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MÄRKTE ASIEN/Kräftige Verluste - Sorge wegen US-Zinspolitik

DJ MÄRKTE ASIEN/Kräftige Verluste - Sorge wegen US-Zinspolitik

TOKIO/SCHANGHAI (Dow Jones)--Steil abwärts geht es am Mittwoch mit den Aktienmärkten in Ostasien und Australien. In Japan, Hongkong und Korea werden Verluste von 2 Prozent und mehr verzeichnet. Belastend wirkt nicht nur, dass die Wall Street nach einem Erholungsansatz gebremst von weiter steigenden Marktzinsen letztlich doch leicht im Minus schloss und der Dow auf ein neues Jahrestief fiel; hinzu kommen falkenhafte Äußerungen von Vertretern der US-Notenbank.

So beharrt Minneapolis-Fed-Chef Neel Kashkari darauf, dass die US-Notenbank die Geldpolitik so lange straffen muss, bis die Inflation zurückgeht, und dann abwarten, ob sie genug getan hat. Sorgen um eine drohende Rezession werden damit weiter angefacht.

In Tokio büßt der Nikkei-225-Index 2,0 Prozent auf 26.044 Punkte ein. Der südkoreanische Kospi gibt sogar 2,8 Prozent ab. Laut Goldman Sachs steckt das Land mit der falkenhaften Fed in einem in einem geldpolitischen Dilemma. Die jüngste Bemerkung der politischen Entscheidungsträger, dass "die Haltung der Fed einen neuen Faktor darstellt, den es zu berücksichtigen gilt", deute darauf hin, dass die Bank von Korea es wahrscheinlich vorziehen dürfte, eine große Divergenz der bilateralen Leitzinsen zu vermeiden.

In Hongkong geht es um 2,3 Prozent nach unten. Der Markt könnte laut China Industrial Securities bald einen Boden ausbilden, doch müssten die Anleger für eine Trendwechsel auf weitere positive Signale warten. Unter den Immobilienentwicklern verlieren Country Garden 6 und CIFI Holdings 18 Prozent.

Die Unsicherheit über das Wachstum des Landes zieht den Index in Schanghai um 0,8 Prozent abwärts, vor allem mit Blick auf die "Null-Covid"-Politik Pekings. Ganz oben auf den Verkaufslisten stehen neben Immobilienentwicklern Minenwerte, während sich der Öl- und Gassektor etwas erholt.

Während der Dollar erneut auf breiter Front vorrückt - der Dollar-Index gewinnt 0,4 Prozent -, kann sich der Yen aktuell behaupten. Dagegen stehen etwa der Won oder der Yuan unter Druck.

=== 
Index (Börse)      zuletzt    +/- %   % YTD     Ende 
S&P/ASX 200 (Sydney)  6.451,50    -0,7%   -13,3%     08:00 
Nikkei-225 (Tokio)   26.043,98    -2,0%   -8,2%     08:00 
Kospi (Seoul)      2.162,13    -2,8%   -27,4%     08:00 
Schanghai-Comp.     3.070,64    -0,8%   -15,6%     09:00 
Hang-Seng (Hongk.)   17.442,59    -2,3%   -23,6%     10:00 
Straits-Times (Sing.)  3.126,60    -1,2%   +1,8%     11:00 
KLCI (Malaysia)     1.403,07    -0,6%   -9,9%     11:00 
 
DEVISEN         zuletzt    +/- %   00:00 Di, 9:35 Uhr  % YTD 
EUR/USD          0,9555    -0,4%   0,9596    0,9664  -16,0% 
EUR/JPY          138,31    -0,5%   138,94    139,31  +5,7% 
EUR/GBP          0,8975    +0,4%   0,8940    0,8931  +6,8% 
GBP/USD          1,0647    -0,8%   1,0731    1,0814  -21,3% 
USD/JPY          144,74    -0,0%   144,80    144,20  +25,7% 
USD/KRW         1.439,15    +0,9%  1.425,85   1.420,34  +21,1% 
USD/CNY          7,1779    +0,6%   7,1779    7,1494  +12,9% 
USD/CNH          7,2312    +0,7%   7,1826    7,1467  +13,8% 
USD/HKD          7,8495    -0,0%   7,8498    7,8495  +0,7% 
AUD/USD          0,6394    -0,6%   0,6433    0,6500  -11,9% 
NZD/USD          0,5587    -0,9%   0,5637    0,5714  -18,2% 
Bitcoin 
BTC/USD        18.724,89    -1,4% 18.982,95   20.243,06  -59,5% 
 
 
 
ROHOEL          zuletzt VT-Settlem.   +/- %    +/- USD  % YTD 
WTI/Nymex         77,40     78,5   -1,4%     -1,10  +10,0% 
Brent/ICE         85,10    86,27   -1,4%     -1,17  +15,1% 
 
METALLE         zuletzt    Vortag   +/- %    +/- USD  % YTD 
Gold (Spot)       1.624,86   1.629,08   -0,3%     -4,22  -11,2% 
Silber (Spot)       18,20    18,48   -1,5%     -0,28  -21,9% 
Platin (Spot)       845,80    852,45   -0,8%     -6,65  -12,9% 
Kupfer-Future        3,27     3,30   -0,8%     -0,03  -26,1% 
 
YTD bezogen auf Schlusskurs des Vortags 
=== 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

DJG/raz/gos

(END) Dow Jones Newswires

September 28, 2022 00:41 ET (04:41 GMT)

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© 2022 Dow Jones News
Achtung, Korrektur!
Die Börsen laufen heiß. Trotz geopolitischer Krisen und steigender Zinsen klettern viele Indizes weiter Richtung Allzeithoch. Doch unter der Oberfläche zeigen sich erste Risse: Der Abverkauf bei Halbleiter-, KI- und Space-Aktien macht deutlich, wie schnell sich die Stimmung drehen kann.

Besonders gefährlich ist die aktuelle Gemengelage aus schwacher Saisonalität, dünner Liquidität in den Sommermonaten und historisch hohen Bewertungen. Selbst vermeintlich sichere Blue Chips sind inzwischen teuer bewertet und damit anfällig für Korrekturen. Gleichzeitig liefern technische Indikatoren erste Warnsignale. So werden viele Rekordstände nicht mehr bestätigt.

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