DJ Deutsche Produktion sinkt im Juli um 0,3 Prozent
Von Andreas Plecko
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Produktion im produzierenden Sektor Deutschlands ist im Juli moderat gesunken. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) verringerte sie sich gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent und lag kalenderbereinigt um 1,1 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Von Dow Jones Newswires befragte Ökonomen hatten mit einem monatlichen Rückgang um 0,5 Prozent gerechnet. Der ursprünglich für Juni gemeldete Produktionsanstieg von 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat wurde auf ein Plus von 0,8 Prozent revidiert.
"Die vergleichsweise wenigen Schulferien- und Urlaubstage verhinderten einen noch stärkeren Produktionsrückgang gegenüber dem Vorjahresmonat", erklärten die Statistiker.
Die Industrieproduktion im engeren Sinne sank im Juli auf Monatssicht um 1,0 Prozent. Produktionsrückgänge waren in allen Hauptgruppen zu verzeichnen: Die Produktion von Konsumgütern sank um 2,4 Prozent, die Produktion von Investitionsgütern um 0,8 Prozent und die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,6 Prozent.
Für das Minus im Konsumgüterbereich ist insbesondere die Entwicklung in der Produktion von Verbrauchsgütern verantwortlich, die um 3,0 Prozent zurückging. Zu diesem Bereich zählt auch die Nahrungsmittelindustrie.
Außerhalb der Industrie lag die Energieerzeugung im Juli um 2,8 Prozent und die Bauproduktion um 1,4 Prozent höher als im Vormonat.
"Die Produktion ist nach wie vor durch die hohe Knappheit an Vorprodukten beeinträchtigt", erläuterten die Statistiker. "Gestörte Lieferketten infolge des Kriegs in der Ukraine und anhaltende Verwerfungen durch die Corona-Krise führen nach wie vor zu Problemen beim Abarbeiten der Aufträge."
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September 07, 2022 02:13 ET (06:13 GMT)
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