DJ WOCHENEND-ÜBERBLICK Unternehmen/20. und 21. August 2022
Die wichtigsten Meldungen zu Unternehmen aus dem Wochenendprogramm von Dow Jones Newswires.
Amazon will Einnahmen über höhere Verkäufergebühren steigern
Der Online-Händler Amazon versucht vor dem Weihnachtsgeschäft neue Einkommenskanäle zu erschließen, indem er seine gestiegenen Kosten an Verkäufer weitergibt, die seine Plattform nutzen. In der vergangenen Woche teilte Amazon Drittanbietern, die seine Versanddienste nutzen, mit, dass vom 15. Oktober bis zum 14. Januar eine "Holiday Peak Fulfillment Fee" eingeführt werden soll. Amazon erwartet, dass die neue Gebühr die Kosten für Verkäufer in den USA und Kanada um durchschnittlich 35 Cent pro verkauftem Artikel erhöhen wird, wie aus einer E-Mail an Verkäufer hervorgeht, die das Wall Street Journal einsehen konnte.
US-Banken einigen sich auf Strafzahlungen wg Nutzung von Whatsapp - Kreise
Einige der größten in den USA tätigen Banken sind nach Informationen informierter Personen dabei, sich mit den Aufsichtsbehörden auf Strafzahlungen über insgesamt 1 Milliarde US-Dollar zu einigen, weil ihre Angestellten dienstliche Themen über Nachrichtendienste wie Whatsapp besprochen haben. Den Angaben zufolge sollen Banken wie Bank of America, Barclays, Citigroup, Deutsche Bank, Goldman Sachs, Morgan Stanley und UBS Group, je 200 Millionen Dollar zahlen und Institute wie Jefferies und Nomura etwas weniger. Die Aufsichtsbehörden SEC und CFTC wollen die Einigung demnach bis 30. September öffentlich machen.
Ford droht Schadenersatz von 1,7 Milliarden Dollar wegen Unfall
Dem Autohersteller Ford droht eine Schadenersatzzahlung von 1,7 Milliarden US-Dollar, nachdem ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat Georgia am Freitag ein Urteil in einem Fall gefällt hat, bei dem sich 2014 ein Ford F-250 Pickup überschlagen hatte, wobei zwei Menschen ums Leben kamen. Die Geschworenen in Gwinnett County entschieden, dass Ford Schadenersatz für den Verkauf von 5,2 Millionen Super-Duty-Trucks mit gefährlich schwachen Dächern leisten müsse, die bei einem Überschlag die Insassen zerquetschen können, James Butler, ein Anwalt, der die Kläger, sagte.
Porsche will jährlich 80.000 Einheiten des E-Macan verkaufen
Porsche will nach Angaben seines Produktionsleiters langfristig ebenso viele Einheiten des rein elektrischen Macan verkaufen wie bisher von der Variante mit Verbrennungsmotor. "Von der heutigen Generation fertigen wir pro Jahr mehr als 80.000 Einheiten. Langfristig planen wir auch beim voll elektrischen Macan in dieser Größenordnung", sagte Albrecht Reimold der Automobilwoche. Der Macan ist als kompaktes SUV das meistverkaufte Modell des Sportwagenbauers.
Politiker von SPD und Union fordern Ende der Vorkasse für Flugtickets
Angesichts häufiger Flugausfälle fordern Politikerinnen und Politiker von SPD und CDU/CSU ein Ende des Vorkasse-Prinzips beim Kauf von Flugtickets. Das Land Niedersachsen plant dazu einen Vorstoß im Bundesrat. "Damit wollen wir den Verbraucherschutz für die Reisenden deutlich verbessern", sagte Landesverkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) dem Handelsblatt. Der Bundesrat soll demnach am 16. September über die Initiative beraten.
Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com
DJG/DJN/AFP/hab
(END) Dow Jones Newswires
August 21, 2022 12:00 ET (16:00 GMT)
Copyright (c) 2022 Dow Jones & Company, Inc.
