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MÄRKTE EUROPA/Erholungsbewegung - Adyen nach Zahlen schwach

DJ MÄRKTE EUROPA/Erholungsbewegung - Adyen nach Zahlen schwach

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach dem Rückschlag zur Wochenmitte geht es an den europäischen Aktienmärkten am Donnerstag bereits wieder nach oben. Der DAX steigt am Mittag um 0,8 Prozent auf 13.742 Punkte, der Euro-Stoxx-50 legt um 0,5 Prozent auf 3.775 Punkten zu. Für die Aktie von Adyen geht es nach enttäuschenden Ertragszahlen gleich um 11 Prozent nach unten. Das übergeordnete Thema an der Börse ist weiterhin die hohe Inflation auch aufgrund der Energiepreise sowie die Zinspolitik der großen Notenbanken. Das am Vorabend vorgelegte US-Notenbankprotokoll sei "wenigstens nicht falkenhafter ausgefallen als befürchtet", heißt es an der Börse. Die US-Notenbank will die Leitzinsen so lange erhöhen, bis die Inflation deutlich nachlässt, sie hat aber auch die Risiken einer zu straffen Geldpolitik im Blick.

Impulse könnten am Nachmittag von den Verkäufen von Bestandsimmobilien in den USA ausgehen sowie vom Konjunkturindex der Notenbankfiliale in Philadelphia.

Auf der Gewinnerseite ganz oben stehen Automobilwerte mit einem Plus ihres Stoxx-Subindex von 1,4 Prozent. Der Index der Chemiewerte legt ein halbes Prozent zu, im DAX legen BASF um 2,8 und Covestro um 2,6 Prozent zu. gegen den Trend verliert der Sektor der Versorger 0,3 Prozent.

Adyen brechen ein - Marge lastet auf hoher Bewertung 

Trotz eines fulminanten Volumenwachstums von 61 Prozent hat der niederländische Zahlungsdienstleister Adyen nach Meinung der Analysten von Bryan Garnier enttäuschende Netto-Umsatz- und EBITDA-Zahlen veröffentlicht. Die Verschlechterung der Marge um 2,7 Prozentpunkte sei dem Anstieg der betrieblichen Aufwendungen um 47 Prozent geschuldet, was zu einem großen Teil auf die Einstellung von 395 Mitarbeitern zurückzuführen sei. Das Geschäftsmodell sei unverwüstlich, aber nicht immun. Momentan beginne die Nachfrage nach Verbrauchsgütern zu stagnieren, was sich auf die Umsatzentwicklung auswirken werde. Infolge der neuen Informationen überprüfen die Analysten erst einmal die Empfehlung und das Kursziel.

In die gleiche Kerbe schlagen die Kollegen von Stifel, die Nettoumsatz und EBITDA als unterhalb der Erwartung einstufen, die EBITDA-Marge liege mit 58,6 Prozent unter dem mittelfristigen Ziel von mehr als 65 Prozent. Die Aktie ist mit dem Blick auf die Multiples alles andere als billig, so wurde sie bisher mit dem 40-fachen des erwarteten 2023er EBITDA gehandelt, die globalen Wettbewerber dagegen mit dem 17,1-fachen deutlich darunter.

Zur Rose zweistellig im Plus - auch Shop Apotheke sehr fest 

Positiv bewerten Marktteilnehmer den Zwischenbericht der Apothekengruppe Zur Rose. Der Kurs zieht um knapp 9 Prozent an. Der Konzern will den Break-Even auf EBITDA-Basis nun schon im kommenden Jahr erreichen und nicht erst 2024. Im ersten Halbjahr lag der Verlust des bereinigten EBITDA bei 49,2 Millionen Franken und damit unterhalb der Erwartung der Jefferies-Analysten, die mit minus 55 Millionen gerechnet hatten. Auch der Umsatz von knapp 964 Millionen Franken ist etwas besser ausgefallen als die 957 Millionen, mit denen Jefferies gerechnet hatte.

Zur Rose führt den positiven Ausblick unter anderem auf die Einführung des E-Rezepts zurück. Davon profitieren laut Händlern auch Shop Apotheke, die 4 Prozent gewinnen.

Geberit legen nach anfänglichen Verlusten um 1,8 Prozent zu. Der Gewinn des Bauzulieferers ist im ersten Halbjahr um 12,5 Prozent zurückgegangen. Allerdings meint Geberit auch, die Rohstoff-Preise sollten sich nun auf dem erhöhten Niveau seitwärts entwickeln. Bei den Verkaufspreisen bestehe dagegen selektiver Spielraum.

=== 
Aktienindex       zuletzt    +/- %    absolut   +/- % YTD 
Euro-Stoxx-50      3.767,73    +0,3%     11,67     -12,4% 
Stoxx-50        3.672,00    +0,1%     4,64     -3,8% 
DAX          13.719,25    +0,7%     92,54     -13,6% 
MDAX          27.631,22    +0,3%     88,06     -21,3% 
TecDAX         3.137,18    +0,1%     3,15     -20,0% 
SDAX          12.986,87    +0,6%     79,86     -20,9% 
FTSE          7.511,46    -0,1%     -4,29     +1,8% 
CAC           6.552,34    +0,4%     24,02     -8,4% 
 
Rentenmarkt       zuletzt          absolut    +/- YTD 
Dt. Zehnjahresrendite    1,10           +0,02     +1,28 
US-Zehnjahresrendite    2,88           -0,02     +1,37 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- % Do, 8:08 Uhr Mi, 17:20 Uhr  % YTD 
EUR/USD          1,0171    -0,1%    1,0162     1,0170  -10,6% 
EUR/JPY          137,53    +0,0%    137,50     137,69  +5,1% 
EUR/CHF          0,9696    +0,1%    0,9685     1,0489  -6,5% 
EUR/GBP          0,8437    -0,1%    0,8453     0,8443  +0,4% 
USD/JPY          135,23    +0,1%    135,33     135,40  +17,5% 
GBP/USD          1,2054    +0,0%    1,2023     1,2044  -10,9% 
USD/CNH (Offshore)    6,8027    +0,1%    6,8096     6,7953  +7,1% 
Bitcoin 
BTC/USD        23.488,25    +0,6%   23.440,22   23.431,42  -49,2% 
 
ROHOEL          zuletzt  VT-Settl.     +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         89,16    88,11     +1,2%      1,05  +24,6% 
Brent/ICE         94,93    93,65     +1,4%      1,28  +27,5% 
GAS                VT-Schluss           +/- EUR 
Dutch TTF         229,69   227,00     +1,7%      3,85 +274,7% 
 
METALLE         zuletzt   Vortag     +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.769,68  1.761,70     +0,5%     +7,98  -3,3% 
Silber (Spot)       19,82    19,88     -0,3%     -0,06  -15,0% 
Platin (Spot)       931,75   928,03     +0,4%     +3,73  -4,0% 
Kupfer-Future        3,63    3,58     +1,2%     +0,04  -18,2% 
 
YTD zu Vortagsschluss 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/thl/cln

(END) Dow Jones Newswires

August 18, 2022 06:59 ET (10:59 GMT)

Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.

© 2022 Dow Jones News
SpaceX-Hype zu teuer – Diese 5 Aktien bieten bessere Chancen
Raumfahrt-Aktien gehören aktuell zu den heißesten Wetten an den Börsen. Spätestens mit dem spektakulären Börsengang von SpaceX ist der Sektor endgültig im Fokus der Anleger angekommen. Fantasien rund um Satellitenkommunikation, Rechenzentren im All und neue Geschäftsmodelle treiben die Kurse immer weiter nach oben.

Doch während die Begeisterung steigt, werden auch die Risiken größer. Viele Space-Start-ups sind inzwischen extrem hoch bewertet, arbeiten noch nicht profitabel und hängen stark von stetigem Kapitalzufluss ab. Schon kleine Rückschläge könnten die ambitionierten Wachstumspläne ins Wanken bringen.

Für Anleger, die vom Boom der Raumfahrt profitieren wollen, lohnt sich daher ein Perspektivwechsel. Statt auf überhitzte Pure Plays zu setzen, rücken etablierte Konzerne in den Fokus – Unternehmen mit jahrzehntelanger Erfahrung, stabilen Cashflows und engen Verbindungen zu Raumfahrtagenturen wie NASA und ESA.

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