Anzeige
❌
Mehr »
Freitag, 23.10.2026 - Börsentäglich über 12.000 News
Hotspot Rohstoffe: Neuer Highflyer abseits des Rampenlichts?!
Anzeige

Indizes

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Aktien

Kurs

%
News
24 h / 7 T
Aufrufe
7 Tage

Xetra-Orderbuch

Fonds

Kurs

%

Devisen

Kurs

%

Rohstoffe

Kurs

%

Themen

Kurs

%

Erweiterte Suche
Dow Jones News
376 Leser
Artikel bewerten:
(1)

Habeck: Angst vor der Rezession ist überwältigend groß

DJ Habeck: Angst vor der Rezession ist überwältigend groß

Von Andrea Thomas

BERLIN (Dow Jones)--Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) erwartet angesichts der gestiegenen Rezessionsgefahr für die deutsche Wirtschaft ein schwieriges zweites Halbjahr. Man werde hart arbeiten müssen, damit die kommenden Monate keine besonders schlechten Quartale würden für Deutschland.

"Die ersten Quartale waren für viele Branchen sehr gut", sagte Habeck auf dem SPD-Wirtschaftsforum in Berlin. Die Industrie habe ihre Preise weitergeben können, was zur hohen Inflation geführt habe. Auch die Dienstleitungen, die körpernahen Gewerbe, der Tourismus, die Gastronomie hätten alle wieder gute Zuwachsraten gehabt. "Die Gegenwart ist gar nicht so schlecht. Aber die Angst vor der Rezession, vor der Zukunft, und zwar schon vor der unmittelbaren Zukunft, ist überwältigend groß", sagte Habeck.

Drei Gefahren 

Daraus ergäben sich drei mögliche Konsequenzen. Erstens drohe die Investitionsbereitschaft der Unternehmen zu erlahmen, obwohl Rücklagen da seien. Betriebe hielten ihr Geld fest oder sie bekämen für ihre Investitionsvorhaben immer stärkere Kreditauflagen von den Banken. Es bestehe daher für Deutschland die Gefahr, "dass wir in einer Investitionsbremse reinlaufen - genau das Gegenteil dessen, was wir eigentlich jetzt gerade erlebt haben in den ersten beiden Quartalen", sagte Habeck.

Die zweite Gefahr bestehe darin, dass die hohen Energiepreise und die hohe Inflation zu einem Kaufkraftverlust führten und sich die sozialen Unterschiede in Deutschland noch weiter verschärften. Daher drohe eine "schwächelnde" Binnennachfrage, warnte Habeck.

Drittens drohe die Gefahr, dass die Märkte, Rohstoffe "künstlich" zurückhielten, obwohl sie verfügbar seien. "Man spekuliert auf höhere Preise", sagte Habeck. Dann würden die Märkte nicht mehr funktionieren.

Zeit für staatliche Wirtschaftspolitik 

Diese Szenarien seien noch nicht eingetreten. Sie "sind aber zu befürchten und würden Deutschland in eine Rezession führen - unabhängig davon, ob die Gaslieferungen aus Russland kommen", meinte Habeck. "Das Gute ist: Alle drei Szenarien sind politisch zu bearbeiten."

Den Problemen könnte mit staatlicher Regulierung, der Bereitstellung von öffentlichen Geldern, dem sozialen Ausgleich und dem Einkauf von Energie sowie dem Ausbaus von erneuerbaren Energien begegnet werden. Die Zeiten seien "endgültig vorbei", in denen Wirtschaftspolitik dann am besten war, wenn sie nicht stattgefunden habe. Unter dem Druck der Wirklichkeit gebe es zudem eine gute Perspektive dafür, dass die Energiewende schneller vonstatten gehe.

Abhängigkeit von China reduzieren 

Mit Blick auf China sagte Habeck, dass sich das Land vom wirtschaftlichen Partner hin zu einem Systemrivalen entwickelt habe. Man dürfe sich aber in Europa nicht in die Tasche lügen beim Thema strategischer Autonomie, wenn man mit viel Geld die produzierende Industrie, Batterien und Halbleiter zurück nach Europa hole, um strategisch unabhängig zu werden.

Die Abhängigkeit von chinesischen Rohstoffen müsse "dringend, dringend" reduziert werden, sagte Habeck. Man müsse die Rohstoffimporte diversifizieren mit Hilfe anderer Länder und Kontinente.

Kontakt zur Autorin: andrea.thomas@wsj.com

DJG/aat/apo

(END) Dow Jones Newswires

July 05, 2022 07:52 ET (11:52 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
Historische Öl-Krise - 5 Aktien, die davon profitieren!
Der Iran-Krieg hat den globalen Energiemarkt erschüttert. Zerstörte Förderanlagen, ausgefallene Transportwege und fehlende Raffineriekapazitäten sorgen dafür, dass nicht nur Rohöl, sondern vor allem Benzin und Diesel knapp und teuer bleiben könnten. Selbst ein Ende der Kämpfe würde das Problem nicht über Nacht lösen, der Wiederaufbau der Energieinfrastruktur dürfte Jahre dauern.

Während viele Anleger jetzt auf ExxonMobil, Chevron oder Shell setzen, könnte das größere Potenzial längst woanders liegen. Denn hohe Ölpreise machen neue Investitionen in Förderung, Transport und Verarbeitung wieder attraktiv. Davon profitieren vor allem jene Unternehmen, die Bohrtechnik, Ausrüstung und Dienstleistungen bereitstellen oder bereits über wertvolle Infrastruktur verfügen.

Hier dürfte die zweite Welle des Öl-Booms entstehen. Statt den bereits stark gelaufenen Produzenten hinterherzulaufen, können Anleger auf die Unternehmen setzen, die am milliardenschweren Wiederaufbau der globalen Energieinfrastruktur verdienen.

In unserem aktuellen Spezialreport zeigen wir 5 Aktien, die von der historischen Öl-Krise besonders profitieren könnten.

Jetzt den kostenlosen Report sichern und die möglichen Gewinner der zweiten Öl-Welle entdecken!
Werbehinweise: Die Billigung des Basisprospekts durch die BaFin ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend zu informieren, insbesondere über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers. Sie sind im Begriff, ein Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann.