabobank die von der EZB gewünschten Resultate, da sie in einer Zeit extremer wirtschaftlicher Angst zu einer erhöhten Kreditvergabe an die Realwirtschaft, zu einer Stütze für Finanzanlagen (einschließlich - und das ist entscheidend - Staatsanleihen der Peripherie) und zu einer Unterstützung für schwächere Banken führten, die Schwierigkeiten hatten, fällig werdende Schulden überzurollen.

Der vierte Punkt - die Anlage bei der EZB - wurde nach Einschätzung der Analysten wohl als notwendiges Übel angesehen, der zudem positive Nebenwirkungen entfaltete: Er stellte eine risikolose Gewinnmöglichkeit dar, die aus Sicht der Banken in "Kernländern" das Stigma einer TLTRO-Beteiligung beseitigte. Außerdem wurde so die Rentabilität der Banken in einer Zeit potenziell höherer Wertminderungen und sehr flacher Renditekurven gestützt.

Die EZB hatte den maximalen Zinsvorteil für Banken aus einer TLTRO-Teilnahme zu Beginn der Pandemie um 50 Basispunkte vergrößert, wobei der durchschnittliche Zins über die gesamte Laufzeit des TLTRO angesetzt wird. Da die EZB ihren Einlagenzins bis Jahresende aber vermutlich um mindestens 75 Basispunkte anheben wird, lohnt es sich für die Banken, die Kredite nicht vorfristig zurückzuzahlen, wie die EZB ursprünglich angenommen hatte, sondern in der Einlagenfazilität zu lassen.

Banken könnten Extra-Gewinn von 24 Milliarden Euro einstreichen 

Laut einem Bericht der Financial Times (FT) könnte das den Instituten zusätzliche Gewinne über 24 Milliarden Euro bescheren, während Verbraucher und Unternehmen zugleich die Last steigender Marktzinsen tragen müssen. Der EZB werde deshalb am 20./21. Juli darüber beraten, ob man Banken diese Gewinne lassen wolle, berichtete die FT.

Die Analysten der Rabobank weisen darauf hin, dass die EZB kaum Interesse an einer Auflösung der Carry Trades haben dürfte, die mit dem Kauf von Peripherie-Anleihen in Verbindung standen. "Das würde sie ironischerweise zum Einsatz ihres Antifragmentierungsprogramms zwingen beziehungsweise dessen Erfolgsaussichten vermindern", merken sie an. Auch könnte die Refinanzierung schwacher Banken und die Finanzierung der Realwirtschaft angesichts einer drohenden Rezession Schaden nehmen.

Kontakt zum Autor: hans.bentzien@dowjones.com

DJG/hab/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 05, 2022 05:47 ET (09:47 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

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